Erinnerungsorte sind wichtig für ein „Nie wieder“!

Bewusst war das Datum „16. Mai“ zur Enthüllung der Informationstafel über die einst in Rattelsdorf lebenden und deportierten Sinti-Familien gewählt. „Das war der Tag des ‚Aufstands in Auschwitz–Birkenau‘ im Jahr 1944“, so erklärte es Erich Schneeberger, Vorsitzender des VDSR (Verband der Sinti und Roma), Landesverband Bayern, den anlässlich der Gedenkveranstaltung an der Kreuzung Hauptstraße/Kirchgasse Anwesenden.

Jetzt ist die Ortsmitte für die Menschen da!

Bei schönstem Sonnenschein erfüllte die „neue Ortsmitte“ zum Tag der Städtebauförderung alle Voraussetzungen zum diesjährigen Mottos „lebendige Orte, starke Gemeinschaft“. Auf dem Platz hinter Rathaus und Kirche herrschte bereits wuseliges Treiben, als Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder an die Zeit vor 50 Jahren erinnerte, als der Güßbach kanalisiert wurde, und sich das Ortsbild vollkommen verändert hat.

Neuer Ehrenvorsitzender beim Kapellenverein

Die Annakapelle ist unverkennbar ein barockes Kleinod. Einst am Ostende der Stadt gelegen, begrüßte sie seit Ende des 19. Jahrhunderts alle Gäste, die mit der Bahn anreisen. Der 2006 gegründete Annakapellenverein hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Kapelle zu erhalten und dort Gottesdienste abhalten zu lassen, so zitierte Erste Vorsitzende Adelheid Waschka bei der alljährlichen Mitgliederversammlung den Vereinszweck.

Altbürgermeister zum Ehrenbürger ernannt

Außergewöhnlich war das Ereignis im Markt Rattelsdorf: die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Altbürgermeister Gerhard Jäger. Denn nach den Verstorbenen, Pfarrer Hans Kormann und dem ehemaligen Rektor Joseph Babo, ist er der Dritte, dem diese Ehre zu Teil wird. Noch außergewöhnlicher war jedoch der Ort der Urkundenübergabe: die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul.