Im Titelbild: Die Gruppen eins, zwei und drei der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung in Zapfendorf. Foto: Drossel
Die Feuerwehren Windischletten, Ebing, Lauf, Sassendorf, Unterleiterbach, Oberleiterbach und Zapfendorf stellen sich gemeinsam der THL-Leistungsprüfung. Wie sie die Schiedsrichter beeindrucken.
„Absitzen!“ – Der Gruppenführer ist zurückgekehrt zum Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Er hat die Lage erkundet: Verkehrsunfall bei Nacht, eine Person eingeklemmt. Nun heißt es schnell und effektiv sein. Maximal vier Minuten darf es dauern, bis der Fahrer des Wracks dem Rettungsdienst übergeben wird.
Was in diesen Vormittagsstunden auf dem Parkplatz des Aquarena nur wenige hundert Meter von der Bundesautobahn73 entfernt simuliert wird, ist ein Szenario, dass jederzeit alarmiert werden kann und für viele Feuerwehren der Region zum Standard gehört: Technische Hilfeleistung. Alles andere als Standard ist jedoch diese Leistungsprüfung: Sie ist kommunen- und inspektionbereichsübergreifend, hat mit acht Gruppen eine riesige Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Mit dabei sind die Feuerwehren Windischletten, Ebing, Lauf, Sassendorf, Unterleiterbach, Oberleiterbach und Zapfendorf. Viele Abende haben das Zapfendorfer Ausbilder-Team um 2. Kommandanten Stefan Schmitt und Holger Porzner die Mannschaften auf diesen Tag vorbereitet. Auch der aktuelle Bürgermeister Michael Senger, der künftige Bürgermeister Andreas Hofmann und Kreisbrandmeister Benedikt Kannheiser stellen sich der Prüfung.
Und so übernimmt der Melder auf Befehl des Gruppenführers sofort die Erstversorgung des Patienten, während der Maschinist die Einsatzstelle beleuchtet und der Wassertrupp den Bereich absperrt. Es gilt, das Fahrzeug fachgerecht beidseitig sicher zu unterbauen und mit Schnellangriff und Pulverlöscher Maßnahmen gegen Brandgefahren zu treffen. Erst dann darf der Angriffstrupp mit Schere und Spreitzer zum Unfallfahrzeug vor, um – unterstützt vom Schlauchtrupp – die Person aus dem Unfallauto zu befreien.
Die weiteren Gruppen der THL-Leistungsprüfung in Zapfendorf. Foto: Drossel
Die Schiedsrichter KBM Klaus Jungkunz, Gerold Schneiderbanger, Elmar Geuß und Stefan Senger sehen ganz genau hin. Sie sehen aber vor allem auch großartige Leistungen: Die Handgriffe, die Prozesse liefen routiniert ab. Alle acht Gruppen Vormittag bestehen, und das mit Bravour.
Ausbildungsleiter Stefan Schmitt ist hochzufrieden mit den gezeigten Leistungen und spricht damit den Kreisbrandmeistern Benedikt Kannheiser und Gerald Uch aus der Seele. Zapfendorfs Bürgermeister Michael Senger und Otto Nüßlein, der Dritte Bürgermeister der Stadt Scheßlitz, sind stolz auf die engagierten Männer und Frauen, die zahlreiche Stunden ihrer Freizeit geopfert hatten und in Zukunft opfern werden. Eine Kommune können noch so viele Geräte anschaffen, die aber nicht nichts nützten, so Nüßlein, wenn niemand sie zu bedienen wisse. Die durchmischten Gruppen verschiedenster Feuerwehren allgemeine Grenzen hinweg bei der Leistungsprüfung Senger als beste Vorbereitung für den Einsatz: Ein Feuerwehrler wisse nie, mit wem er zusammenarbeiten müsse, wenn der Alarm ertöne.
Die Stufe Gold-Rot erreichten Benedikt Kannheiser, Manuel Ries (beide Zapfendorf), Stefan Eiermann und Christian Eisentraut (beide Ebing).
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M. Drossel. Fotos: Drossel / Hofmann



