Eine stattliche Liste an Entwicklungs-Maßnahmen

Im Titelbild: GÜßBACH BeREIT, Bepflanzung mobiler Kübel in der Ortsmitte im April 2022

Der Gemeinderat Breitengüßbach hat beschlossen, das Instrument „Projektmanagement“  im Rahmen der Städtebauförderung  für eine weitere Phase zu nutzen. Beauftragt wurde die Architektin und Stadtplanerin Edith Obrusnik, die die Kommune bereits in der ersten Phase von 2017 bis 2022 begleitete. 

Edith Obrusnik fasst für Nachrichten am Ort die wichtigsten Details zusammen – auch, wie es mit dem Projektmanagement weitergeht und wo die Schwerpunkte liegen werden.

Mit der Fortführung des Projektmanagements ist eine Kontinuität in der Betreuung der großen und kleineren Aufwertungsmaßnahmen in der Kommune gewährleistet. Eine Einarbeitungsphase ist nicht nötig. Das hilft, Zeit und Geld zu sparen. Zudem kann die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre mit allen Akteuren fortgesetzt werden .

Die Aufgaben des Projektmanagements sind im Wesentlichen: Maßnahmen organisieren und voranbringen, in die Öffentlichkeit kommunizieren, Bürger beteiligen und unterstützen. Die Zielsetzung ist mit dem ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) vorgegeben. Aber es gibt auch neue Schwerpunkte in der Städtebauförderung, die es künftig zu beachten gilt: Klimaschutz und Klimaresilienz, Ausstattung mit grüner Infrastruktur und interkommunale Zusammenarbeit. Die Innenentwicklung, also die Wiedernutzung von Brachen und Leerständen sowie die Nachverdichtung gehört weiterhin zu den Handlungsschwerpunkten der Städtebauförderung.

Spalierobst an der Lärmschutzwand am neu gestalteten öffentlichen Weg am Zentrum 3

Die ToDo-Liste für das Projektmanagement beinhaltet die Unterstützung der Gemeindeverwaltung bei der Umsetzung und Einleitung größerer Städtebauförderungsmaßnahmen wie

  • die Neugestaltung der Ortsmitte
  • die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt
  • die Weiterentwicklung des MUNA-Geländes
  • eine Machbarkeitsstudie für ein Bürgerzentrum in der Ortsmitte

Zu den kleineren Projekten gehören

  • die Neugestaltung des „Weidenplatzes“ (Regenrückhaltebecken)
  • ein Generationenspielplatz am Brückenweg
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Hans-Jürgen Scheerbaum

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Karin Eminger

Weiterhin betreut wird das kommunale Förderprogramms „Fassaden und Höfe“ mit dem Ziel, das Ortsbild aufzuwerten. Das Angebot, eine kostenlose Sanierungs- und Bauberatung in Anspruch zu nehmen, haben inzwischen 36 private Eigentümer in Anspruch genommen.

Für Modernisierungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet gibt es Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Einleitung von steuerlichen Abschreibungen.

Zur Unterstützung der gestalterischen Aufwertung im Ortsbild wurde inzwischen ein Gestaltungshandbuch aufgelegt, welches viele Empfehlungen für eine stimmige Gestaltung von Fassaden, Dächern, Höfen und Einfriedungen innerhalb des Sanierungsgebietes aufzeigt. Es liegt in gedruckter Fassung bei der Gemeinde aus.

Start der Baumaßnahme Neue Ortsmitte (Rathaus- und Kirchenumfeld) 09/2022

Zu nennen ist schließlich noch ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld: die Unterstützung des bürgerlichen Engagements in der Gemeinde. Dazu zählt insbesondere die Begleitung der Aktivitäten im Gemeindeverein GÜßBACH  BeREIT. Hier werden Ideen für kleinere aber nicht minder wichtige Projekte und Veranstaltungen geboren. Bei der Umsetzung packen die Bürger – wo es geht – mit an. Immer, wenn es zusätzlich fachliche Unterstützung braucht, springt das Projektmanagement ein. Ein erstes sichtbares Ergebnis der bürgerschaftlichen Arbeit sind die mobilen Pflanzkübel in der Ortsmitte. Weitere Projekte und Veranstaltungen sind in Vorbereitung.

Vielfältige Aufgaben warten auf das alte und neue Projektmanagement. Danke für das Vertrauen, das in unsere Arbeit gesetzt wird, wir freuen uns auf diese kommende Phase.

Edith Obrusnik

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