Im Titelbild: Von links nach rechts: 1. und 2. Feuerwehrkommandant der FFW Laimbach, Lukas Schwengler und Tobias Kosse, Kreisbrandmeister Christoph Kurz, Schirmherrin MdB Emmi Zeulner, Erste Bürgermeisterin Clarissa Schmitt, Landrat Johannes Maciejonczyk sowie Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp
„Ihr wisst scho‘, wenn ihr mich als Schirmherrin wählt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ‚rengt‘ hoch“, so hatte es MdB Emmi Zeulner der Freiwilligen Feuerwehr Laimbach angekündigt. Doch die Laimbacher hielten an ihrer Entscheidung fest, und der heilige Florian hatte ein Einsehen, als der Festzug anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Wehr seine Runde zog: Die Himmelsschleusen schlossen kurzzeitig, so dass die 27 Gruppen trockenen Fußes ins Festzelt einziehen konnten.
Insgesamt 17 FFW-Mannschaften ließen es sich nicht nehmen, die Jubilarin zu ehren. Von Ebern, Ebing und sogar Stettfeld, waren die Kameradinnen und Kameraden, Groß und Klein, gekommen. Den Takt zum Marschieren gaben die Mürsbacher und Hofstettener Musikkapellen an. Außerdem begleiteten die Jubelwehr sechs Vereine aus Reckendorf sowie die Dorfgemeinschaft Laimbach, Ober-, Untermanndorf und Zeitzenhof. Ohne die Hilfe der letzteren wäre dieses Festes nicht möglich gewesen. Denn man feierte in Laimbach schon das ganze Wochenende, am Freitagabend hat es mit dem Aufstellen des Kirchweihbaums begonnen.
Beginn des Festzugs 150 Jahre FFW Laimbach mit Ehrengästen und Gemeinderat an der Dorfkapelle von Laimbach
Der Einzug der Fahnen, der Fahnenträger aus Ebing wuchtet die Fahne mit aller Kraft
Im Festzelt begrüßte Feuerwehrkommandant Lukas Schwengler daher nicht nur die Ehrengäste, sondern dankte allen Helferinnen und Helfern, stellvertretend seinem Zweiten Kommandanten Tobias Kosse, denn nur sie alle gemeinsam konnten das umfangreiche Programm so gelungen stemmen.
Bürgermeisterin Clarissa Schmitt war sichtlich stolz, wie viele Leute der Einladung gefolgt waren, stolz auf die Gemeinschaft, den Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Innerhalb der letzten 150 Jahre habe es in Laimbach stets Menschen gegeben, die ausgerückt sind, und nicht nur Sicherheit vermittelt, sondern vor allem im Miteinander diesen Ort geprägt haben. Man könne auf das Erreichte stolz zurückblicken, in Zukunft möge Kameradschaft und Zusammenhalt weiterhin bestehen bleiben. Zur Erinnerung und als Zeichen der Würdigung sollten sich die Aktiven FFW-ler anlässlich dieser „150 Jahre FFW Laimbach“ in das Goldene Buch der Gemeinde Reckendorf eintragen. Die Bürgermeisterin schloss mit den Worten: „Ich wünsche euch weiterhin eine starke Gemeinschaft, viele engagierte Menschen in Euren Reihen und für die nächsten 150 Jahre immer eine sichere Rückkehr von euren Einsätzen.“
Schirmherrin MdB Emmi Zeulner übergibt dem Ersten Kommandanten Lukas Schwenglerdas Fahnenband
18 Aktive bei 50 Einwohnern
Sodann lobte Landrat Johannes Maciejonczyk, was dieser Ort für die Festlichkeiten zu „150 Jahren FFW Laimbach“ auf die Beine gestellt habe. Die Jubelwehr hebe sich aber besonders dadurch ab, dass sie mit gerade 18 Aktiven bei knapp 50 Einwohnern die höchste Feuerwehrdichte im Landkreis Bamberg besitzt. Andere Orte könnten sich daran ein Beispiele nehmen. Der Landrat beleuchtete u.a. ihre wertvolle Aufgabe als Kulturträger für alle Feste, die in einem Ort stattfinden. Als Dank und Geschenk wurde dem Kommandanten eine Urkunde übergeben.
Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp sprach den Feuerwehrleuten für deren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Mitmenschen Anerkennung aus, denn „150 Jahre, das ist nicht nur eine Zahl, das ist Geschichte der gelebten Gemeinschaft!“ Nach der Übermittlung der Glückwunsche, auch im Namen des anwesenden Kreisbrandmeisters Christoph Kurz, wurde lobend erwähnt, dass Laimbach zusammen mit der Reckendorf Feuerwehr eine Kindergruppe ins Leben gerufen hatte, das sei Nr. 64 von 67 im nördlichen Sprengel.
Mitglieder der Jubel-Feuerwehr Laimbach vor dem Eintrag ins Goldene Buch, in der Mitte Erste Bürgermeisterin Clarissa Schmitt, eingerahmt von Schirmherrin MdB Emmi Zeulner und Landrat Johannes Maciejonczyk
In ihren Grußworten erinnerte MdB Emmi Zeulner daran, dass man solche Feste auch miteinander feiern müsse, damit man sich besser kennenlernt, unterhakt und füreinander einsteht. Sie bedankte sich bei den Verantwortlichen für die große Ehre, die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. Es sei das größte Geschenk, was Feuerwehrleute der Gemeinschaft schenken können: „Sie stellen Zeit, Mühe und Know How zur Verfügung, um in Not zu helfen“. Und sie sagte „vergelt’s Gott“ für diesen wunderbaren Dienst. Bedankt hat Emmi Zeulner sich auch bei den Kindern, die die Schilder im Festumzug getragen haben. Besonders Julian hatte als Erster das richtige Gespür und einen schnellen Schritt gewählt, bevor es zu regnen begann. Die Schirmherrin überreichte dem Kommandanten schließlich ein Fahnenband „Mit großem Dank, hoher Wertschätzung und tiefer Verbundenheit“, welches sich an den Wimpel des Bayerischem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, MdL, schmiegte.
Mit den Klängen der Bayern- und Deutschlandhymne schloss der Festakt. Für dessen musikalische Umrahmung zeigte sich die Blaskapelle Hofstetten verantwortlich. Am Ende trugen sich Ehrengäste und die Jubiläumswehr Laimbach in das Goldene Buch der Gemeinde Reckendorf ein. Unvergessliche Eindrücke blieben: Die Spalier-stehenden Ehrengäste vor dem Festzelt, als die ersten Regentropfen fielen, der Einzug der Standarten-schwenkenden Fahnenträger und die während der gesungenen Hymnen stolz in Ehrfurcht verharrende Feuerwehrfamilie.
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