Im Titelbild: Bürgermeister Tobias Roppelt (links) bedankte sich bei (v.l.): Dritter Bürgermeister Rudi Wacker, Andrea Weigler, Benedikt Schug, Behindertenbeauftragte Sabine Saam (vorne), Elmar Gruß, Seniorenbeauftragte Renate Drütschel, Nachhaltigkeitsbeauftragten Heiko Schmitt. Rechts im Bild: Zweiter Bürgermeister Peter Großkopf.
Mit Dankesworten und Rückblicken ist die letzte Sitzung des Baunacher Stadtrats in der laufenden Legislaturperiode zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt stand die Verabschiedung mehrerer ausscheidender Mitglieder – besonders eines Kommunalpolitikers, der die Stadt über Jahrzehnte mitgeprägt hat: Rudi Wacker.
Bürgermeister Tobias Roppelt würdigte zum Abschluss die Arbeit des Gremiums. In den vergangenen Jahren seien weitreichende Entscheidungen getroffen worden. Sein Dank galt nicht nur den Stadträtinnen und Stadträten selbst, sondern auch deren Familien, die dieses Ehrenamt mitgetragen hätten.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt Rudi Wacker. Bereits 1998 übernahm er das Amt des Ortssprechers von Daschendorf, seit 2008 gehörte er dem Stadtrat auch als gewählter Vertreter an. Seit 2020 war er zudem Dritter Bürgermeister. Für sein langjähriges Engagement wurde ihm bereits der Ehrenring der Stadt Baunach verliehen. Neben Wacker wurden auch Heiko Greul (seit 2023 im Gremium), Benedikt Schug (seit 2020), Andrea Weigler und Elmar Gruß (jeweils seit 2014) verabschiedet. Ebenso dankte Bürgermeister Roppelt mehreren Beauftragten für ihren Einsatz: der Behindertenbeauftragten Sabine Saam, dem Nachhaltigkeitsbeauftragten Heiko Schmitt, der Seniorenbeauftragten Renate Drütschel sowie dem Jugendbeauftragtem Maximilian Saffouri.
Radwegverbindung wird verbessert
Zuvor hatte das Gremium einstimmig die Widmung zweier Flurnummern am Daschendorfer Wehr als Geh- und Radweg beschlossen. Nach einer Einigung mit dem Wasserwirtschaftsamt ist die Stadt künftig für die Brücke verantwortlich, während die baulichen Anlagen beim Amt verbleiben. Für den motorisierten Verkehr ist die Überfahrt nicht vorgesehen, weshalb umklappbare Pfosten installiert werden sollen. Roppelt erinnerte daran, dass die Suche nach einer tragfähigen Lösung die Verwaltung länger beschäftigt habe. Nach dem Bau der Fernwasserleitung soll der Weg zudem hergerichtet werden – auch auf Rattelsdorfer Seite laufen entsprechende Planungen bereits.
Ebenfalls ohne Gegenstimme beschloss der Stadtrat die Auflösung des Planungsverbands „Campingplatz Großer See“ zum 30. April 2026. Parallel dazu befassen sich auch die Nachbarkommunen Breitengüßbach und Rattelsdorf mit dem Thema. Der einst geplante Campingplatz wird nach einer Absage des Unternehmens Mainäcker Kieswerk nicht verwirklicht.
Im Bericht des Bürgermeisters gab es zudem mehrere positive Nachrichten: Baunach erhält eine Million Euro aus der Städtebauförderung für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Altstadt. Das Geld soll in den zweiten Bauabschnitt der Zehntscheune sowie in die Außenanlagen der Mehrzweckhalle fließen. Außerdem liegt nun die wasserrechtliche Erlaubnis für die Verlegung der Fernwasserleitung vor, sodass die Ausschreibung starten kann. Eine Fertigstellung noch im Jahr 2026 wäre damit möglich. Zudem wurde am Vormittag der erste Bauabschnitt der Generalsanierung der Schule mit Verwaltungsräumen und Mensa in Betrieb genommen. Drei weitere Bauabschnitte sollen folgen.
Unter dem Punkt Sonstiges regte Markus Stöckl (CSU) an, künftig regelmäßig Bürgerversammlungen auch in den Stadtteilen abzuhalten. Bürgermeister Roppelt zeigte sich offen für die Idee und erklärte, zusätzlich zur Versammlung in Baunach könnte zum Beispiel jährlich eine weitere Veranstaltung in den Stadtteilen stattfinden.


