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Zwei mit stolzen sieben Jahrzehnten „Gott zur Ehr‘“

Im Titelbild: Die geehrten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach mit Kreisbrandrat Thomas Renner (3. V. li.), Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp (li.), Kreisbrandmeister Benedikt Kannheiser (5. v. re.), Ehrenkreisbrandmeister Peter Kleiber (3.v. re.), Bürgermeister Andreas Hofmann (4.v. li.) und dem ausgeschiedenen Bürgermeister Michael Senger (re. daneben) und dem stellvertretenden Landrat Bruno Kellner (hintere Reihe, Mi.). Foto: Martina Drossel

Nikolaus Amon und Hans Kropp wurden bei der Feuerwehr Oberleiterbach mit der Vereinsehrennadel in Gold ausgezeichnet. Warum ihr Hobby keines wie jedes andere ist.

Beeindruckende sieben Jahrzehnte sind Hans Kropp und Nikolaus Amon jeweils in der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach, erlebten damit mehr als die Hälfte der Vereinsjahre seit der Gründung im Jahr 1901 mit. Gemeinsam leisteten sie 55 Jahre aktiven Dienst am Nächsten, sind aber ihrer Ortswehr auch weiterhin treu geblieben, als sie einst Löschanzug und Helm für immer an den Nagel hängten. Dafür wurden sie jüngst im großen Saal des Gemeinschaftshauses mit der Vereinsehrennadel in Gold ausgezeichnet – und von den vielen Anwesenden, darunter auch Johann Kalb und Michael Senger, mittlerweile Landrat und Bürgermeister a. D., mit anerkennendem Applaus bedacht.

16 passive und vier aktive Mitglieder sollte Vorsitzender Philipp Kunzelmann an diesem Abend im Namen des Vorstandsteams und des Feuerwehrvereins auszeichnen, mit insgesamt 885 Mitgliedsjahren. „Wer an die Feuerwehr denkt, denkt meist zuerst an rote Autos, an Blaulicht und Martinshorn. Wir aber wollen den Blick auf das lenken, was hinter dem Blech und den Schläuchen steckt: die Menschen“, sagte er. „Als unsere Wehr 1901 ins Leben gerufen wurde, sah die Welt noch anders aus. Damals rückte man mit Ledereimern und Handdruckspritzen aus. Der Mut war derselbe wie heute, aber die Mittel waren bescheiden.“

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Nikolaus Amon (v. li.) erhält aus den Händen von Kommandant Niko Dumsky und Philipp Hennemann die goldene Vereinsehrennadel sowie eine Urkunde. Foto: Martina Drossel

Mehr als nur Brandbekämpfer

Wer heute in die Chronik schaue, sehe nicht nur Brände und Einsätze. „Wir sehen Generationen von Bürgerinnen und Bürgern, die bereit waren, alles stehen und liegen zu lassen, wenn die Glocke oder Sirene sie rief. Sie haben das Fundament gelegt, auf dem wir heute stehen.“ Feuerwehr sei weit mehr als „nur“ Feuer löschen: „Wir sind Technische Helfer, Retter bei Unfällen, Berater im vorbeugenden Brandschutz. Das Besondere daran: Wir tun das freiwillig. Während andere nachts im Bett sich noch einmal umdrehen, springen wir in die Stiefel.“ Feuerwehr sei kein Hobby wie jedes andere: „Es ist ein Versprechen an unsere Nachbarn und unsere Gemeinde: Ihr könnt euch auf uns verlassen.“

Weil auf die Feuerwehrfamilie immer Verlass ist

Dass auf die große Feuerwehrfamilie immer Verlass ist, zeigte der große Zuspruch zum Ehrungsabend: Längst nicht nur die zu Ehrenden waren gekommen, sondern viele ihrer aktiven und passiven Kameraden, dazu Kreisbrandrat Thomas Renner, Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp, Kreisbrandmeister Benedikt Kannheiser, der stellvertretende Landrat Bruno Kellner, der bisherige Bürgermeister Senger und auch der neue Bürgermeister Andreas Hofmann. Dazu gesellten sich Ehrenkreisbrandmeister Peter Kleiber und die Kameraden des Patenvereins, der Freiwilligen Feuerwehr Kleukheim. Stellvertretend erinnerte Stefan Hümmer daran, dass Kleukheim schon vor 25 Jahren Patenverein gewesen sei (unvergessene Erlebnisse inklusive) und lobte den Zusammenhalt der beiden Wehren. All die (Ehren-)Gäste gaben dem Ehrungsabend einen ganz besonderen, einen höchst würdigen Rahmen.   M. Drossel

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