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Gelingt die Sensation in Weimar?

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach gastieren zum „Do-or-Die“-Spiel der Halbfinalserie am kommenden Samstag um 16 Uhr in der Asbachhalle beim großen Favoriten Culture City Weimar.

Wer hätte das nach dem Auftaktspiel und der deutlichen 80:62-Niederlage gedacht? Wie entfesselt spielte die Truppe von Headcoach Mark Völkl, trotz weiterhin großer Personalsorgen, auf und konnte die zweite Partie mit 78:66 gewinnen. Der Vorsprung betrug phasenweise gar 20 Zähler und der große Favorit aus Weimar konnte besiegt werden. Damit steht es in der Serie 1:1 Unentschieden und Spiel 3 am kommenden Samstag muss die Entscheidung um den Finaleinzug bringen.

Nach einer Woche Osterpause, in der die Oberfranken Verletzungen ausheilen und sich voll und ganz auf die Begegnung am kommenden Wochenende vorbereiten konnten, geht es nun mit dem Entscheidungsspiel der Halbfinalserie in der 1. Regionalliga Südost weiter. Trotz des jüngsten Heimsieges der Tröster-Truppe ist Culture City Weimar natürlich der große Favorit. Die Mannschaft von Headcoach Farsin Hamzei zeigte über die Saison hinweg bärenstarke Leistungen, ließ häufig relativ wenig bis gar nichts anbrennen und untermauerte in den bisherigen Spielen somit eindrucksvoll ihre Meisterschafts- & Aufstiegsambitionen. Die Rolle des Außenseiters nimmt Güßbach gerne an, denn der Druck ist somit bei der jungen Heimmannschaft aus Thüringen.

Durch die bisher vier absolvierten Begegnungen in der bisherigen Spielzeit kennen sich die beiden Mannschaften natürlich bestens. Es wird auf Kleinigkeiten und Nervenstärke ankommen, die am Samstag über Sieg und Niederlage entscheiden. In Spiel zwei zeigten die Oberfranken, dass sie aus den Fehlern im ersten Spiel gelernt haben und genau daran wollen sie auch in der dritten Partie ansetzen. Der Erfolg vor zwei Wochen zeigte, dass die Weimarer Truppe zwar bärenstark, aber keinesfalls unschlagbar ist.

Weimar ist ein Farmteam, deswegen haben sie zahlreiche Talente in ihren Reihen. Einige standen am vergangenen Montag beim Spiel in der Bamberger Brose-Arena im Aufgebaut von Science City Jena in der 1. Liga. Umso wichtiger wird es für Güßbach sein, dass man über 40 Minuten mit der gleichen Leidenschaft und Intensität agiert, sich möglichst wenig oder keine Pausen gönnt und das Tempo der Partie kontrolliert. Es gilt: Die Physis einer talentierten Jugendmannschaft, die nahezu jeden Tag in der Woche trainiert, gut zu matchen. In der Verteidigung müssen die Gelbschwarzen besonders auf Brown und Duhajsky aufpassen, die in den zwei Playoffspielen mit Abstand die besten Scorer von Weimar waren. Dieses Duo, aber auch der Rest der Mannschaft, hat in den bisherigen Partien gezeigt, wozu es in der Offensive in der Lage ist. Für Breitengüßbach ist es besonders wichtig, hart und konsequent zu verteidigen, sodass Weimars offensiver Rhythmus darunter leidet. Des Weiteren wird es auch wieder wichtig sein, dass man die Bretter kontrolliert und Culture City keine zweite oder gar dritte Wurfchance gestattet, wie in der ersten Begegnung. Dort sammelten die Thüringer 17 Rebounds mehr.

Offensiv will man den Ball wieder gut bewegen und den freien Mann finden. Durch schönes Passspiel fand man vor zwei Wochen immer wieder den freien Schützen aus der Distanz oder am Brett, der dann die offenen Würfe eiskalt verwandelte. Hier will man erneut daran ansetzen. Gelingt dies, wäre das schon einmal eine gute Grundlage für einen möglichen Auswärtssieg. Die Jungs werden alles geben, um Weimar das Leben so schwer wie möglich zu machen und eventuell gar einen Überraschungscoup zu landen. Mit Unterstützung der Fans, die mit einem Bus die Reise nach Weimar antreten, ist alles möglich.

Breitengüßbach: Bauer, Dippold, Jebens, Klaus, Lorber, Nieslon, Rümer, Sauer, C. Stephan, M. Stephan, N. Stephan, Trummeter

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Florian Dörr