Städtebauförderung in Breitengüßbach ermöglicht viele Neuerungen

In der März-Sitzung des Breitengüßbacher Gemeinderates blickte Projektmanagerin Edith Obrusnik auf das bisher Erreichte und die kommenden Maßnahmen. Für Nachrichten am Ort hat sie das Wichtigste zusammengefasst …

Die Städtebauförderung hat eine initialzündende Wirkung, wie sich in Breitengüßbach sehr deutlich zeigt. Mit dem ISEK 2017 (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) hatte man eine wichtige Grundlage geschaffen und Zukunftsmaßnahmen für den Ort definiert. Die wichtigsten davon sind bereits in Bearbeitung. Drei bauliche Maßnahmen sind abgeschlossen bzw. kurz vor der Fertigstellung: Neugestaltung Erlein-/Klingenstraße, Fahrradabstellanlage Bahnhofsumfeld Ost und Neugestaltung Friedhofsumfeld Süd mit Errichtung eines öffentlichen Fuß- und Radweges.

Im Bereich des Friedhofes hat sich bereits einiges getan. Info-Banner am Tag der Städtebauförderung 2021.

Die große Baumaßnahme Ortsmitte Breitengüßbach (Rathaus- und Kirchenumfeld, Festplatz) mit einer teilweisen Freilegung des Güßbaches befindet sich in der finalen Vorbereitungsphase. Im September, nach der Kirchweih, beginnt die Bauphase.

Mit der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt steht das nächste große Schlüsselprojekt an. Dafür sollen die Planungsleistungen noch im laufenden Jahr vergeben werden. Die ersten konkreten Abstimmungen mit den beteiligten Straßenbauämtern fanden bereits statt.

Die Neugestaltung der Ortsdurchfahrten ist ein Schlüsselprojekt für Breitengüßbach.

Die Weiterentwicklung des MUNA-Geländes birgt viel Potenzial in Sachen Naherholung und ökologische Fortbildung, wie das jüngst fertiggestellte vertiefende ISEK-Konzept aufzeigt. Bevor jedoch die Umsetzung einzelner Maßnahmen mit Hilfe der Städtebauförderung eingeleitet werden kann, müssen die Eigentumsverhältnisse dauerhaft geregelt werden. Aktuell befindet sich das MUNA-Gelände im Eigentum der Entwicklungsgesellschaft Breitengüßbach.

Der Eingang zum Muna-Gelände.

Auch kleine Aufwertungsprojekte sind wichtig

Weitere Projekte in Breitengüßbachs Pipeline: eine Machbarkeitsstudie für ein Bürgerzentrum am Standort der alten Turnhalle in der Ortsmitte, eine Rahmenplanung für ein Grünes Gewerbegebiet am Kemmerer Weg sowie der von den Jugendlichen lang ersehnte Skateplatz.

Für die Umsetzung kleinerer Aufwertungsprojekte macht sich der im letzten Jahr neu gegründete Gemeindeverein GÜßBACH BeREIT stark.  Es werden fleißig Spenden gesammelt, die im sogenannten Projektfonds mit Fördermitteln verdoppelt werden können. Die Lenkungsgruppe hat sich formiert und erste Maßnahmen initiiert. Ende April werden beispielsweise mobile Pflanzkübel in der Ortsmitte aufgestellt, um zu testen, welche Wirkung mehr Grün im Straßenraum entfalten kann. Mehr Ruhebänke sollen nach und nach im Gemeindegebiet aufgestellt werden, die Pflanzung eines „Coronabaums mit Sitzbank“ wird von den Masken-Näherinnen der ersten Pandemie-Phase ermöglicht, die die eingenommenen Spenden in den Projektfonds einzahlen wollen.   

Die Lenkungsgruppe von „Güßbach bereit“.

Bauhofmitarbeiter mit den selbstgebauten mobilen Pflanzkübeln.

Bei einem Baustellenfest in der Ortsmitte, welches im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der Städtebauförderung“ am Samstag, 14. Mai 2022 stattfinden wird, haben Breitengüßbachs Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über alle Städtebauförderungs-Projekte zu informieren und endlich mal wieder ein Fest mit vielen Angeboten für Groß und Klein zu feiern.

Zu den Tätigkeiten des Projektmanagements gehört auch die Betreuung der Kommunalen Förderprogramme „Fassaden“ und „Leerstand“. Für insgesamt 28 Bauobjekte wurden bereits Bauund Sanierungsberatungen abgerufen. Zehndavon wurden bzw. werden modernisiert, wenn auch in einigen Fällen ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln. Fazit: Im Ortsbild tut sich was!

Zur Unterstützung der gestalterischen Aufwertung im Ortsbild wird in Kürze ein Gestaltungshandbuch aufgelegt, welches viele Empfehlungen für eine stimmige Gestaltung von Gebäudehüllen, Höfen und Einfriedungen innerhalb des Sanierungsgebietes aufzeigt.

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Die erste Phase des kommunalen Projektmanagements geht in diesem Jahr zu Ende. Der durchschnittliche Zeitaufwand pro Woche zwischen lag seit dem Jahr 2017 bei 5,6 und 12,4 Stunden.

Bis alle geplanten Maßnahmen umgesetzt und aufgebaute Strukturen gefestigt sind, wäre eine zweite Phase des Projektmanagements sinnvoll. Wenn sich der Gemeinderat für eine Fortführung entscheidet, wird die Stelle im Sommer neu ausgeschrieben.

Edith Obrusnik. Titelfoto: Johannes Michel

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