Drei Viertel lang auf Augenhöhe

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach unterlagen am vergangenen Samstag beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer Culture City Weimar nach tollem Kampf mit 86:73.

Headcoach Mark Völkl musste auch beim Spitzenspiel in Weimar weiterhin auf Center Jonas Klaus verzichten. Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Hausherren, die sich durch ihren US-Importspieler Brown, sowie durch Biel und Lang schnell eine 10:4-Führung erspielen konnten (5.). Im weiteren Verlauf des ersten Viertels kam die Tröster-Truppe aber immer besser ins Spiel. Lorber & Noah Stephan von der Dreierlinie, sowie Jebens und Trummeter am Brett sorgten für etliche Zähler der Gäste. Zwei Dreier von May und Schwaiger sorgten dafür, dass die Thüringer nach den ersten zehn Spielminuten mit 20:17 in Führung lagen.

Im zweiten Spielabschnitt drückten die Gastgeber weiter aufs Tempo und trafen ihre Würfe hochprozentig. Zwar punkteten Jebens und Trummeter vereinzelt für Güßbach, doch gegen die gewaltige Scoringpower von Biel, Esnar und Lang war in dieser Phase kein Kraut gewachsen. So führte Weimar in der 15. Spielminute mit 33:22, da sie auch oftmals zweite oder gar dritte Wurfchancen bekamen. Doch Breitengüßbach gab nicht auf und kämpfte sich nach einer Auszeit wieder heran. Colin Stephan per Dreier, sowie Trummeter und Kapitän Dippold brachten die Gelbschwarzen zweieinhalb Minuten später wieder auf 35:29 heran. Hätte man in Halbzeit eins nicht schon acht Freiwürfe liegen gelassen, wäre man zur Pause noch näher dran gewesen. Doch so ging Weimar mit einer 41:34-Führung in die Umkleidekabine.

Zu Beginn des dritten Viertels dann die beste Phase der Oberfranken. Durch schönes Passspiel und eine hohe Trefferquote kam man nach Zählern von Dippold, Trummeter und Jebens bis auf 46:45 heran (24.). Doch Weimar konterte postwendend mit zwei Dreiern von Bader und Schwaiger. Fortan war Bader auch schwer zu stoppen und konnte binnen kürzester Zeit acht Punkte für seine Mannschaft erzielen. Allerdings hielten Nieslon, Dippold, Jebens und Noah Stephan dagegen, sodass Weimar lediglich mit 57:55 in Führung lag. Diesen Vorsprung konnten sie bis zum Viertelende noch auf 62:57 ausbauen.

Im Schlussabschnitt dann die Vorentscheidung gleich zu Beginn. Ein 9:4-Run brachte den Thüringern erstmals wieder eine zweistellige Führung, 71:61 (33.). Immer wieder gab es zweite oder dritte Wurfchancen, die Weimar dann im TSV-Korb unterbrachte. Dies zeigte auch die Reboundstatistik von 47:22, dass man hier leider deutlich unterlegen war. Im Stile einer Spitzenmannschaft spielte der Tabellenführer nun befreit auf und versenkte seine Würfe durch Brown, Bader, Passarge und Schwaiger sicher. Breitengüßbach kam nicht mehr heran, kämpfte aber aufopferungsvoll. Am Ende stand eine 86:73-Auswärtsniederlage beim wohl besten Team der gesamten Regionalliga Südost auf der Anzeigetafel. Mit ein wenig mehr Wurfglück von der Freiwurflinie und einem etwas ausgeglichenerem Reboundverhältnis wäre hier mehr drin gewesen. Darauf gilt es für die anstehende Zwischenrunde nun aufzubauen. 

Breitengüßbach: Jebens (17/1 Dreier), Trummeter (14), Dippold (11), Lorber (9/2), Nieslon (9/2), C. Stephan (8/2), N. Stephan (5/1), Bauer, Rümer, Sauer, M. Stephan

Florian Dörr

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