Archäologie am Pfarrfest – Fotopräsentation am Sonntag

Am Sonntag, 7. Juli, lädt der Pfarrgemeinderat zum Pfarrfest in den Garten des katholischen Pfarr- und Jugendheims ein. Um 16.00 Uhr gibt der Bamberger Archäologe Dr. Magnus Wintergerst wieder spannende Einblicke in seine Grabungsarbeiten am Marktplatz. Stadträtin Claudia Büttner stellt historische Bezüge her. In diesem Jahr berichtet Dr. Magnus Wintergerst im Rahmen einer kurzweiligen Fotopräsentation in der Stadtbücherei St. Kilian. 

Friedhof war viel größer als gedacht

Mitten in der Baustelle, zwischen Bauarbeitern und Baggern, sind auch die Archäologen unterwegs. Denn rund um die Pfarrkirche St. Kilian in Hallstadt befand sich einst der Friedhof, viele Gräber liegen nur knapp unter der Erde. Aktuelle Funde lassen sich bis ins siebte Jahrhundert zurückdatieren. „So etwas“, erklärt Archäologe Dr. Magnus Wintergerst, „können Sie in Oberfranken an einer Hand abzählen.“

Archäologie zum Anfassen: Auf Spurensuche in Hallstadt

Interessierte sind aufgerufen, sich an einer archäologischen Untersuchung von Funden aus Erdarbeiten im Ortskern von Hallstadt zu beteiligen. Ein privater Arbeitskreis Archäologie in Bamberg lädt zur Mitwirkung an diesen Forschungen unter wissenschaftlicher Anleitung ein. Am vergangenen Freitag fand an Ort und Stelle, im früheren Stadtmuseum in Hallstadt, eine Informationsveranstaltung über das Vorhaben statt.

Historische Führungen am Pfarrfest

Am Sonntag, 9. Juli, veranstaltet der Pfarrgemeinderat wieder sein alljährliches Pfarrfest. Der Tag beginnt mit einem Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Kilian in Hallstadt. Ab 14.30 Uhr laden Kaffee, Kuchen und andere kulinarische Leckerbissen im Pfarrgarten die Gäste zum gemütlichen Verweilen ein. Zusätzlich wird der Jugendtreff Flip wieder seine köstlichen Crêpes anbieten und das Team der Stadtbücherei St. Kilian hat Spiele und Bastelaktionen für Kinder vorbereitet. Zur musikalischen Unterhaltung erklingt Blasmusik.

Pflasterweg und menschliche Gebeine

Direkt vor dem Hallstadter Rathaus offenbart eine Grube erneut Details über die Geschichte der Stadt. Freigelegt wurde ein Pflasterweg, der aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammt. Und auch Scherben aus dem 15. Jahrhundert wurden gefunden, sie belegen wohl eine Zerstörung, etwa während des Bauernkriegs um 1525. Und rund um die Kirche wurden die Archäologen ebenfalls fündig.

Sagen und Legenden: Vom Glockengeläut mitten aus dem Wald

1000 Jahre Kemmern – da lohnt es sich doch mal, in die Vergangenheit zu schauen. Denn rund um Kemmern gibt es Orte, die im Mittelalter oder schon lange davor wichtige Bedeutung hatten. Dazu gehört zum Beispiel die Helenenkapelle mit dem sie umgebenden Ringwall. Beim zweiten Themenabend in diesem Jahr stand sie daher im Mittelpunkt des Geschehens. Infos gab es außerdem über aktuelle Untersuchungen südöstlich von Kemmern.