Ideen für die Muna zu Papier gebracht

Wie geht es mit der Muna weiter? Durch die „Fortschreibung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) um den Bereich ehemalige Luftmunitionsanstalt“, wie es in der Tagesordnung hieß, wurden erste Ideen gesammelt, die auch auf der online durchgeführten Bürgerbeteiligung basieren. Nun gilt es, in den kommenden Jahren am Projekt weiterzuarbeiten.

Im Jahr 2023 läuft die Frist für die Kaufpreisbindung an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aus. Daraus ergibt sich für Breitengüßbach die Chance, mehr aus dem Muna-Gelände zu machen. „Daher haben wir uns vor anderthalb Jahren entschieden, für die Muna eine Fortführung des ISEK durchzuführen“, erklärte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder in der Gemeinderatssitzung vom 19. Oktober 2021. Nachdem durch Corona keine Bürgerbeteiligung im bisherigen Sinne möglich war, wurde eine Onlineaktion gestartet. Die Beteiligung war groß – mit dem Ergebnis, dass die Muna nach wie vor zur Naherholung und eher für den sanften Tourismus genutzt werden soll.

Alexander Eberl von der DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) stellte die Fortführung des ISEK genauer vor. Nachdem sich eine intensive Nutzung des Geländes aus der Bürgerbefragung nicht ergeben hatte, wurden andere Schlüsselmaßnahmen erarbeitet. Dazu gehören etwa ein Abenteuerspielplatz, eine Aktualisierung der Beschilderung, neue Möblierung, die Schaffung eines Camping-/Zeltbereichs oder eine Wiederbelebung der Eisenbahn als Museumsbahn. Letzteres hänge aber sehr vom Engagement Ehrenamtlicher ab, so Eberl. Alle Konzepte und Ideen seien aktuell noch nicht spruchreif, der Gemeinderat müsse sich daher in den kommenden Jahren weiter intensiv mit der Muna beschäftigen.

In der Muna wäre vieles möglich. Am „Tag des Waldes“ beim 1200-jährigen Jubiläum der Gemeinde Breitengüßbach im Jahr 2012 war ordentlich was geboten …

Keine Ver- und Entsorgungseinrichtungen vorhanden

Auch weitere Ideen erwähnte Eberl. Etwa die Etablierung einer Tiny-House-Siedlung als Alternative zum klassischen Einfamilienhaus. Oder den Bau von Co-Working-Bereichen, die dann von lokalen Selbstständigen oder Unternehmen genutzt werden könnten. Motto: Kreatives Arbeitsumfeld in der Natur. Gemeinderätin Christine Raab (CSU) fragte nach dem im Rahmen der Fragebogenaktion geäußerten Wunsch nach einem Waldfriedhof. Bürgermeisterin Reinfelder erklärte dazu, ein solches Projekt sei natürlich möglich, wäre aber über die Städtebauförderung nicht förderfähig und damit eine Sache der Gemeinde. Da das ISEK wichtig für die Beantragung von Fördergeldern ist, muss ein Waldfriedhof somit im ISEK nicht aufgeführt werden.

Im Beschluss ließ das Gremium offen, welcher Weg eingeschlagen werden soll. Sollte etwa auf dem Gelände eine Gastronomie gewünscht sein, würde das eine Erschließung mit Wasser und Abwasser nötig machen, was für die Gemeinde hohe Kosten verursachen würde. Auch den einmal angedachten Bau einer neuen Erschließungsstraße zur Muna, die dann auch als Ostumgehung für Breitengüßbach genutzt werden könnte, wird aktuell nicht verfolgt. „Die hohen Kosten lohnen keine vertiefte Beschäftigung damit“, meinte Eberl. Mit dem einstimmigen Beschluss wurde auch die Mitwirkung der öffentlichen Aufgabenträger, wie es das Baugesetzbuch vorschreibt, durchgeführt.

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