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Der älteste Verein im Markt feierte Jubiläum

Im Titelbild: Bei bestem Wetter führte der Festumzug einmal durch den Ort und dann weiter zum Festzelt vor der Kirche.

Mit einem Festumzug durch den Ort, Musik, zahlreichen Gästen und vielen würdigenden Worten hat die Freiwillige Feuerwehr Oberoberndorf am Wochenende ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Die Wehr ist zugleich der älteste Verein im Markt Zapfendorf.

Nicht nur die Geschichte der Wehr, sondern vor allem ihre Bedeutung für das Gemeinschaftsleben in dem kleinen Zapfendorfer Gemeindeteil war groß Thema am Festwochenende. Der Festumzug am Sonntag führte durch Oberoberndorf bis zum Festzelt in der Ortsmitte, wo anschließend die Grußworte gesprochen wurden. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass die Feuerwehr ist nicht nur eine Organisation, sondern ein fester Bestandteil des Ortes ist. Besonders hervorgehoben wurden der Zusammenhalt und die gelebte Gemeinschaft im Dorf.

Gegründet wurde die Feuerwehr am 3. September 1876 mit damals 43 aktiven Kameraden. Bereits wenige Tage später, am 13. September 1876, wurde die Gründung offiziell dem königlichen Bezirksamt Bamberg gemeldet. Bürgermeister Andreas Hofmann erinnerte daran, dass die Feuerwehr Oberoberndorf damit die älteste Feuerwehr aller Zapfendorfer Gemeindeteile ist. Mehr noch: Sie gilt insgesamt als ältester Verein im Markt. Damit sei die Wehr sogar älter als die Kirche im Ort – in Oberoberndorf wurde am Festwochenende zugleich Kirchweih gefeiert.

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Das Jubiläum wurde zusammen mit der Kirchweih begangen.

Dass die Feuerwehr auch heute noch eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich trotz der überschaubaren Größe des Ortes: Oberoberndorf zählt lediglich 89 Einwohner, dennoch engagieren sich derzeit 26 aktive sowie acht passive Mitglieder in der Wehr. Landrat Johannes Maciejonczyk sprach von einer „beachtlichen Leistung“, die die Feuerwehr erbringe. Das zeige die Stärke dieser Gemeinschaft. Sie sei ein echter „Kulturträger“ des Dorfes. Im Rahmen der Feierlichkeiten überreichte er zudem eine Urkunde.

Aktuell ist die Wehr mit einem Tragkraftspritzenanhänger (TSA) ausgestattet, der mit einem Traktor gezogen werden muss. Dazu kommt eine Tragkraftspritze der Firma Magirus. Doch das wird sich bald ändern: Im Jahr 2028 soll die Wehr erstmals ein eigenes Feuerwehrfahrzeug erhalten – einen Gerätewagen Tragkraftspritze (GW-TS) auf Pickup-Basis mit Kastenaufbau. Dafür wird allerdings auch das Feuerwehrhaus erweitert werden müssen, da das neue Fahrzeug bislang nicht in das Gebäude passen würde.

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Vom Landrat gab es eine Urkunde für die Wehr.

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Bürgermeister Andreas Hofmann (links) überreichte zusammen mit seinem Vorgänger Michael Senger (2.v.l.) ein Modell des bereits vom Gemeinderat beschlossenen Feuerwehrfahrzeugs.

Neben den Einsätzen prägt die Feuerwehr auch das gesellschaftliche Leben im Ort. So richtet sie traditionell jedes Jahr am Muttertagswochenende die Kirchweih aus. Dass die Feuerwehr damit seit Generationen das Dorfleben mitgestaltet, wurde beim Jubiläum immer wieder deutlich – und dürfte wohl ein Grund dafür sein, weshalb die kleine Wehr auch nach 150 Jahren noch so fest in Oberoberndorf verwurzelt ist.


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