Im Titelbild: Die Vorsitzenden des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bamberg-Forchheim, die Landräte Johannes Maciejonczyk (Bamberg) und Hanngörg Zimmermann (Forchheim) sowie Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier (Bamberg) eröffnen mit Geschäftsführerin Christine Feldbauer und der Buttenheimer Bürgermeisterin Dr. Stephanie Auer-Neuberg die neue Integrierte Leitstelle. Foto: Stadt Bamberg: Sonja Seufferth
Eine Herzkammer der Notfallrettung für die Region Bamberg-Forchheim pulsiert ab sofort in Buttenheim. Nach knapp dreijähriger Bauzeit wurde dort nun für rund 28 Millionen Euro die neue Integrierte Rettungsleitstelle für die Stadt Bamberg und die Landkreise Bamberg und Forchheim in Betrieb genommen.
„Mit unserer neuen Leitstelle sorgen wir für die Sicherheit unserer Bevölkerung. Unsere Leitstellendisponenten steuern die Notfallrettung für ein Drittel der Einwohner Oberfrankens“, verdeutlichte der Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bamberg-Forchheim, Bambergs Landrat Johannes Maciejonczyk, die Bedeutung der Einrichtung und nahm diese mit seinen Co-Vorsitzenden Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Hanngörg Zimmermann sowie Staatminister Thorsten Glauber offiziell in Betrieb.
Die Zahl der jährlichen Einsätze hat sich nach den Worten des Bamberger Landrates von 57.000 zum Start der gemeinsamen Leitstelle im Jahr 2010 auf zuletzt 125.000 Einsätze (2025) mehr als verdoppelt. Die Leitstelle koordiniert die Einsätze von 313 Feuerwehren mit rund 12.500 Aktiven, fünf Rettungsdiensten, von zwei Wasserrettungsorganisationen, drei Einheiten des THW und von vier Bergwachten.
Mit der Zahl sind auch die Anforderungen an die Notfallrettung gestiegen. Weil Hardware, Sicherheitsmaßnahmen und Raumbedarf am bisherigen Standort unweit des Klinikums im Bamberg nicht auf den neuesten Stand gebracht werden konnten, hat der Zweckverband im Juni 2021 beschlossen, eine neue Integrierte Leitstelle in Buttenheim zu bauen.
„Die neue Leistelle hebt den Schutz unserer Bevölkerung zum richtigen Zeitpunkt auf die nächste Ebene“, dankte Johannes Maciejonczyk den „Vätern“ des Projektes, den Landräten a.D. Johann Kalb und Herrmann Ulm sowie Oberbürgermeister a.D. Andreas Starke für die Weitsicht. „Die weltpolitischen und klimatischen Veränderungen der jüngsten Vergangenheit erfordern zusätzliche Anforderungen, die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die neue Leitstelle fügt sich hervorragend in die vielfältigen Bestrebungen ein, den Zivil- und Katastrophenschutz deutlich zu verbessern.“
„Neue Gefahrenlagen werden zunehmen. Hier gibt es dafür bestmögliche technische und personelle Voraussetzungen“, war der Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, überzeugt. „Wir verfügen nun über die modernste Digitaltechnik. Und unsere Blaulichtfamilie ist im Haupt- und Ehrenamt wunderbar verschränkt.“
„Die Wirkung des Gebäudes reicht weit über unsere Gemeindegrenze hinaus. Buttenheim ist zu einem besonderen Ort der Gefahrenabwehr in der Region geworden“, war Bürgermeisterin Dr. Stephanie Auer-Neuberg stolz auf die neue Institution in ihrer Gemeinde.
Dr. Florentin von Kauffmann, Vorsitzender des Verbands Bayerischer Leitstellenleiter wähnte das Team um Geschäftsführerin Christine Feldbauer „unmittelbar am Puls der Gefahrenabwehr. Die beste Technik kann sich nur dann gut entfalten, wenn die Menschen die richtigen Entscheidungen treffen.“
Landratsamt Bamberg, Stadt Bamberg
