Zum Auftakt der Halbfinalserie gegen Culture City Weimar musste der TSV Tröster Breitengüßbach am vergangenen Sonntag eine 80:62-Auswärtsniederlage einstecken und liegt nun in der „Best-of-3“-Serie mit 0:1 in Rückstand.
Mit nur neun einsatzfähigen Spielern, ohne die große Garde Jebens & Klaus, sowie ohne die Brüder Marlon & Noah Stephan ging es für den TSV Tröster Breitengüßbach mit großen Personalsorgen nach Weimar. Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gastgeber, die durch Brown und Biel schnell auf 9:2 stellen konnten. Danach ließ Breitengüßbach in der Verteidigung knapp vier Minuten keine Zähler zu und sorgte mit einem 9:0-Run durch Lorber, Trummeter und Nieslon in der 7. Spielminute für eine 9:11-Führung. Allerdings konterten die Thüringer dies bis zum Viertelende mit einem eigenen 8:0-Lauf zum 17:11 nach den ersten zehn Spielminuten.
Im zweiten Spielabschnitt dann die beste Phase des TSV Tröster. Angeführt von Lorber und Trummeter erarbeitete man sich dank schönen Passspiels eine 17:20-Führung, woraufhin Weimar zu einer Auszeit gezwungen war. Nach dieser trafen sie durch Duhajsky (2) und Brown gleich drei Dreier. Doch die Gelbschwarzen ließen sich nicht beeindrucken und fanden immer wieder selbst den freien Mann. Trummeter von draußen, sowie Dippold und Nieslon am Brett sorgten in der 17. Spielminute für den 29:29-Ausgleich. Die letzten 180 Sekunden der ersten Halbzeit gehörten den Gastgebern, die nochmal etwas zulegen und durch Bader, Land und Biel einfache Körber erzielen konnten. Zwar hielten Wagner und Nieslon für Breitengüßbach dagegen, aber den 42:35-Halbzeitrückstand konnten auch sie nicht verhindern.
Der Knackpunkt des Spiels dann im dritten Viertel. Offensiv gelang der Tröster-Truppe fast gar nichts. Viele vergebene Würfe, zahlreiche Ballverluste und auch noch sieben liegengelassene Freiwürfe sorgten dafür, dass man gerade einmal fünf Pünktchen in den dritten zehn Spielminuten erzielen konnte. Zwar tat sich auch Weimar schwer, aber sie kamen vor allem durch Duhajsky, der neun Zähler in Serie erzielen konnte, immer wieder erfolgreich zum Abschluss. So setzten sie sich langsam aber sicher ab und erspielten sich bis zur 24. Minute eine 53:35-Führung. Man kann von Glück sprechen, dass auch Culture City in den letzten sechs Minuten des dritten Viertels offensiv nichts mehr zusammenbekam, sonst wäre der Rückstand des TSV noch höher ausgefallen. Beim Stand von 57:40 ging es in den Schlussabschnitt.
Dort zeigte die Truppe von Headcoach Mark Völkl Moral und Kampfgeist und kämpfte sich durch Lorber, Dippold, Trummeter und Wagner nochmal bis auf 62:52 heran (36. Min). Ein Dreier von Dippold, der den Rückstand nochmal auf unter zehn Punkte schmelzen ließ, wurde vom überragenden Mann der Hausherren Duhajsky (24 Punkte) postwendend gekontert. In der Schlussminute war man noch auf 71:60 dran. Durch taktische Fouls und keinen erfolgreichen eigenen Abschlüssen fiel die Niederlage am Ende noch ein paar Punkte zu hoch aus. Schlussendlich stand ein 80:62 auf der Anzeigetafel und die Partie fand in Weimar ihren verdienten Sieger. Die Serie ist trotzdem noch lange nicht vorbei und Breitengüßbach will am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse unbedingt zum 1:1 ausgleichen. Mit Unterstützung der Fans ist alles möglich.
Breitengüßbach: Trummeter (20/1 Dreier), Lorber (15/2), Nieslon (10/1), Wagner (8/1), Dippold (7/1), Rümer (2), Bauer, C. Stephan, Sauer
Florian Dörr


