Güßbach kämpft um ein drittes Spiel

Das Spiel 2 der Halbfinalserie zwischen dem TSV Tröster Breitengüßbach und Culture City Weimar findet am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Hans-Jung-Halle statt.

Es passte zur Saison. Zum ersten Spiel in Weimar mussten die Oberfranken ohne vier Stammspieler antreten und kassierten eine, in der Höhe etwas zu deutliche, 80:62-Auswärtsniederlage. Nun geht es mit der zweiten Begegnung weiter, in der das Motto für die Truppe von Headcoach Mark Völkl vorgegeben ist: „Do or Die!“ Dabei hofft man, dass zumindest der ein oder andere Spieler wieder fit wird und man so den haushohen Favoriten auf die Meisterschaft vielleicht ja doch noch ein Bein stellen kann.

Beide Mannschaften kennen sich aus dem drei Partien in der laufenden Spielzeit bestens. Zwar konnten die Oberfranken bisher gegen die Thüringer noch kein Spiel gewinnen, doch das soll sich am kommenden Samstag vor heimischer und lautstarker Kulisse in der Hans-Jung-Halle ändern. Schon im Hauptrundenspiel tat sich due Truppe von Farsin Hamzei lange Zeit schwer und setzte sich nur dank eines überragenden Schlussviertels noch deutlich ab. Hier möchte der TSV Tröster ansetzen und die Begegnung über 40 Minuten offen und spannend halten. Und wer weiß, vielleicht bekommt der Favorit in knappen Situationen ja doch etwas Nervenflattern. Dass die Thüringer keinesfalls unschlagbar sind, zeigte Ansbach mit seinen beiden Siegen in der Zwischenrunde. Und genau daran möchte TSV-Coach Völkl auch anknüpfen. Man ist logischerweise auch in der zweiten Partie klarer Außenseiter, hat nichts zu verlieren, aber unendlich viel zu gewinnen.

Weimar hat zahlreiche junge Talente in ihren Reihen und mit dem Amerikaner Brown den wohl mit Abstand stärksten Importspieler der Liga. Umso wichtiger wird es für Güßbach sein, dass man über 40 Minuten mit der gleichen Leidenschaft und Intensität agiert, sich möglichst wenig oder keine Pausen gönnt und das Tempo der Partie kontrolliert. Es gilt erneut: Die Physis einer talentierten Halbprofi-Mannschaft, die nahezu jeden Tag in der Woche trainiert, gut zu matchen. In der Verteidigung müssen die Gelbschwarzen besonders auf Duhajsky (24 Punkte in Spiel 1) und Brown (15) aufpassen. Dieses Duo, aber auch der Rest der Mannschaft, hat in den bisherigen Partien gezeigt, wozu es in der Offensive in der Lage ist. Für Breitengüßbach ist es besonders wichtig, hart und konsequent zu verteidigen, sodass Weimars offensiver Rhythmus darunter leidet. Des Weiteren wird es auch wieder wichtig sein, dass man die Bretter kontrolliert und Culture City keine zweite oder gar dritte Wurfchance gestattet. Am vergangenen Samstag holten die Thüringer 17 Rebounds mehr

Offensiv will man den Ball wieder gut bewegen und den freien Mann finden. Gelingt dies, wäre das schon einmal eine gute Grundlage für einen möglichen Heimsieg. Allerdings muss die Freiwurfquote deutlich verbessert werden und man darf nicht wieder 16 Freiwürfe liegen lassen. Die Jungs werden auf jeden Fall alles geben, um Weimar das Leben so schwer wie möglich zu machen und eventuell gar einen Überraschungscoup zu landen. Mit der Unterstützung der zahlreichen und lautstarken TSV-Fans ist am Samstag alles möglich.

Breitengüßbach: Bauer, Dippold, Jebens, Klaus, Lorber, Nieslon, Rümer, Sauer, C. Stephan, M. Stephan, N. Stephan, Trummeter

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Florian Dörr

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