Die Schönheit Südtirols erkundet

Veröffentlicht am 23. Juni 2015 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



An einem strahlend schönen Fronleichnamstag brachen 26 Mitglieder und Freunde des Obst- und Gartenbauvereins Zapfendorf mit einem Bus nach Süden auf. Vorsitzende Klara Ott hatte viel Zeit und Mühe in die Planung und Organisation der Fahrt gesteckt, was sich in einem reibungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung manifestierte.

Über den Fernpass und den Reschenpass führte unser Weg nach einem „Kalten Buffet“ aus dem Bus am Reschenstausee zu unserem ersten Ziel, der Churburg bei Schluderns im oberen Vinschgau, wo uns die besterhaltene Burg Südtirols aus dem 13. Jahrhundert mit malerischen Renaissancefresken und der  größten Rüstkammer Europas in Privatbesitz erwarteten. Der erste Abend in unserem Quartier, dem „Hotel am Fels“ in Katharinenberg/Schnalstal, diente dem gegenseitigen Kennenlernen, was bei einem guten Essen und einigen Gläsern Südtiroler Weines auch bestens gelang.

Ziel des folgenden Tages war die Erkundung der Schönheiten des Schnalstals, einem Seitental des Vinschgaus. Eine äußerst kundige Führerin machte uns mit der beeindruckenden bäuerlichen Kultur und dem religiösen Leben in den einzelnen Ortschaften bestens vertraut. Auf der Weiterfahrt thronten die Dreitausender des Ötztals über dem Talende, wo 1991 am Similaungletscher die Sensation einer mehr als 5.000 Jahre alten Leiche, heute als „Ötzi“ weltbekannt,  gefunden wurde.

Nach dem Mittagessen führte der Weg in die alte Kurstadt Meran. Bei großer Hitze bot ein Bummel durch die schattigen Laubengänge die Möglichkeit zum Einkaufen, bevor einer der Höhepunkte unserer Reise auf dem Programm stand: der Besuch der „Trauttmansdorfer Gärten“ am Stadtrand von Meran. Schon die österreichische Kaiserin Sissi hielt sich im 19. Jahrhundert mehrmals in dem herrlich gelegenen Schloss auf. 2001 wurde der wunderschöne botanische Garten eröffnet und ständig erweitert. Heute gedeihen auf einer Fläche von zwölf Hektar in über 80 Gartenlandschaften  verschiedenste Pflanzen und Bäume aus aller Welt. Themengärten, Künstlerpavillons und die Ausblicke auf die umliegende Bergwelt erzeugen eine grandiose Atmosphäre, von der jährlich  400.000 Besucher angezogen werden. 2013 wurden die Trauttmansdorfer Gärten in Kanada zum „Internationalen Garten des Jahres“ gewählt. Auf der Seebühne konnten wir bei Live-Musik und einem mediterranen Buffet bis weit in den Abend hinein die herrliche Stimmung genießen.

OGV Zapfendorf Südtirol 2015
Die Reisegruppe aus Zapfendorf.

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Fronleichnamsgottesdienst in Brixen

Ziel des dritten Tages unserer Reise war die majestätische Bergwelt der Dolomiten, seit 2009 Weltnaturerbe der UNESCO  und von Skifahrern, Wanderern, Bergsteigern und Motorradfahrern gleichermaßen begehrt. Über das Grödnertal führte unsere Fahrt zum Sellajoch, wo sich atemberaubende Ausblicke auf die Kalksteintürme von Sella, Schlern und Langkofel boten. Um 1800 erklärte der Geologe Dolomieu als erster die versteinerten Muscheln auf den Bergen damit, dass hier einst der Boden eines Meeres war. Heute trägt die Gebirgsgruppe den Namen des Forschers. Leider zogen um die Mittagszeit Gewitter auf, so dass wir die vorgeschriebene Pause nicht am malerischen Karersee, sondern im Bus am Parkplatz verbringen mussten. Gerne hätten wir auf dem Hochplateau der Wallfahrtskirche Maria Weißenstein den glühenden Sonnenuntergang am Rosengarten, dem mythischen Sagenreich des Zwergenkönigs Laurin, erlebt, so blieben uns nur Blitz und Donner und eine kurze Visite in der Wallfahrtskirche.

Letzte Station des Tagesausflugs war das Weinstädtchen Kaltern, eingebettet in die Weinlandschaft des Überetsch. Nach einem kurzen Stadtbummel und der Besichtigung einer Weinkellerei nahmen wir in Kaltern ein Abendessen ein. Der letzte Abend wurde in froher Runde auf der Terrasse unseres Hotels begangen.

Unserer Rückreise führte bei herrlichem Wetter über Brixen, wo wir gerade noch pünktlich zum Höhepunkt des Fronleichnamsgottesdienstes auf dem Domplatz eintrafen. Ein letztes Eis in Italien, und dann ging es staufrei zurück in die Heimat. Bei einer  Einkehr in einen Gasthof bei Hirschaid gab es ein Wiedersehen mit der vertrauten fränkischen  Küche, und als der Bus um 21.00 Uhr die Ortsgrenze von Zapfendorf erreichte, waren die Teilnehmer voll von unvergesslichen Erinnerungen an eine tolle Fahrt. Der Dank aller galt Frau Ott, die uns dieses tolle Erlebnis ermöglicht hat.

Rolf Bayer     

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