Im Titelbild: Ein im Gemeinderat 2025 gezeigte Planung für das Gebäude. Quelle: Architekt Joachim Schlund
Der Markt Zapfendorf hat sich in den vergangenen Monaten beziehungsweise Jahren intensiv mit der Planung eines „Hauses der Gesundheit“ auf einer Teilfläche des ehemaligen Gaststättengeländes „Hofmann“ („Hauptstraße 26“) in Zapfendorf beschäftigt. Ziel dieses Projekts war es, die medizinische und gesundheitliche Versorgung vor Ort nachhaltig zu stärken und für die Bürgerinnen und Bürger eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen.
Nach vielen Gesprächen und Abstimmungsterminen mit allen Beteiligten wurden die Planungen im Rahmen der Marktgemeinderatssitzung am 17.07.2025 [6] durch den Investor erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Vorgesehen waren unter anderem Räumlichkeiten für eine Arztpraxis, eine Apotheke sowie eine Praxis für Physiotherapie mit Fitnessbereich. Zusätzlich sollte eine größere Anzahl an öffentlichen Parkplätzen entstehen.
Im Laufe der weiteren Planungen ist es dabei zu baurechtlichen Herausforderungen gekommen. Leider stieß das Vorhaben, trotz anfänglicher positiver Haltung, auf den Widerstand eines angrenzenden Nachbarn. Dieser besteht nun auf der vollständigen Einhaltung der gesetzlichen Abstandsflächen. Dies hätte eine deutliche Verkleinerung des geplanten Gebäudes zur Folge. In der reduzierten Form sind die vorgesehenen Räume nicht mehr ausreichend, um einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb der jeweiligen Einrichtungen zu ermöglichen.
Nach sorgfältiger Prüfung und realistischer Bewertung aller Rahmenbedingungen hat der Investor daher entschieden – und dies Mitte Januar 2026 der Gemeinde mitgeteilt -, das Projekt in der geplanten Form nicht weiterzuverfolgen.
Diese Entwicklung ist sowohl für den Markt Zapfendorf als auch für den Investor sehr bedauerlich, da bereits ein erheblicher zeitlicher, personeller und finanzieller Aufwand entstanden ist und das Projekt einen wichtigen Beitrag zur örtlichen Gesundheitsversorgung hätte leisten können.
Es ist besonders für den Markt Zapfendorf ein großer Verlust, dass dieses Vorhaben nun nicht verwirklicht wird.
Unabhängig davon bleibt die Sicherstellung einer guten medizinischen Versorgung ein zentrales Anliegen der Gemeinde. Es wird geprüft, ob das Konzept zu einem späteren Zeitpunkt an einem alternativen Standort realisiert werden kann. Entsprechende Gespräche mit den Beteiligten werden fortgeführt.
Über die weiteren Entwicklungen werden wir informieren.
Michael Senger, Erster Bürgermeister. Sabine Köhlerschmidt, Zweite Bürgermeisterin. Joachim Schlund, Vertreter des Investors
