Massenhaft Anträge, falsche Taktik und eine anstrengende Haushaltsberatung

Rund 40 Prozent höher als im Vorjahr ist das Haushaltsvolumen der Gemeinde Kemmern im Jahr 2021. Grund dafür sind die aktuell großen Investitionen. Aufgrund zahlreicher (Änderungs-)Anträge und Nachfragen zog sich die Haushaltsberatung in die Länge. Und so manches Gemeinderatsmitglied verlor zwischenzeitlich die Lust, sich mit zahlreichen Anträgen einer Fraktion auseinanderzusetzen …

Der Haushalt und eine unübersichtliche Kreuzung

Mit einem Haushaltsvolumen von insgesamt knapp 14 Millionen Euro rechnet der Markt Rattelsdorf im aktuellen Jahr 2021, was Kämmerer Michael Koch den Anwesenden in der letzten Sitzung anschaulich vorgestellt hatte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung von rund 2,1 Millionen Euro. Dabei nimmt der Verwaltungshaushalt (9,2 Millionen) etwas weniger als zwei Drittel der Gesamtsumme ein, da der Vermögenshaushalt um die 4,7 Millionen beziffert wird.

Kreistag verabschiedete den Kreishaushalt

„Wir werden auch in Zeiten von Corona nicht bei den Investitionen sparen: Mit 20 Millionen Euro sind wir hier auch in diesem Jahr auf einem sehr hohem Niveau.“ Das geht nach den Worten von Landrat Johann Kalb aus dem Kreishaushalt 2021 hervor. Der Kreistag verabschiedete das Zahlenwerk am Montagnachmittag in der Regnitz-Arena in Hirschaid mit 35 zu 20 Stimmen. „Durch das gute Miteinander der kommunalen Familie können wir unseren Bürgern eine hohe Lebensqualität bieten“, so der Landrat.

Beschluss gefasst, Sanierung kann starten

Am 22. Januar waren die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung der VG Baunach in einer Onlineveranstaltung bereits über die Planung zur Sanierung der Schule informiert worden. Nun stand der förmliche Beschluss an. Und auch der Haushaltsplan für 2021 war zu verabschieden.

„Unaufgeregter solider Haushalt als Basis für kommende Investitionen.“

Um über zwei Millionen Euro schrumpft das Haushaltsvolumen in Kemmern im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist besonders auf einen deutlich niedrigeren Vermögenshaushalt (Investitionen der Kommune) zurückzuführen. Neue Schulden macht Kemmern vorerst keine, auch in den Folgejahren soll der Haushalt ohne Neuverschuldung auskommen, wie Kämmerer Markus Diller erklärte. Es stellt sich aber die Frage: Wie wird sich die Coronakrise, auch langfristig, auswirken?