Nachrichten-am-Ort-Region
Unterbringungsbefehl nach Vorfall in Mürsbach erlassen
RATTELSDORF. Nach dem polizeilichen Schusswaffengebrauch am Samstagmorgen in Mürsbach hat der zuständige Ermittlungsrichter am Sonntag einen Unterbringungsbefehl gegen den 38-jährigen Beschuldigten erlassen.
Am Samstagmorgen hatten mehrere Zeugen einen offenbar verwirrten Mann mit zwei Messern im Rattelsdorfer Gemeindeteil Mürsbach gemeldet. Im Rahmen der daraufhin eingeleiteten Fahndung trafen Polizeibeamte den 38-jährigen Deutschen an. Im weiteren Verlauf kam es zum Schusswaffengebrauch durch die Polizei. Der Mann erlitt dabei eine nicht lebensgefährliche Schussverletzung am Bein.
Am Sonntag erließ der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Unterbringungsbefehl gegen den Beschuldigten, nachdem ein Sachverständiger ihn als psychisch beeinträchtigt und für die Allgemeinheit als gefährlich eingestuft hat. Nach Abschluss der medizinischen Behandlung der Schussverletzung wird der 38-Jährige in einer Bezirksklinik untergebracht.
Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Bamberg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bamberg übernommen. Gegen den 38-Jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Landkreis Bamberg
POMMERSFELDEN. Verkehrsbedingt musste am Sonntagnachmittag eine 32-jährige Autofahrerin abbremsen, als sie von der Staatsstraße 2263 nach rechts in Richtung B 505 einbiegen wollte. Dies erkannte ein nachfolgender 73-jähriger Opel-Fahrer zu spät und fuhr auf das Fahrzeug der 32-Jährigen auf. Durch den Anstoß erlitt die Skoda-Fahrerin leichte Verletzungen. Insgesamt wird der entstandene Blechschaden an beiden Autos auf etwa 1.000 Euro geschätzt.
MEMMELSDORF. Leichte Verletzungen erlitt am späten Samstagnachmittag eine 68-jährige Pedelec-Fahrerin bei einem Verkehrsunfall. In der Hauptstraße fuhr die Seniorin offensichtlich aus Unachtsamkeit gegen einen ordnungsgemäß am rechten Fahrbahnrand geparkten Pkw, Hyundai Tucson. Durch den Anstoß stürzte die Radlerin über den Lenker und zog sich Prellungen und Schürfwunden zu. An der Heckseite des Pkw entstand Schaden von ca. 2.000 Euro; am Pedelec belaufen sich die Reparaturkosten auf etwa 100 Euro.
EBRACH. Am Samstagmittag verunglückte ein 73-jähriger Motorradfahrer und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Auf der Strecke von Füttersee in Richtung Großbirkach kam der Yamaha-Fahrer nach einer Straßenkuppe nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte in eine angrenzende Wiese. Nach Erstversorgung an der Unfallstelle wurde der Verletzte durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Motorrad entstand Totalschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.
LITZENDORF. Während des Festumzuges am Samstagnachmittag wollte ein Pkw-Fahrer in der Geisfelder Straße mit seinem Fahrzeug wenden. Zeitgleich fuhr eine Autofahrerin rückwärts aus einer Parklücke heraus. Um dies zu ermöglichen setzte der BMW-Fahrer ein Stück zurück und touchierte dabei eine Mauer. Am BMW entstand dabei ein Schaden von ca. 1.000 Euro. Die Autofahrerin fuhr davon. Zeugen der Unfallflucht sowie die Autofahrerin werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310, in Verbindung zu setzen.
Zahlreiche Unfälle im Starkregen auf den Autobahnen rund um Bamberg
Bamberg. Am Sonntag kam es bei starken Regenfällen in den Landkreisen Bamberg und Forchheim zu zahlreichen Aquaplaning-Verkehrsunfällen auf den Autobahnen. Leider wählten viele Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit bei den vorliegenden schlechten Witterungsverhältnissen viel zu schnell und mussten dafür die Konsequenzen erleiden.
Gleich am Sonntagmorgen schleuderte eine 35-jährige Frau mit ihrem BMW auf der A70 (Richtung Bayreuth) bei Stadelhofen heftig in die Mittelschutzplanke und kam anschließend entgegen der Fahrtrichtung stehend auf dem Seitenstreifen zum Stillstand. Leider wurde sie dabei leicht verletzt und kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der BMW wurde erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf über 30.000 Euro geschätzt.
Am Sonntagabend nahmen die Unfälle dann erheblich zu. Zuerst fuhr gegen 18:20 Uhr am Autobahnkreuz Bamberg ein 30-Jähriger mit einem BMW zu schnell auf die A70 in Richtung Bayreuth auf. Dabei brach ihm in der Auffahrtskurve im Starkregen sein Heck aus und er krachte in die Mittelschutzplanke. Er blieb dabei unverletzt, aber es entstand Gesamtschaden von etwa 6.000 Euro.
Noch nicht mal eine Stunde später setzte ein 36-Jähriger mit einem VW auf der A70 (Richtung Schweinfurt) bei Oberhaid zu einem Überholmanöver an. Laut eigenen Angaben sei er etwa 150 km/h gefahren, obwohl die Fahrbahn im Starkregen bereits deutliche Pfützenbildungen zeigte. So kam er ins Schleudern, drehte sich über beide Fahrstreifen und krachte in die Außenschutzplanke. Zahlreiche Trümmerteile wurden über die gesamte Fahrbahn verteilt. Er blieb ebenfalls unverletzt, aber der VW musste abgeschleppt werden und der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 15.000 Euro.
Extrem hoher Sachschaden entstand etwa eineinhalb Stunden später, als ein 40-Jähriger mit einem angemietetem Porsche auf der A73 in Richtung Nürnberg unterwegs war und diesen bei Strullendorf schrottete. Er verlor im Starkregen aufgrund völlig unangepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über den Sportwagen und krachte heftig in die Mittelschutzplanke. Auch er blieb mit viel Glück unverletzt, aber der Gesamtschaden wird hier auf über 180.000 Euro geschätzt.
Die Verkehrspolizei bedankt sich bei den zahlreichen Feuerwehren, die hier überall tatkräftig im Einsatz waren.
Am frühen Morgen sprach zuletzt noch ein 33-Jähriger bei der VPI Bamberg vor und meldete, dass er mit einem Ford bereits gegen 19:00 Uhr bei Hirschaid auf der B505 in Aquaplaning geraten und nach zweimaliger Drehung in die Schutzplanke gekracht sei. Da der Ford danach nicht mehr fahrbereit gewesen war, hatte er sich von einem Freund abschleppen lassen und sich dabei unerlaubt von der Unfallstelle entfernt. Erst zu Hause bemerkte er, dass er bei dem Unfall sein vorderes Kennzeichen verloren hatte, was ihn dazu veranlasste, sich selbst bei der Polizei zu stellen. Die Unfallstelle und auch sein Kennzeichen konnten daraufhin aufgefunden werden. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 5.000 Euro. Ein Strafverfahren wegen Unerlaubten Entfernen vom Unfallort wurde eingeleitet und auch eine Beihilfehandlung durch seinen Freund wegen des Abschleppens geprüft.
Titelfoto: Polizei Bayern
