Neue Heimat Medlitz

Während „Flüchtlinge“ nicht nur das Wort des Jahres 2015 für sich beansprucht, sondern auch und immer noch das zentrale Ärgernis auf Kundgebungen von Pegida, AfD & Co. ist, beweist der mehrheitliche Rest Deutschlands Weltoffenheit und gewährt den zahlreich vor Krieg geflohenen Menschen Hilfe und Zuflucht. So auch in dem 163 Einwohner kleinen Dorf Medlitz, das derzeit 31 Flüchtlinge im örtlichen Gasthof beherbergt. Unangekündigt – und deshalb auch ungeschönt – stattete Nachrichten am Ort der Flüchtlingsunterkunft einen Besuch ab.

Die Magdalenenkapelle – Schönheit, Historie und 30 Jahre Förderverein

Ganz oben auf dem Berg, gleich neben dem Friedhof steht sie, wachsam und doch ein wenig scheu zugleich, die alte Magdalenenkapelle. Das kleine gotische Kirchlein ist eines der Wahrzeichen der Stadt Baunach, das sowohl äußerlich als auch in seinem Inneren viel Schönheit und Historie birgt. Um all jenes jedoch in seinem spätmittelalterlichen Zustand erhalten zu können, bedurfte es der Hingabe des seit nunmehr 30 Jahren bestehenden Fördervereins der Kapelle, der sich fortwährend gegen die in Vergessenheit zu geraten drohende Stadtgeschichte stellt.

Bestimmt das neue Stadtbild selbst!

Die Altstadtsanierung in Hallstadt wird kommen, so viel steht fest. Über genaue Zeitpläne verfügt die Stadt derzeit allerdings noch nicht – zu viele Faktoren beeinflussen das Bauprojekt. So muss zunächst ein tragbares Verkehrskonzept verabschiedet werden. Auch der dem Bahnausbau geschuldetem Schienenersatzverkehr macht das Bauvorhaben vor Herbst 2016 wohl eher unrealistisch. Außerdem will die Stadt gemeinsam mit den Bürgern planen, denn schließlich muss es gefallen, das neue Hallstadt.

Von „Kraftwerk“ bis „Last Christmas“

Dass der Advent ausschließlich die Zeit der leisen und besinnlichen Töne ist, gilt wohl nur bedingt – und das ist auch gut so. Bestes Beispiel hierfür lieferte das Adventskonzert des Musikvereins aus Zapfendorf, das mit klassischen und modernen Musikstücken, sowohl im pianissimo possibile als auch im fortissimo, die zahlreichen Gäste in der Pfarrkirche St. Peter und Paul auf die Weihnachtszeit einstimmte. Neben der neuen Orgel gab es zudem exotische Instrumente und sogar eine Gesangseinlage zu hören.

Eine Bestandsaufnahme zum Bahnausbau

Es scheint fast so, als sei die Region Bamberg gleich einem kleinen unbeugsamen gallischen Dorf, das nicht müde wird, sich gegen die ICE-Strecken-Ausbaupläne der Deutschen Bahn zur Wehr zu setzen. Einst geplante Trassenverläufe oder die Auswahl irrsinniger Lärmschutzmaßnahmen sorgten für viel Widerstand im letzten noch zu erschließenden Streckenabschnitt zwischen München und Berlin. Nach zahlreichen Überarbeitungen befindet sich das Planfeststellungsverfahren nun in seiner Umsetzung – Zeit, eine Bilanz zu ziehen.

Stadtrat diskutierte neues Verkehrskonzept

Die Stadt Hallstadt möchte weniger Verkehr auf den Haupt- und Durchgangsstraßen haben. Im Zuge der geplanten Altstadtsanierung ab dem kommenden Jahr sichtete der Stadtrat deshalb ein neues Verkehrskonzept, das sowohl zur Entschleunigung als auch zur Reduktion von Autos im Stadtgebiet beitragen soll. Zusätzliche Tagesordnungspunkte betrafen den örtlichen Kinderhort sowie den Haushalt 2016.

ICE-Bau: Wo bleibt die Beweissicherung?

Der Bahnausbau hat begonnen und doch birgt das planfestgestellte Verfahren für Breitengüßbach weiterhin viel Diskussionspotenzial, wie ein Informationsabend zeigte. Im Zentrum der Bürgerkritik standen dabei fehlende Beweissicherungsverfahren und Lärmschutzmaßnahmen sowie geschäftsschädigende Baumaßnahmen für Unternehmer in der Gemeinde. Zudem kann es zu Verzögerungen im Klageverfahren der Gemeinde gegen das Planfeststellungsverfahren kommen. Der Grund: Ein Krankheitsfall in der Anwaltskanzlei.

Das schwierige Thema „Barrierefreiheit“

Bis zum Jahr 2023 soll ganz Bayern barrierefrei sein, versprach die Staatsregierung bei ihrem Amtsantritt im November 2013. Nun ist das mit den Versprechen so eine Sache, denn wie jeder weiß, sollten diese auch immer eingehalten werden. In Bezug auf die Barrierefreiheit, so scheint es zumindest momentan, hat sich die Regierung des Freistaates eine Herkulesaufgabe auferlegt, wie die Stadt Baunach zeigt. Die dortige Behindertenbeauftragte meint angesichts der derzeitigen Bemühungen dazu nur: „Der Zeitraum ist utopisch!“

SV Hallstadt: Von Zwangsvollstreckung, Insolvenz und einer Stadtratssitzung

18:1 ist ein eindeutiges Stimmenverhältnis, das in aller Regel keinerlei Diskussion bedarf. Dass Regeln allerdings hin und wieder von Ausnahmen bestätigt werden müssen, zeigte die Hallstadter Stadtratssitzung vom vergangenen Mittwoch. Grund dazu lieferte ein Antrag der SPD-Fraktion zur Aussetzung des Vollstreckungsverfahrens bezüglich der Schulden des SV Hallstadt gegenüber der Stadt. Lediglich der Erste Bürgermeister verweigerte seine Stimme und erntete in der Folge viel Unverständnis – zu Recht?