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Rückblick auf 2025 und die Wahlperiode

Im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2025 in Kemmern stand der Jahresrückblick von Bürgermeister Rüdiger Gerst. Er zog eine Bilanz des kommunalpolitischen Jahres 2025 und blickte zugleich auf die sich dem Ende zuneigende Wahlperiode seit 2020 zurück.

Insgesamt habe der Gemeinderat im vergangenen Jahr 14 Sitzungen abgehalten, in denen 204 Tagesordnungspunkte behandelt worden seien. Viele der im Jahr 2025 abgeschlossenen Projekte seien über mehrere Jahre hinweg vorbereitet und begleitet worden.

Zu den bedeutendsten Maßnahmen der Wahlperiode zählte Bürgermeister Gerst den Hochwasserschutz. Das rund acht Millionen Euro teure Projekt werde am 6. Februar 2026 offiziell eingeweiht. Der Spatenstich [6] hatte bereits am 11. März 2022 im Beisein von Umweltminister Thorsten Glauber stattgefunden, anschließend folgten umfangreiche Baumaßnahmen. Ebenfalls abgeschlossen wurde der Abwasseranschluss der Gemeinde Kemmern an die Kläranlage Bamberg [7]. In diesem Zuge wurde die bisherige Kläranlage in Kemmern zurückgebaut. Verbesserungen gab es zudem im Bereich der Radwege, die erneuert beziehungsweise ausgebaut wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Mehrgenerationenprojekt mit betreutem Wohnen und ASB-Tagespflege [8]. Hier wurden Planungs- und Erschließungsarbeiten vorangetrieben und ein Campus-Gelände entwickelt. Parallel dazu starteten Planung und Neubau einer zweiten Kindertagesstätte [9] mit dem Namen „Kuckucksnest“, die in Zusammenarbeit mit der AWO Bamberg realisiert wurde.

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Das Mehrgenerationenprojekt beschäftigte den Gemeinderat über viele Jahre.

Auch im schulischen Bereich sei viel erreicht worden, so Gerst. Die Schulturnhalle wurde energetisch saniert [11] und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Zudem erfolgte eine komplette Neugestaltung des Außengeländes mit neuem Pausenhof, Spielbereichen, neuen Schulsportanlagen sowie der Einrichtung eines Grünen Klassenzimmers. Ergänzend wurde jüngst eine Brandschutzplanung eingeleitet.

Beim Feuerwehrhaus standen Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz für den Katastrophenfall im Fokus. Zudem konnte nach intensiven Verhandlungen im Zusammenhang mit dem Neubau der Autobahnbrücke, die im Oktober 2022 fertiggestellt wurde, ein faktischer Lärmschutz gegenüber dem Autobahnlärm erreicht werden.

Ortskernsanierung geht weiter

In seinem Rückblick ging der Bürgermeister auch explizit auf das Jahr 2025 ein. Die Feuerwehr Kemmern feierte ihr 150-jähriges Jubiläum [12]. Am 21. März wurden die Feuerwehrkommandanten neu gewählt: Sebastian Schneider übernahm das Amt des ersten Kommandanten von Sebastian Ott, während Christian Derra seine Tätigkeit als stellvertretender Kommandant fortsetzt. Bereits im Januar wurde ein Notstromaggregat für das Feuerwehrhaus geliefert und in Betrieb genommen, im März folgte die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage auf dem Gebäude.

Im Bereich des Hochwasserschutzes wurden die Bestandspumpen überholt, eine Einhausung für ein leistungsfähiges Notstromaggregat zur Binnenentwässerung errichtet und der Transformator erneuert. Zudem setzte das Landratsamt Bamberg mit Verordnung vom 2. Mai neue Überschwemmungsgebiete für den Main fest, was bessere Bedingungen bei der Elementarschadenversicherung ermögliche.

Fortschritte gab es auch in der Ortsentwicklung. Die Erschließung des Gewerbegebiets Langäcker wurde konkret geplant. In der Ortskernsanierung wurde der Bauabschnitt 7 „Am Bächlein“ zwischen Ende März und Ende August umgesetzt und fertiggestellt. Für den Bauabschnitt 5c in der Breitengüßbacher Straße [13] liegt inzwischen eine Entwurfsplanung vor. Auf dem Friedhof wurden Wege saniert, der Schwesterngedenkstein neu beschriftet, ein neues Urnengräberfeld beauftragt sowie die Erneuerung der Bodenplatten in der Vorhalle des Leichenhauses angestoßen.

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Hier geht’s mit der Ortskernsanierung 2026 weiter.

Im Schulbereich wurden neben der Einweihung der sanierten Turnhalle und des neugestalteten Außenbereichs am 4. Juni ein neues Farbkonzept umgesetzt, 30 iPads beschafft und zwei Klassenzimmer neu möbliert. Zudem befasste sich der Gemeinderat mit Brandschutzplanungen, Dacherneuerungsarbeiten über dem Umkleide- und Sanitärbereich der Turnhalle sowie entsprechenden Bauanträgen. Gestärkt wurde zudem der Bauhof mit dem Auftrag zur Beschaffung eines neuen Mehrzweckgeräteträgers.

Und: Nach intensiven Gesprächen mit der Kirchenstiftung konnte die Schließung des Pfarrheims zum Jahresende vermieden [15] werden. Beschlossen wurde vom Gemeinderat eine Finanzierungsvereinbarung mit der Kirchenstiftung zur Übernahme der Unterhalts- und Betriebskosten.

Zum Abschluss seines Rückblicks dankte Bürgermeister Gerst dem Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit sowie seinen Stellvertretern, den Mitarbeitenden in Verwaltung, Bauhof und Schule, den Feuerwehren, Kindertagesstätten, kirchlichen Einrichtungen, Vereinen und allen ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.

Neuwahlen bei den Feldgeschworenen

In einem weiteren Tagesordnungspunkt informierte Gerst über die Ergebnisse der Neuwahlen bei den Feldgeschworenen. Hintergrund war eine Versammlung am 9. Dezember 2025, bei der die turnusmäßige Neuwahl des Obmanns und seines Stellvertreters anstand, da die sechsjährige Amtszeit abgelaufen war. Der bisherige Obmann Wolfgang Vogel und sein Stellvertreter Norbert Spörlein hatten sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Beide wurden am Ende der Versammlung für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt. Vogel hatte das Amt 18 Jahre, Spörlein 22 Jahre ausgeübt. Zum neuen Obmann wurde einstimmig Manuel Jäger gewählt, ebenso einstimmig fiel die Wahl von Markus Keller zum stellvertretenden Obmann. Darüber hinaus wurde Andreas Görtler einstimmig als weiterer Feldgeschworener zugewählt.