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Freude bei der Wehr: Heutigen Ansprüchen angepasst

Im Titelbild: Ehrendamen, Mitwirkende der FFW Zückshut, Ehrengäste und Vorstände der benachbarten Feuerwehren vor dem geweihten TSF-L.

„Du sollst Gott lieben, du sollst den Nächsten lieben, wie dich selbst.“ Diese Zeilen des Evangeliums stellten Pfarrerin Susanne Wittmann-Schlichtweg und Pfarrreferentin Christine Goltz in den Vordergrund des ökumenischen Wortgottesdienstes am Tag der Feuerwehrfahrzeug-Weihe in Zückshut.

Anlass waren die Weihen des lang ersehnten Fahrzeuges und eines Anbaus am Gerätehaus bei der Freiwilligen Feuerwehr Zückshut. Im festlich geschmückten Zelt neben dem Feuerwehrheim waren die nachbarlichen Wehren aus der Gemeinde , nämlich Breitengüßbach, Hohengüßbach und Unteroberndorf, sowie aus Laubend (Gemeindeteil von Memmelsdorf) versammelt, um dieses Fest gebührend zu feiern.

Jene zwei gleichwertigen, von Jesus genannten Gebote, würden den Kern des Glaubens bilden, so betonten die Seelsorgerinnen. Auch Feuerwehrleute stellen ihren Dienst in den Schutz Gottes, sie selbst seien jedoch auch Schutz für die Allgemeinheit: Sie sind hilfsbereit, haben offene Augen und Ohren sowie einen wachen Verstand. Der  Wortgottesdienst wurden musikalisch von GüßBrass, Wood & Co. – einer Bläsergruppe des Musikvereins Breitengüßbach – begleitet.

Der Weiheakt und Begrüßung

Nach dem Segen ging es vor das Feuerwehrgerätehaus an die Straße, um auch das neue Fahrzeug zu weihen. Dies erfolgte wiederum durch die Pfarrerin und Pastoralreferentin im ökumenischen Einklang. Zugleich wurden alle gesegnet, die mit dem Auto ihren Einsatz fahren. Mit der anschließenden Weihe des neuen Anbaus wurde der Schutz Gottes für alle erbeten, die sich hier für das Gemeinwohl engagieren.

Sodann ergriff Erste Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder das Wort und begrüßte die anwesenden Ehrengäste und Wehren, sowie den Gemeinderat, der den Weg zur Finanzierung von Autokauf und Anbau durch Beschluss geebnet hatte.

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Segnung des Feuerwehrfahrzeuges durch Pastoralreferentin Christine Goltz (rechts) und Pfarrerin Susanne Wittmann-Schlechtweg

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Der Neuzugang

Erster Kommandanten Markus Kreppel, erklärte dem Publikum, dass nach über 30 Jahren ein neues Fahrzeug überfällig war. Die Ausstattung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs-Logistik (TSF-L) sei den heutigen Ansprüchen angepasst und ergänzt das Gesamtkonzept der Orts- und Landkreisfeuerwehren mit Blick auf Brandbekämpfung und Verkehrsunfällen. Bei Kosten in Höhe von ca. 261.000 Euro hat einmal der Freistaat Bayern rund 63.000 Euro zugeschossen.

Eine Besonderheit sind weitere zehn Prozent Zuwendungen, da das Projekt in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Stadt Schlüsselfeld für deren FFW Thüngfeld gemeinsam ausgeschrieben wurde. Beide hatten als Fahrgestell das Modell „IVECO Dailly“ gewählt, den Aufbau von der Firma Compoint Fahrzeugbau aus Forchheim sowie die Einrichtung aus den Hallen der Fa. Wolfgang Jahn GmbH, Wendelstein. Letztere Vorrichtungen (Rollwagen und Gitterbox) sind insbesondere für Unwetter und Waldbrand vorgesehen. Weitere Mitwirkende bei der Planung waren Christoph Grzelka, Thomas Hosper, Jürgen Hümmer und der Zweite Kommandant Daniel Hatzold.

Missstände behoben

Stellvertreter Hatzold und Bauamtsleiter Markus Schmitt, zeigten sich zudem für die Kooperationsarbeiten am Anbau zuständig, der vom Büro Mario Walter und Bernhard Milsch (Statik) geplant worden war. Er bietet mehr Platz für die Umkleiden und Stauraum, eine bessere Beleuchtung sowie Fußbodenheizung und Einrichtung zur Notstromeinspeisung.

Begonnen wurde im September 2025, die Kosten betrugen 160.000 Euro. Bei der Prüfung im Jahr 2020 durch den damaligen Kreisbrandinspektor Thomas Renner waren die Zustände im Feuerwehrheim angemahnt worden. Jetzt, als Kreisbrandrat, freute sich Renner, nachdem er die anwesenden Wehren begrüßt hatte, dass die Missstände jetzt endlich behoben und die geltenden Unfallvorschriften beachtet worden sind.

Dank und Anerkennung

Er dankte für die Segnung des Fahrzeuges, „denn an Gottes Segen ist alles gelegen“. Dieses sei zwar für den aktuellen Brandschutz angeschafft worden, doch lobte er den Weitblick, dass man sich bei der Ausstattung an die aktuellen Gefahrenlagen angepasst hat. Trotz Ehrenamtlichkeit ist es ein Vertrauensvorschuss, so Kreisbrandrat Renner, dass sich das Personal dafür bereit erklärt und sich zu einem sachgemäßen Umgang damit ausbilden lässt. Auch der amtierende Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp und Kreisbrandmeisterin Monika Schramm ließen es sich nicht nehmen, der Weihe beizuwohnen.

Wolfgang Möhrlein brachte zuvor in Stellvertretung des Landrates Grüße und Glückwünsche. Es gebe 182 Feuerwehren im Landkreis Bamberg, doch nicht jede bekomme ein TSF-Logistikfahrzeug mit zusätzlichem Zubehör für die Waldbrandbekämpfung. Die Kameraden leisten ihren Dienst am Nächsten ehrenamtlich, 365/24/7. Damit sei der Landkreis sicher, und er bat für dieses Engagement um Applaus. Mit einem solchen neuen Fahrzeug könne man sicher auch die Jugend begeistern.

Als Geschenk brachte Bürgermeisterin Reinfelder einen Defibrillator mit, der am Eingang des Anbaus angebracht wird. Von den benachbarten Wehren folgten Spenden für die Tankfüllung, ein Zuschuss für noch zu beschaffende Gegenstände sowie als Mitbringsel ein Grill, da das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz kommen sollte.


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