Angetrieben von den Fans – Güßbach mit Sensationssieg in Spiel 2

In einer sehr gut gefüllten Hans-Jung-Halle schafft der TSV Tröster Breitengüßbach mit einem 78:66 den Überraschungssieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Culture City Weimar und erzwingt damit ein entscheidendes drittes Spiel in zwei Wochen.

Die Vorzeichen standen erneut nicht gut, da wieder nur zehn einsatzfähigen Spieler dem Trainerteam Völkl und Schmidt zur Verfügung standen. Sie mussten ohne die große Garde Jebens & Klaus, sowie ohne die Brüder Marlon & Noah Stephan auskommen. Genau das versuchte der haushohe Favorit aus Thüringen zu Beginn auszunutzen. Durch Brown und Duhajsky führte Weimar nach drei Minuten bereits mit 5:11, wenig später gar mit 8:16. Doch unterschätze nie das Herz eines Champions! Angetrieben von den vielen Fans in der Güßbacher Hans-Jung-Halle kämpften sich die Gastgeber zurück in die Begegnung. Dank schönen Passspiels und einer hervorragenden Trefferquote von der Dreierlinie startete die Tröster-Truppe durch Nieslon, Colin Stephan, Wagner und Trummeter einen 11:2-Run und ging in der 8. Spielminute mit 19:18 in Führung. Anschließend setzte der beste Importspieler der Liga Brown einige Akzente, die von Dippold und Rümer von der Dreierlinie postwendend gekontert wurden. Beim Stand von 26:26 ging es in die Viertelpause.

Im zweiten Spielabschnitt war es dann mit dem Offensivspektakel auf beiden Seiten vorbei. Die Defensivreihen bestimmten das Geschehen. So dauerte es knapp vier Minuten, ehe die Gäste aus Thüringen die ersten Zähler erzielen konnten. Da sich in der Zwischenzeit aber auch Güßbach sehr schwertat und nur vier Punkte machte, stand es 30:29. Anschließend dominierten bei beiden Mannschaften die Akteure mit der Nummer sieben. Während für die Gelbschwarzen Guard Sven Lorber gleich drei Distanzwürfe im Gäste-Korb versenken konnte, konterte Duhajsky dies ebenfalls mit drei Dreiern, sodass in der 18. Spielminute ein 39:39 auf der Anzeigetafel stand. In den letzten 180 Sekunden gestattete man Culture City keinen Feldkorb mehr und man erspielte sich auf der anderen Seite des Feldes immer wieder freie Würfe, die Dippold, Bauer und Trummeter eiskalt verwandelten. Dadurch ging man mit einer 48:41-Führung in die Halbzeitpause und man schnupperte an der Sensation.

Die Fans pushten ihre Mannschaft auch zu Beginn des dritten Viertels. Die super Unterstützung und Stimmung übertrug sich aufs komplette Team und man spielte sich in einen kleinen Rausch. Die Verteidigung stand hervorragend und erlaubte Weimar in den ersten fünf Spielminuten lediglich fünf Zähler. Auf der anderen Seite ging die große Sven Lorber-Dreiershow weiter. Klasse herausgespielt traf der Güßbach Routinier weitere drei Dreier. Zudem bekam er von Bauer ebenfalls Unterstützung aus der Distanz, sowie von Wagner und Nieslon am Brett, wodurch plötzlich eine 66:46-Führung auf der Anzeigetafel stand (26. Min). Die Fans waren völlig aus dem Häuschen. Leider ging der Rhythmus in den verbleibenden vier Minuten etwas verloren. Trotzdem ging man mit einer 69:53-Führung in das letzte Viertel.

Dort versuchte Weimar natürlich nochmal alles, um die Partie und damit die Serie doch noch für sich zu entscheiden. In einem sehr defensivgeprägten Schlussabschnitt taten sich beide Teams mit dem Scoring sehr schwer. Die Oberfranken hielten den Vorsprung durch Zähler von Dippold und Trummeter konstant, 76:58 (35.). In den letzten fünf Minuten konnte Weimar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, aber am Ende stand ein völlig verdienter 78:66-Heimsieg auf der Anzeigetafel. Die Fans feierten mit ihrer Mannschaft frenetisch die Sensation gegen den haushohen Favoriten. Nun steht es in der Serie 1:1-Unentschieden und Spiel drei am 11.04.2026 in der Weimarer Asbachhalle muss die Entscheidung um den Finaleinzug bringen. Dort können die Oberfranken völlig befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren. Der Druck liegt ganz klar bei Weimar, da sie ja unbedingt in die Pro B aufsteigen möchten. Auch in der anderen Halbfinalserie muss ein Entscheidungsspiel her, nachdem Ansbach die Partie bei Jahn München für sich entscheiden konnte.

Breitengüßbach: Lorber (25/7 Dreier), Trummeter (13/1), Dippold (12/2), Nieslon (10/1), Wagner (7), Bauer (5/1), Rümer (3/1), C. Stephan (3/1), Assel, Sauer

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Florian Dörr

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