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Kirchweih in Höfen – Tradition, Glaube und Gemeinschaft

Am ersten Oktoberwochenende wurde in Höfen wieder Kirchweih gefeiert. Rund um die kleine Kapelle „Maria Rosenkranzkönigin“ kamen die Höfener und zahlreiche Besucher zusammen, um gemeinsam ihre Kirchweih zu begehen. Dieses Jahr war die Kirchweih etwas Besonderes. Galt es doch gleichzeitig das 75. Jubiläum der neuen Kapelle zu feiern.

Den Auftakt bildete am Samstag, 3. Oktober, das traditionelle Aufstellen des Kirchweihbaumes. Bei bestem Kirchweihwetter wurde der Baum gemeinsam aufgestellt und anschließend in geselliger Runde gefeiert. Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Scheerbaum war vor Ort und erinnerte in seinem Grußwort daran, dass der Kirchweihbaum weit mehr ist als ein Zeichen für das Fest: Er steht, so wie die Kapelle, für Gemeinschaft und Zusammenhalt. „Gemeinschaft und Zusammenhalt beginnen schließlich vor Ort – in unseren Dörfern und Ortsteilen.“ führte er aus.

Dass der Kirchweihbaum in diesem Jahr am Tag der Deutschen Einheit aufgestellt wurde, bot dabei einen besonderen Anlass, den Gedanken der Einheit aufzugreifen. Einheit beginnt nicht nur im Großen, sondern auch vor Ort – in einem Ortsteil, in einer Dorfgemeinschaft und überall dort, wo Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellen und Traditionen weitertragen.

Im Mittelpunkt der Kirchweih stand die neue Kapelle „Maria Rosenkranzkönigin“, die seit 1951 das Ortsbild von Höfen prägt. Nachdem die ursprüngliche Kapelle von 1875 Ende des zweiten Weltkrieges baufällig geworden war, wurde ein Neubau errichtet. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kapelle mehrfach erneuert und instandgesetzt. Eine umfassende Sanierung erfolgte 1985. Im Jahr 2011 wurde die Kapelle erneut grundlegend saniert und unter anderem der Glockenturm erneuert. Seitdem wird die Glocke elektrisch betrieben.

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Am Sonntag, 4. Oktober, fand um 10.30 Uhr der traditionelle Kirchweihgottesdienst statt. Pfarrer Janek aus Rattelsdorf zelebrierte den Gottesdienst, der von den Itzgrunder Musikanten musikalisch umrahmt wurde. Zahlreiche Gläubige fanden sich hierzu im Freien um die festlich geschmückte Kapelle ein.

Die Kapelle ist dabei nicht nur ein historisches Gebäude, sondern bis heute ein lebendiger Teil des Dorflebens. Die Chronik berichtet von Menschen, die sich über viele Jahrzehnte um das kleine Gotteshaus gekümmert haben – vom täglichen Glockenläuten über die Reinigung bis hin zum Blumenschmuck und der Pflege des Innenraums.

Bis heute wird diese Tradition fortgeführt. Pfarrer Philip Janek dankte deshalb ausdrücklich Daniela Krauß, Andrea Gast, Rosa Leimbach und Silvia Hellmuth für ihren Einsatz und die regelmäßige Betreuung der Kapelle. Ihr Engagement sorgt dafür, dass das kleine Gotteshaus nicht nur erhalten bleibt, sondern auch zu besonderen Anlässen wie der Kirchweih entsprechend hergerichtet ist.

Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr, die sich am Samstag um die Durchführung und den Ablauf der Feierlichkeiten kümmerte, sowie Pfarrer Janek und den Itzgrunder Musikanten für die Gestaltung und musikalische Umrahmung des Kirchweihgottesdienstes und der Feier am Samstag.

Die Kirchweih in Höfen hat damit einmal mehr gezeigt, was solche traditionellen Feste ausmacht: Sie verbinden Glaube, Geschichte, Brauchtum und Gemeinschaft. Und sie leben vor allem von den Menschen, die sich darum kümmern und die Tradition von einer Generation an die nächste weitergeben.


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