Ideenwettbewerb Klimaschutz: Aus Ideen werden Maßnahmen

Im Titelbild: Bürgermeisterin Reinfelder zusammen mit Frau Haas vom Projektmanagement und Umweltminister Glauber

Für die Gewinner-Kommunen des bayernweiten Ideenwettbewerbs „Natürlich fürs Klima“ beginnt nun die nächste Phase. Ein Jahr lang hat das Planungsbüro PSU – Prof. Schaller UmweltConsult GmbH zusammen mit den sieben Gemeinden Ideen zum Klimaschutz auf Umsetzbarkeit geprüft, Maßnahmen erarbeitet und geeignete Förderprogramme recherchiert.

Jetzt ist die Beratungs- und Planungsphase vor Ort beendet und die Umsetzung der Projekte kann beginnen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber gab dafür den Startschuss und betonte bei der Abschlussveranstaltung heute in Nürnberg: „Klimaschutz ist ein Mitmachprojekt. Der Ideenwettbewerb inspiriert die Akteure vor Ort zu konkretem Handeln. Klimaschutz vor Ort hat viele Gesichter. Alleen, kleine Bäche, Hecken, Streuobstwiesen, Wälder und Moore – viele kleine Lösungen bringen oft mehr als eine große. Nun sind die Gemeinden am Zug: Sie entscheiden, aus welchen kreativen Ideen praktische Maßnahmen werden sollen. So werden sie vom Vordenker zum Vorreiter. Mit unserem Ideenwettbewerb wollen wir zum Mitmachen und Nachahmen einladen, damit möglichst viele bayerische Gemeinden davon profitieren. Gemeinsam werden wir den Klimawandel meistern.“

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Glauber überreichte im Rahmen der Abschlussveranstaltung die fertigen Ergebnispakete mit den Projekt-Fahrplänen sowie Planunterlagen und Informationen zu möglichen Förderprogrammen an die Gewinnergemeinden. Die Gewinner-Ideen decken mit ihren Ideen eine große Bandbreite ab: Diese reichen von der Anlage von Gehölzstrukturen über Streuobstpflanzungen, Gewässerentwicklung innerorts und ein grünes Gewerbegebiet bis hin zu Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen von Bürgerinnen und Bürgern. Aus jedem Regierungsbezirk wurde jeweils die beste Idee für eine „Daseinsvorsorge in Grün“ ausgewählt.

Die Gewinner des Ideenwettbewerbs erhielten einen Gutschein über eine individuelle Beratungsleistung im Wert von jeweils 10.000 Euro. Die Beratung umfasste insbesondere die Ausarbeitung eines Umsetzungsfahrplans und bestand beispielsweise aus Vor-Ort-Begehungen, Bürgerbeteiligungsformaten und der Erstellung von Planungsunterlagen. Am Wettbewerb konnten Kommunen bis 10.000 Einwohner teilnehmen. In der Jury waren neben dem Umweltministerium auch externe Vertreter von Gemeindetag und Städtetag sowie des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. vertreten.

Das Bayerische Umweltministerium unterstützt seit 1998 bayerische Kommunen im Bereich Klimaschutz durch ein eigenes Förderprogramm (aktuell KommKlimaFöR 2023). Impulse für eine Klimaanpassung im besiedelten Bereich werden zudem durch zahlreiche Informations- und Vernetzungsangebote, beispielsweise im Rahmen der Umweltinitiative „Stadt.Klima.Natur“, gegeben.

Folgende Kommunen sind die Gewinner des Ideenwettbewerbs:

  • Stadt Bad Brückenau – „Gewässerentwicklung Oberes Sinntal“
  • Gemeinde Breitengüßbach – „Grünes Netz Breitengüßbach“
  • Gemeinde Buch am Erlbach und Gemeinde Vilsheim – „Gemeinsam für Arten- und Klimaschutz“
  • Markt Kellmünz an der Iller, Stadt Illertissen, Markt Buch, Gemeinde Oberroth, Gemeinde Osterberg, Gemeinde Unterroth, Gemeinde Roggenburg – „Streuobstband Iller-Roth-Biber“
  • Gemeinde Pullach im Isartal – „Grüne Infrastruktur für Pullach – Ein Ansatz, viele gelöste Probleme“
  • Stadt Scheinfeld – „1250 neue Bäume für Scheinfeld“
  • Gemeinde Wenzenbach – „Treffpunkt Natur: Das Grüne in Wenzenbach vervollständigen“

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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