Nachrichten-am-Ort-Region
Politische Schmierereien an mehreren Örtlichkeiten – Kripo sucht Zeugen
ZAPFENDORF. Unbekannte beschmierten in den vergangenen Wochen wiederholt Wände und andere Flächen in Zapfendorf mit politischen und teils rechtsextremistischen Schriftzügen und Symbolen. Alle betroffenen Örtlichkeiten befinden sich im Nahbereich der Bahnlinie. Der entstandene Sachschaden beläuft sich insgesamt auf eine mittlere vierstellige Summe. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt und sucht Zeugen.
Bereits Ende September wurde bekannt, dass Unbekannte im Bereich eines Verbrauchermarktes in der Bamberger Straße und einer Skaterbahn in der Bahnhofstraße verschiedene Schriftzüge und Symbole angebracht hatten. Die Schmierereien hatten unterschiedliche politische Bezüge und enthielten unter anderem rechtsextremistische Inhalte.
In einem weiteren Fall beschmierten Unbekannte ab dem 28. September die Schallschutzwände an Gleis 1 des Zapfendorfer Bahnhofs mit einem schwarzen Permanentmarker. Dabei hinterließen sie mehrere rechtsextremistische Parolen.
Zwischen Mittwoch, 14. Oktober, 12 Uhr, und Samstag, 17. Oktober, 9 Uhr, wurde die Bahnhofsunterführung am Bahnhofsvorplatz mit schwarzer und grauer Farbe beschmiert. Auch hier brachten sie rechtsextremistische Schriftzüge und Symbole an.
Nachdem der Bahnhof zwischenzeitlich gereinigt worden war, kam es dort erneut zu Schmierereien. Zwischen Dienstag, 20. Oktober, und Mittwoch, 21. Oktober, besprühten Unbekannte mehrere Flächen im Bereich der Bahnhofsunterführung mit rosa, grüner und schwarzer Farbe. Dabei hinterließen sie verschiedene Schriftzüge und bildliche Darstellungen, darunter auch politische Parolen, die sich überwiegend gegen die rechte Szene richteten.
Die Kriminalpolizei Bamberg hat in allen Fällen die Ermittlungen übernommen. Diese richten sich gegen bislang unbekannte Täter wegen verschiedener Sachbeschädigungsdelikte sowie teilweise wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Personen, die im Bereich der genannten Örtlichkeiten verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf die bislang unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0951/9129-491 bei der Kriminalpolizei Bamberg zu melden.
Landkreis Bamberg
Autobahnraser mit illegalem Blaulicht aus dem Verkehr gezogen
Bamberg/Forchheim/Erlangen. Am Donnerstagabend, gegen 17:20 Uhr, meldeten Zeugen der Polizei, dass auf der A73 etwa seit Breitengüßbach in Richtung Nürnberg ein schwarzer BMW mit einem blauen Blitzlicht in der Frontscheibe unterwegs sei. Dieser würde sich damit freie Fahrt verschaffen, dabei Geschwindigkeiten von ca. 200 km/h erreichen und auch permanent rechts überholen. Ein Polizeieinsatz oder Rettungseinsatz war jedoch nicht im Gange und ein Grund für diese Fahrt bei der Polizei somit nicht bekannt. Erst bei der Ausfahrt Möhrendorf konnte der BMW von mehreren Streifenwägen angehalten und dessen 23-jähriger Fahrer kontrolliert werden. Der junge Mann gab gleich zu, dass Blitzlicht unrechtmäßig zu benutzen um eine „Spaßfahrt“ zu unternehmen. Das Blaulicht wurde natürlich sofort sichergestellt und den jungen Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Amtsanmaßung mit Bußgeldverfahren wegen der Verkehrsverstöße. Da er keinen Rechtfertigungsgrund zur Nutzung von Sonder- und Wegerechten hatte, könnte sein Verhalten auch den Tatbestand der Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs erfüllen. Fahrzeugführer die dem BMW ausweichen mussten, von ihm bedrängt oder rechts überholt wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg, Tel. 0951/9129-510 zu melden.
Polizei warnt vor betrügerischen Online-Shops
OBERFRANKEN. Mit Beginn der Heizperiode suchen viele Menschen nach günstigen Angeboten für Heizöl, Pellets oder Brennholz. Doch nicht hinter jedem vermeintlichen Schnäppchen steckt ein seriöser Anbieter. Die oberfränkische Polizei warnt vor betrügerischen Online-Shops und gibt Tipps, wie sich Bürger schützen können.
Immer wieder fallen Menschen auf sogenannte Fake-Shops herein. Aktuell geraten dabei insbesondere Online-Angebote rund um Heizöl, Pellets und Brennholz in den Fokus. Betrüger nutzen die Nachfrage zu Beginn der Heizperiode gezielt aus und locken mit auffallend günstigen Preisen.
Die Täter gestalten ihre Internetseiten häufig täuschend echt. Professionelle Produktbilder, vermeintliche Kundenbewertungen und Gütesiegel sollen Vertrauen schaffen. Teilweise erwecken die Seiten sogar den Eindruck, zu einem tatsächlich existierenden Unternehmen zu gehören. Besonders verlockend sind die Preise: So bieten die Betrüger beispielsweise Heizöl rund 20 Prozent unter dem üblichen Marktpreis an.
Nach der Bestellung und Bezahlung der Ware warten die Käufer häufig vergeblich auf die versprochene Lieferung. Auch der Kontakt zum Verkäufer bricht oftmals ab. Das bereits überwiesene Geld ist dann meist verloren.
Die oberfränkische Polizei rät deshalb, bei ungewöhnlich günstigen Angeboten besonders aufmerksam zu sein. Vorsicht ist auch geboten, wenn ausschließlich eine Zahlung per Vorkasse möglich ist. Zahlungsmethoden mit Käuferschutz können das finanzielle Risiko verringern.
Wer bereits Geld an einen mutmaßlichen Fake-Shop überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren, sämtliche Unterlagen sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die oberfränkische Polizei appelliert, sich nicht von vermeintlichen Schnäppchen oder zeitlich begrenzten Angeboten unter Druck setzen zu lassen.
Weitere Informationen zur Betrugsmasche und hilfreiche Tipps zum sicheren Online-Einkauf bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/fake-shops/
Titelfoto: Polizei Bayern

