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Drei Jahre Baustelle stehen vor der Tür

Im Herbst will das Straßenbauamt mit dem Bau der ersten Behelfsbrücke beginnen und damit den Neubau der Brücken südlich von Baunach starten. Rund drei Jahre Baustelle sind geplant. Danach können nicht mehr nur Autos und LKWs, sondern auch Radfahrer und Fußgänger die Brücken entlang der B279 nutzen.

Es wird eine echte Großbaustelle, wenn ab Herbst 2016 zunächst die Mainflutbrücke und anschließend die Mainbrücke und die Baunachbrücke kurz vor der Ortseinfahrt von Baunach neu errichtet werden. 1932 wurden sie gebaut, 1958 komplett erneuert. 2013 zeigte dann eine Untersuchung, dass die Bauwerke deutliche Mängel aufweisen und eine Instandsetzung nicht mehr sinnvoll wäre. Den Brücken fehlt außerdem ein Geh- und Radweg, der bislang als Dauerprovisorium unter den Brücken verläuft. Im Rahmen des Neubaus sollen auch die Fahrbahnbreiten, aus heutiger Sicht für eine Bundesstraße zu schmal, erhöht werden.

Da eine Umleitung des Verkehrs nur schwer möglich wäre, hat sich das Straßenbauamt für drei Behelfsbrücken entschieden, die erste soll ab Herbst 2016 aufgebaut und nach dem Neubau der Mainflutbrücke wieder zurückgebaut werden. Dann kommt die Behelfsbrücke für die Mainbrücke an die Reihe, und so weiter, bis schließlich 2020 die Gesamtmaßnahme mit dem Neubau der Baunachbrücke ihr Ende finden wird. Der Baunacher Stadtrat musste sich in seiner Sitzung vom 7. Juni 2016 mit dem Thema befassen und hatte generell keine Einwände gegen die Baumaßnahme – wichtig sei nur, dass die Behelfsbrücken auch zweispurig ausgeführt würden, um den Verkehr nicht weiter zu beeinträchtigen.

Brücken Baunach 2016 [1]
Im markierten Bereich wird ab Herbst 2016 gebaut.

ILEK und VC 2.0 für die Baunach-Allianz

Einen deutlichen Schritt nach vorne hat in den vergangenen Wochen die „Baunach-Allianz“ [2] gemacht, der auch die Stadt Baunach beigetreten ist. Zusammen mit den angeschlossenen Kommunen soll nun ein „Integriertes ländliches Entwicklungskonzept“ (ILEK) in Kombination mit einem Vitalitätscheck (VC 2.0) erstellt werden. Solche Untersuchungen sind unter anderem Voraussetzung, um später Fördergelder aus der Städtebauförderung zu erhalten. ILEK und VC 2.0 werden ebenfalls gefördert, sie kosten rund 80.000 beziehungsweise 63.000 Euro. Für jede Mitgliedskommune in der Allianz fallen 1,31 Euro pro Einwohner ohne den Posten Öffentlichkeitsarbeit an, für Baunach macht das etwas mehr als 5.000 Euro aus. Die Stadträte stimmten der Weiterführung einstimmig zu. Durchführen wird das ILEK und den VC 2.0 das „Ingenieurbüro für Planung und Umwelt“ (IPU) aus Erfurt. Die Erstellung wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen, danach muss Baunach noch selbst ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) beauftragen, wie es aktuell in Breitengüßbach läuft. Vor einigen Jahren ließ auch Zapfendorf ein solches erarbeiten.

In seinem Kurzbericht ging Bürgermeister Ekkehard Hojer auf die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Baunach ein, die im Mai stattgefunden hatte. Wichtigstes Thema war die Sanierung der Schule [3]. Zunächst soll die störungsanfällige Heizungsanlage ausgetauscht werden, etwa 650.000 Euro sind dafür veranschlagt. Die gesamte Sanierung wird etwa zehn Millionen Euro kosten, Förderungen sind im Rahmen von 45 bis 50 Prozent denkbar. Ein Teilsanierungskonzept für verschiedene „Bauabschnitte“ soll nun erstellt werden.

Über die Barrierefreiheit im Bürgerhaus informierte Hojer ebenfalls: Aufgrund der hohen Auslastung der Handwerksbetriebe verzögert sich der Einbau von elektronischen Türöffnern. Die Installation sei, nach der Einholung von Angeboten, bereits vergeben.

Luftbild: Google Earth