Wie sieht ein lebenswertes Zapfendorf 2020 aus?

Veröffentlicht am 1. März 2012 von Johannes Michel

Eine einzigartige Möglichkeit zur Mitbestimmung erhalten die Zapfendorfer Bürger am Samstag, 3. März 2012: Im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (SEK) laden Gemeinde und Planungsbüro zur Bürgerwerkstatt in die Schule. Die Schwerpunkte können die Bürger selbst festlegen und sich in Arbeitsgruppen zusammentun, um das Zapfendorf der Zukunft mitzugestalten.

Die Themen, die Zapfendorf aktuell bewegen, sind vielfältig. Da ist zum einen die Verkehrssituation, die durch Staatsstraße und Eisenbahnstrecke für wenig Entspannung im Ortszentrum sorgt. Zum anderen spielt aber auch die soziale Infrastruktur eine Rolle. Wie sieht es mit der Lebensqualität im Alter aus? Welche Chancen liegen im Tourismus und in der Naherholung? Und: Bleibt die Grundversorgung (Supermärkte, Ärzte) auch künftig erhalten? Noch im laufenden Jahr soll Zapfendorf zudem einen Energienutzungsplan erhalten, so dass auch dieses Thema auf der Tagesordnung der Bürgerwerkstatt stehen wird.

Ein besonderes Handlungsfeld sehen die Stadtplaner auch in der fehlenden Ortsmitte. Zapfendorf verfügt nicht über einen (Markt-)Platz, der sich im Ort für Feierlichkeiten, Erholung und Gespräche nutzen lässt. Erst mit einer eventuellen Verlegung der Staatsstraße auf eine Umgehung (Westtangente) könnte sich hieran etwas ändern. Im Rahmen der Bürgerwerkstatt kann sich Zapfendorf zudem die Frage stellen, ob die Gemeinde Wohn- oder Gewerbestandort sein will: Im Gemeinderat kamen in den vergangenen Jahren verstärkt Diskussionen über die Ausweisung neuer Gewerbeflächen auf.


Zapfendorf fehlt bisher eine echte Ortsmitte.

Einmalige Chance für die Gemeinde und ihre Bürger

Stadtplaner Markus Schäfer hob im Vorgespräch die einmalige Chance für Zapfendorf und seine Bürger hervor, sich aktiv am SEK zu beteiligen: „Zapfendorf hatte Glück, 2011 ins SEK zu kommen, obwohl die Förderungen zurückgefahren werden. So entstehen überhaupt erst diese Möglichkeiten.“

Um 10 Uhr geht es mit Begrüßung und Einführung los. Thema wird außerdem eine Situationsanalyse sein – „Gegenwart: Wie Zapfendorf ist!“. Nach einer Mittagspause steht dann die Zukunft des Ortes auf dem Programm – „Zukunft: Wie Zapfendorf 2020 sein soll!“. Moderiert wird die Bürgerwerkstatt von Thomas Ködelpeter, Leiter der Ökologischen Akademie e.V. Linden. Selbstverständlich besteht auch Gelegenheit zum Gespräch mit den Stadtplanern Markus Schäfer und Yvonne Slanz vom Planungsbüro transform. Sie informieren auch über die Ergebnisse der Umfrage, die im Mitteilungsblatt geführt wurde und berichten über die Postkartenaktion, in der die Bürger bereits vor der Bürgerwerkstatt ihre Wünsche kundtun konnten. Für ausreichend Verpflegung während der Veranstaltung ist gesorgt.


Das Programm der Bürgerwerkstatt (zum Vergrößern anklicken).

Johannes Michel

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  1. herta klein 1. März 2012 at 16:29 - Antworten

    Das wär auch was für Rattelsdorf da wird über die Köpfe der Bürger (teilweise ohne fundierte Informationen) entschieden auch bei Protest ist man gehörlos.

    immer zum eigenen Wohle.

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