Besuch aus Zapfendorf: Gemeinschaftssinn hat Mürsbach vorangebracht

Veröffentlicht am 17. Juli 2013 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



Seit Mitte Mai hat der Zapfendorfer Obst- und Gartenbauverein wieder einen Vorstand. Klara Ott und Georg Ries führen nun den Verein. Das Ziel: Wieder mehr Aktionen durchführen, das Vereinsleben „wiederbeleben“. Nachdem der Rattelsdorfer Gemeindeteil Mürsbach vor Kurzem beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ Gold gewann, nahmen die Zapfendorfer dies zum Anlass, sich das Golddorf anzuschauen.

45 Teilnehmer zählte Klara Ott, eine stolze Zahl. Und alle freuten sich auf die Dorfführung, die Sabina Sitzmann-Simon leitete. „Mürsbach ist das erste Golddorf im Landkreis Bamberg nach 26 Jahren“, erklärte sie. Zuletzt hatte Roth (Gemeinde Zapfendorf) Gold gewonnen. Mürsbach wurde erstmalig im Jahr 802 urkundlich erwähnt, 1316 zur Pfarrei erhoben. Damals war Mürsbach der zentrale Ort im Itztal unter insgesamt 27 Dörfern. Seine Bedeutung verlor Mürsbach im Rahmen der Säkularisation, als viele Ortschaften evangelisch wurden. Erhalten sind viele bedeutende Bauwerke, unter anderem die Pfarrkirche St. Sebastian mit Wehrmauer, Eckturm und historischen Grabplatten, die Dreifaltigkeitskapelle am Ortsrand und viele Fachwerkhäuser.

OGV Zapfendorf besucht Mürsbach, Juli 2013
Als Dankeschön erhielt Sabina Sitzmann-Simon Blumen und ein Buch.

OGV Zapfendorf besucht Mürsbach, Juli 2013
45 Zapfendorfer OGVler waren nach Mürsbach gekommen.

Jung und alt helfen zusammen

Viele Besitzer haben die Fachwerkhäuser in den vergangenen Jahren aufwändig saniert. Ein Meilenstein für die Ortsbildgestaltung war das Dorferneuerungsverfahren von 1994 bis 2008. Die Bürger wurden von Anfang an in die Planung mit einbezogen. Sie erarbeiteten in mehreren Arbeitskreisen ein Leitbild, das schrittweise umgesetzt wurde. Auch viele junge Bürger brachten sich mit ein. Eine wichtige Funktion übernimmt seit mehreren Jahrzehnten der Obst- und Gartenbauverein. Die Mürsbacher sind es gewohnt, nicht auf andere zu warten, sondern selbst anzupacken. Sie fühlen sich für ihr Dorf verantwortlich. So pflegt der Gartenbauverein die öffentlichen Anlagen, stellt Ruhebänke auf, pflanzt an markanten Stellen in der Flur heimische Bäume. Der Verein legte zudem den Schulgarten an. Auch einen eigenen Vereinsgarten im Dorf pflegt der Verein.

Klara Ott bedankte sich für die Führung mit Blumen und dem neuen Buch „Dorf in Flammen“. „Beeindruckend ist vor allem, mit welcher Energie und großem Gemeinschaftssinn die Mürsbach ihren Ort vorangebracht haben. Da kann sich auch Zapfendorf ein Beispiel nehmen“, so Ott.

Johannes Michel. Fotos und Informationen: Klara Ott, OGV Zapfendorf

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