Im Titelbild: Auf der neuen Brücke bei der Dorfeinfahrt, von links: Günter Förtsch (Bauoberleitung VfLE), Manfred Ellner (Ehrenamtlicher vor Ort), Thomas Müller (Abteilungsleiter für Land- und Dorfentwicklung ALE), Wolfgang Möhrlein (Stellvertretender Landrat), Sascha Günther (Erster Bürgermeister), Tobias Ebert (Zweiter Bürgermeister), Pius Schmelzer (Ehem. Sachgebietsleiter ALE), Stefan Gröger (Dritter Bürgermeister), Angelika Joachim (Gemeindereferentin Pastoraler Raum HAS-Ost), Clarissa Schmitt und Tobias Roppelt (Stellvertreterin und Vorsitzender der VG Baunach)
Der heilige Veit als Ortspatron hatte ein Einsehen mit seiner Gemeinde und schob die Regenwolken zur Seite, damit die Bürger die Weihe ihres Dorf- und Parkplatzes vor der Laimbachtalhalle gebührend feiern konnten. Die Geracher Dorferneuerung ist damit offiziell abgeschlossen.
Zunächst galt es aber, Dank zu sagen und um Gottes Segen für die vollendeten Arbeiten zu bitten. Gemeindereferentin Angelika Joachim (Pastoraler Raum Haßberge Ost) lobte die Ausführung: „Schön ist es geworden! Schön im Sinn der Schöpfung und mit der Kreativität Gottes ist es mit vielen Köpfen und Händen sowie viel Freude gewachsen“. Auch die Kapelle ‚am Damla‘ war mit einbezogen worden, der Zugang ist jetzt barrierefrei. In die abschließende Weihe und Segnung der Theologin wurden alle aufgenommen, die geholfen hatten, zudem die neuen Anlagen und der Brunnen. Zusätzlich bat sie, alles vor jeglicher Beschädigung zu bewahren. Es handle sich um Geschenke die allen zuteilwurden.
Weihe des Platzes durch Gemeindereferentin Angelika Joachim (Pastoraler Raum Haßberge Ost)
Nach Begrüßung der Ehrengäste erinnerte Erster Bürgermeister Sascha Günther an die Anfänge der Dorferneuerung: „2008 war der Startschuss, wobei man sich zuerst dem Kirchenumfeld widmen wollte. Nachdem die Kellerrechte nicht geklärt werden konnten, richtete sich der Fokus auf den Platz bei der Kapelle“. Die Dorferneuerung umfasst schließlich die Ortseinfahrt und den Kapellenvorplatz, die Neugestaltung der Parkmöglichkeiten vor der Halle sowie die Maßnahmen unter der Erde, fasste Günther zusammen. Der Weg sei nicht einfach gewesen. Staub, Lärm und Umleitungen, das alles mussten die Anwohner ertragen. Mit Dank für ihr Verständnis und ihre Geduld begann der Lobeshymnus, unter anderem namentlich genannt wurden die Vertreter sowohl des Amts wie auch des Verbands für Ländliche Entwicklung, Pius Schmelzer (ehemaliger Sachgebietsleiter) und Günter Förtsch (Bauoberleiter), der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Christian Gemeinhardt, Jennifer Lerche und Susanna Müller, von denen sich letztere drei allerdings im Urlaub befanden, und an die der Dank weiter gereicht werden sollte. „Viele haben uns auf diesem Weg der Dorferneuerung begleitet, neben der ausführenden regionalen Firma der Gemeinderat und die Verwaltung in Baunach im Hintergrund“, fügte der Bürgermeister hinzu. Für die Dorfgemeinschaft bilde dies einen weiteren Meilenstein, denn Heimat sei nicht einfach ein Fleck auf der Landkarte. Die Entwicklung der Gemeinde ist noch nicht abgeschlossen. „Man investiert nicht in das Jetzt, sondern in die Zukunft“, appellierte das Gemeindeoberhaupt.
Auch einen Eisautomaten gibt es …
Ländlicher Raum braucht Unterstützung
Den Reigen der Grußworte begann der stellvertretende Landrat, Wolfgang Möhrlein, der Gerach zu dieser Investition beglückwünschte. Schon die Einfahrt in das Dorf darf als gelungen bezeichnet werden. Dank sei allen gesagt, doch insbesondere den Ehrenamtlichen der Teilnehmergemeinschaft. Die Ämter seien wichtige Partner, und es blühen in dieser Projektform Demokratie, Tradition und Gemeinschaftsgeist auf.
Thomas Müller, Abteilungsleiter für die Land- und Dorfentwicklung-ALE, nannte 1,8 Millionen Euro als die Summe der verbauten Maßnahmen. Davon trägt der Freistaat Bayern eine Million. Es müsse jedoch die Politik stets daran erinnert werden, dass sie diese Gelder für den Ländlichen Raum frei gibt. Nicht nur Städte dürfen unterstützt werden, sondern auch das Umland. Gerach erhielt als Mitglied der Baunach-Allianz eine weitere Förderung aus dem Kreis- und Bezirksübergreifenden Regionalbudget in Höhe von zehn Prozent, also 180.000 Euro. Nach ersten Schätzungen sei man hier im Rahmen geblieben, die Restarbeit der Abrechnung stehe noch aus.
Da mit den Planungen vor zehn Jahren begonnen worden war, gab Müller das Wort an Pius Schmelzer, der die Maßnahme von Anfang an betreut hat. Obwohl bereits in Pension ließ er es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Gerachern diesen glücklichen Moment der Fertigstellung zu feiern. „Aus einer Betonwüste der 1970er Jahre ist etwas wunderschönes geworden“, blickte er zurück.
An der neu gestalteten Treppe zur Laimbachtalhalle. Vorne: Wolfgang Möhrlein (Stellvertretender Landrat), Manfred Ellner (Ehrenamtlicher vor Ort), Tobias Ebert (Zweiter Bürgermeister), Pius Schmelzer (ehem. Sachgebietsleiter ALE), Sascha Günther (Erster Bürgermeister); Hintere Reihe: Günter Förtsch (Bauoberleitung VfLE), Angelika Joachim (Gemeindereferentin Pastoraler Raum HAS-Ost), Thomas Müller (Abteilungsleiter für Land- und Dorfentwicklung ALE) sowie Stefan Gröger (Dritter Bürgermeister)
Während der Corona-Zeit galt es Umlaufbeschlüsse zu treffen, man habe den Kanal mitsaniert und die regionale Firma sei ein Glücksgriff gewesen. Ursprüngliche Probleme mit im Untergrund verlegtem Wellblech bedeuteten gleich zu Beginn eine Kostenmehrung. „Doch man könne nicht auf etwas Kaputtem etwas Neues bauen“, und so lobte Pius Schmelzer den damaligen Gemeinderat, der am Strang mitgezogen hatte. Über 100 Jour-Fix-Termine führten zu diesem jetzt sichtbaren Ergebnis: Es wurde ein Ort der Begegnung geschaffen. Das Buswartehäuschen und die Pergola mit dem Eisautomaten fügen sich hervorragend in die neue Struktur des Dorfplatzes ein. Die Zugänge zur Kapelle und zur Laimbachtalhalle sind barrierefrei. Zu danken sei denjenigen, schloss Schmelzer, die die Anlage in Zukunft pflegen und die Pflanzen, Bäume und Rosensträucher hegen. Im anschließenden gemütlichen Teil wurden die Bürger zu familienfreundlichen Preisen vom Gemeinderat bewirtet.



