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Weiterhin 30 Prozent für Sanierungen, Ende für „Großer See“

Eigentlich sollte hier mal ein Campingplatz entstehen. Nach vielen Jahren Stillstand löst sich nun der Planungsverband dafür auf. Hausbesitzer im Ortskern können dagegen weiterhin von hohen Förderungen profitieren, wenn sie sanieren.

Das kommunale Förderprogramm für private Sanierungsmaßnahmen im Ortskern wird fortgeführt. Das Programm, dessen Förderung von 30 Prozent bisher zeitlich begrenzt war und nun auf zehn Prozent gefallen wäre, wurde vom Gemeinderat verlängert. Hintergrund ist der weiterhin hohe Sanierungsbedarf im Ortsgebiet. Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder betonte, dass das Angebot regelmäßig genutzt werde und nach wie vor zahlreiche Eigentümer Interesse hätten. Eine erneute Befristung ist nicht zwingend notwendig, da die gesamte Satzung nur bis 30 Prozent gilt. Mit dem einstimmigen Beschluss setzt der Gemeinderat auf Kontinuität und auf einen weiteren Anreiz, in die Substanz im Ortskern zu investieren.

Aus für Planungsverband „Großer See“

Ein Schlussstrich wurde unter ein Projekt gezogen, das über Jahre hinweg nicht vorangekommen war: Der Planungsverband „Campingplatz Großer See“ wird zum 30. April 2026 aufgelöst. Ursprünglich sollte im Rahmen eines interkommunalen Projekts ein Campingplatz auf Breitengüßbacher, Rattelsdorfer und Baunacher Gebiet entstehen, um unter anderem das wilde Campen einzudämmen und die Freizeitnutzung geordnet zu entwickeln. Doch die Planungen kamen nie über ein frühes Stadium hinaus. Ein entscheidender Schritt, der Abschluss eines Ingenieurvertrags, wurde nie vollzogen, ebenso wenig flossen Gelder, in den vergangenen sechs Jahren fand auch keine Sitzung des Verbandsrats statt. Zuletzt hatte die Firma Mainäcker Kieswerk GmbH & Co KG mitgeteilt, dass ein Campingplatz nicht mehr realisiert werde. Damit entfiel die Grundlage für den Verband. Die Flächen sollen renaturiert und landwirtschaftlich genutzt werden. Der Gemeinderat folgte dieser Entwicklung einstimmig.

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Solide Haushaltsführung bestätigt

Keinen Diskussionsbedarf gab es bei der Jahresrechnung 2024. Der Rechnungsprüfungsausschuss bescheinigte der Gemeinde eine geordnete Haushaltsführung ohne Beanstandungen. Lediglich Hinweise wurden gegeben, die Verwaltung nahm dazu Stellung. Die Einnahmen und Ausgaben lagen jeweils bei rund 17,38 Millionen Euro Der Gemeinderat stellte die Jahresrechnung einstimmig fest und erteilte im Anschluss ebenso geschlossen die Entlastung.

Unter „Sonstiges“ informierte die Verwaltung über eine interkommunale Zusammenarbeit mit dem Markt Zapfendorf im Bereich Windenergie. Beide Kommunen hatten sich gemeinsam um das Programm „Windkümmerer 3“ beworben – mit Erfolg. Nach einem Auftaktgespräch Anfang März kam die Zusage durch die Regierung von Oberfranken. Die fachliche Begleitung ist zunächst auf sechs Monate angelegt und kann bei Bedarf verlängert werden. Die Kosten übernimmt der Freistaat Bayern. Hintergrund für die Bewerbung ist der geplante Windpark bei Sassendorf.