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Mehr Geld für Baunach und Rückblicke aus der Jugendarbeit

Mit einer positiven Nachricht ist der Stadtrat Baunach ins neue Jahr gestartet. In der ersten Sitzung des Jahres informierte Bürgermeister Tobias Roppelt darüber, dass der Stadt für das Haushaltsjahr 2026 zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt rund 2,15 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Diese setzen sich aus Schlüsselzuweisungen und Bundesmitteln in Höhe von 1,59 Millionen Euro sowie weiteren 556.600 Euro aus dem kommunalen Investitionsbudget zusammen. Letztere können bereits ab Januar 2025 für begonnene Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt werden.

Neben der Haushaltslage sprach Roppelt auch organisatorische Themen rund um die anstehenden Kommunalwahlen an. Wahlleiterin Evelina Bayerlein berichtete, dass die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am 8. Januar abgelaufen sei. Für die Stadtratswahl liegen demnach sechs Listen vor, für die Bürgermeisterwahl ein Vorschlag: Amtsinhaber Tobias Roppelt tritt erneut an. Neu ist eine Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft, die die erforderlichen 80 Unterstützungsunterschriften erreichen konnte. Zudem kündigte Bayerlein an, die Bürgerinnen und Bürger mit einer Online-Präsentation und einem digitalen Probestimmzettel über das Kumulieren und Panaschieren informieren zu wollen. Die Briefwahlunterlagen werden ab dem 16. Februar versendet.

Jugendparlament mit vielen Aktivitäten

Einen ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr gab anschließend das Jugendparlament. Da Jungbürgermeisterin Sophia Schmidt verhindert war, stellte ihr Stellvertreter Jona Schwarzböck die Aktivitäten des Gremiums vor. Sichtbar im Stadtbild wurde das Jugendparlament unter anderem durch die Aufstellung von Warnfiguren am Kindergarten. Ein besonderer Höhepunkt war eine politische Bildungsfahrt nach Berlin vom 16. bis 18. April 2025, die auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz stattfand. Kreativ engagierten sich die Jugendlichen zudem bei der Gestaltung des Häuschens am Multifunktionsspielfeld, das gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler AnpyArt gestaltet wurde. Weitere Aktionen reichten von der feierlichen Eröffnung des Multifunktionsspielfelds Anfang Mai über ein Muttertagskonzert gemeinsam mit dem Stadtratschor und „Landkreis musiziert“ bis hin zu Informationsveranstaltungen zur Neuwahl des Jugendparlaments. Auch am Weihnachtsmarkt war das Gremium mit einem Stand vertreten, um für Jugendbeteiligung zu werben. Bürgermeister Roppelt dankte dem Jugendparlament im Namen des gesamten Stadtrats ausdrücklich für das Engagement.

Im Anschluss stellte Antonia Schröter von JAM ihre Arbeit vor. Der Verein iSo ist für die offenen Kinder- und Jugendtreffs zuständig und organisiert darüber hinaus Ferienprogramme, Ausflüge sowie gruppenspezifische Angebote. Ergänzt wird dies durch Beratung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Der Jahresbericht zeigte ein breites Spektrum an Aktivitäten, darunter Koch- und Backangebote, sportliche und kreative Aktionen sowie eine Halloweenparty. Auch die Nutzung der offenen Treffs wurde ausgewertet: In Baunach besuchten den Kidstreff durchschnittlich acht Kinder pro Öffnungstag, den Jugendtreff sechs Jugendliche und den Mädelstreff konstant drei Teilnehmerinnen. In den Ferien reichte das Angebot von Bogenschießen über Trampolinhallen bis hin zu Kletterwald und Sommerrodelbahn. Seit August wurde zudem mehrfach das Format „Capture the Flag“ angeboten, das insgesamt rund 70 Kinder und Jugendliche erreichte. Für das Jahr 2026 stellte JAM unter anderem einen „Tag der Vereine“, die Neuwahl des Jugendparlaments sowie die stärkere Einbindung Jugendlicher in die Organisation in Aussicht.

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Rüdiger Gerst

Weiteres aus der Januar-Sitzung

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Rechnungsprüfung für das Jahr 2024. Den Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses stellte dessen Vorsitzender Harald Roppelt vor. In zwei nichtöffentlichen Sitzungen im Dezember waren sowohl der Verwaltungs- als auch der Vermögenshaushalt stichprobenartig geprüft worden. Dabei wurden unter anderem Außenstände, Personalkosten, Energieausgaben, Straßenunterhalt, Rücklagen, Schuldenstand sowie die Abschlüsse verschiedener städtischer Einrichtungen betrachtet. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Beanstandungen gab es keine, offene Fragen konnten im Verlauf der Sitzungen geklärt werden. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat daher, die Jahresrechnung festzustellen und die Verwaltung zu entlasten. Der Stadtrat folgte dieser Empfehlung einstimmig.

Weiterhin beschloss der Stadtrat, auch im Jahr 2026 wieder zwei verkaufsoffene Sonntage zuzulassen. Die entsprechende Ladenschlussverordnung wurde einstimmig verabschiedet, die Öffnungszeit auf 12 bis 17 Uhr festgelegt. Zudem befasste sich das Gremium mit der geplanten Auflösung der Regionalwerke Bamberg. Nach Ablehnung eines Vertagungsantrags stimmte der Stadtrat bei einer Gegenstimme dafür, keine Einwände gegen die Auflösung zu erheben und den Bürgermeister zu ermächtigen, in der Gesellschafterversammlung entsprechend abzustimmen.

Schließlich wurde von Stadträtin Manuela Fößel die Idee eingebracht, den Parkplatz am Brückenhaussee mit einer Photovoltaikanlage zu überdachen. Bürgermeister Roppelt bewertete den Ansatz grundsätzlich positiv, verwies jedoch auf derzeit nicht darstellbare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Stadtwerke Bamberg hätten dies schon geprüft, aber verworfen.