„Wir brauchen mehr Möglichmacher!“

Im Titelbild: Josef Thomann nimmt als ältester Kreisrat dem neuen Landrat Johannes Maciejonczyk den Amtseid ab. (Foto: Ronald Rinklef)

„Ich hab Bock drauf. Ich hab große Lust darauf, diese neue Aufgabe mit Optimismus, Freude, Leidenschaft und Herzblut anzugehen. Und: Ich bin verliebt ins Gelingen und lade gerne alle ein, daran mitzuwirken, unseren Landkreis in eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln. Wir brauchen mehr Möglichmacher und weniger Bedenkenträger.“ Der Bamberger Landrat Johannes Maciejonczyk sprach am Dienstag, 5. Mai, nicht nur den formellen Amtseid.

Er machte bei der offiziellen Einführungsfeier vor rund 150 Gästen im großen Sitzungssaal des Landratsamtes auch deutlich, dass eine erfolgreiche Entwicklung des Landkreises nur durch ein funktionierendes Miteinander gelingen wird.

„Der Schwerpunkt meiner Arbeit wird weiterhin auf Bildung und Forschung, Wirtschaft, Kultur und Versorgung, insbesondere der medizinischen Versorgung sowie der Mobilität liegen. Und dies alles auf der Basis eines urchristlichen Gedankens“, so Landrat Maciejonczyk, „die Bewahrung der Schöpfung vor allem für unsere nachfolgenden Generationen.“

„Themen im Landkreis gibt es viele“, so Johannes Maciejonczyk, „jede Wahlperiode hält aber auch Themen bereit, die auf keinem Wahlprogramm standen – zuletzt waren das die Flüchtlingskrise oder die Corona-Pandemie. Mir geht es heute bei meiner Einführungsveranstaltung darum, Ihnen meine Haltung zu vermitteln. Gerade in solchen Situationen kommt es auf Geradlinigkeit, Klarheit, Berechenbarkeit, Nüchternheit, Sachlichkeit und auf einen klaren Werte-Kompass an, um den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.“

Johannes Maciejonczyk wird im Beisein vieler Gäste offiziell in sein neues Amt als Landrat des Landkreises Bamberg eingeführt. (Foto: Ronald Rinklef)

„Ein Landrat ist der Gestalter seines Landkreises. Ich bin sehr gespannt, welchen Stempel du dem Landkreis Bamberg aufdrücken wirst“, so Regierungspräsident Florian Luderschmid in seiner Festansprache. „Die Entwicklung der Krankenhauslandschaft wird sicher einer der schwierigsten Punkte werden.“ – „Du wirst als Ansprechpartner, Vermittler, Brückenbauer oder Vertrauensmann gebraucht, um zu informieren, zu diskutieren, zu verhandeln und Kompromisse zu schließen.“

„Das Wahlergebnis ist ein Beweis des großen Vertrauens, das die Menschen im Landkreis in dich setzen. Das zeigt, dass du auf Menschen zugehen kannst, sie verstehst“, so der Regierungspräsident. „Das wird dir wunderbare Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen.“

„Es geht um Menschen, um Familien, um Lebensrealitäten, um Schicksale. Das Gemeinwohl ist der Kompass, das Wohl der Familien, Kinder, Senioren“, wünschte Josef Thomann dem neuen Landrat „weiterhin den richtigen Blick für die Menschen in unserem Landkreis. Behalte das Menschliche!“ Als ältester Kreisrat – und zufällig Nachbar in Burgerbrach – nahm Thomann dem neuen Landkreischef den Amtseid ab.

Die Kaminkehrer des Landkreises als Glückbringer bei der Amtseinführung von Landrat Johannes Maciejonczyk mit seiner Frau Dr. Monika Riemer-Maciejonczyk. (Foto: Ronald Rinklef)

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Mehr als nur eine Randnotiz bei der Einführungsfeier war eine neue Allianz von Landkreis und Stadt Bamberg. Der neue Oberbürgermeister Sebastian Niedermayer saß direkt an der Seite des neuen Landrates. Johannes Maciejonczyk: „Wir sehen es als noch nie dagewesenes Symbol einer gedeihlichen Zusammenarbeit, erstmals in der Geschichte von Stadt und Landkreis Bamberg die neue Wahlperiode mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Montag, 11. Mai, um 18.30 Uhr, in Sankt Martin zu beginnen. Das ist Ausdruck unserer gemeinsamen Überzeugung eines christlichen Wertefundamentes, das fest im Glauben verankert ist.“

„Am 1. Mai hat ein neues Kapitel für unseren Landkreis begonnen: 22 neue Mitglieder im Kreistag, 15 neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Du. lieber Johannes an der Spitze unseres Landkreises.“ Landrat a. D. Johann Kalb begrüßte zu Beginn die Gäste. „Du hast zwölf Jahre mit großem Erfolg die Marktgemeinde Burgebrach geführt, warst einer meiner Stellvertreter und hast im Kreisausschuss, im Aufsichtsrat der GKG oder im Regionalen Planungsverband Oberfranken-West mitgearbeitet. Ich bin mir sicher: Du bist dieser neuen Herausforderung gewachsen!“

Die Lehrkräfte der Kreismusikschule umrahmten den Festakt musikalisch. Die Kaminkehrer im Landkreis standen für die Gäste als Glückbringer Spalier.

Landratsamt Bamberg

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