Im Titelbild: Die beiden (ehemaligen) Stammtisch-Vorstände Hans Schnapp (li.) und Jürgen Stößel (re.) bei der Übergabe des Schecks an den Kirchenfördervereinsvorsitzenden Alois Hartig.
Ebing. Der Stammtisch Sternla, gegründet vor 51 Jahren, hat sich aufgelöst. Gründe für diese Entscheidung waren u.a., dass es trotz intensiver Bemühungen nicht gelang, neue und jüngere Mitglieder für eine aktive Mitarbeit im Verein zu gewinnen.
Weiterhin war die Mitgliederstruktur zunehmend von Überalterung geprägt. Nachdem Hans Schnapp (über 40 Jahre im Vorstand, davon 27 Jahre 1. Vorstand) und Jürgen Stößel (27 Jahre 2. Vorstand) nicht mehr kandidierten und sich keine Mitglieder bereit erklärt haben Funktionen in der Vorstandschaft zu übernehmen, war eine ordnungsgemäße Weiterführung des Vereins nicht mehr möglich. Somit war der Entschluss den Verein aufzulösen vorgegeben.
Gegründet am Wirtshaus-Stammtisch
Der Verein, dessen Ursprung auf Stammtisch-Fußballspiele zurückgeht, wurde im Juli 1975 gegründet. Zur damaligen Zeit war im Spielkreis Bamberg der Stammtisch-Fußball groß in Mode. Durch den Umzug der Fußballer ins neue Sportheim wurde es ruhig in der ehemaligen Vereinsgaststätte Groh. Doch nicht alle Sportler wollten dem früheren Vereinslokal abrupt den Rücken kehren und etliche traten dem Stammtisch bei.
An der damaligen Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Groh nahmen 27 Personen teil. Johann Stößel übernahm den Vorsitz, August Landgraf wurde stellv. Vorsitzender und Josef Schnapp Kassier.
Neuer Schwung für den Ortskulturring
Horst Sabel, seinerzeit OKR-Vorsitzender, war ebenfalls Stammtisch-Mitglied und Förderer. Der damals schlummernde Ortskulturring wurde mit Unterstützung des Stammtisches wieder zum Leben erweckt.
Ununterbrochen, 16 Jahre lang, stellte der Stammtisch den Kirchweihbaum auf. Die Utensilien dazu finden bis heute noch Verwendung.
In den ersten vier Jahren trugen die Mitglieder 63 Fußballspiele aus und auch die Stammtischkasse füllte sich kontinuierlich. Mittlerweile war der Stammtisch zur festen Größe im Ebinger Vereinsleben geworden, mit dem Ziel die Geselligkeit im Verein und auch die Dorfgemeinschaft zu fördern. So fanden im Lauf der Jahre zahlreiche Veranstaltungen statt. Nikolaus- und Weihnachtsfeiern, Schafkopfrennen, Grill- und Schlachtfeste, Wanderungen, Weinfahrten, Ein- und Zweitagesausflüge und Faschings-umzüge sowie Videoabende standen auf dem Programm.
Unvergessliche Höhepunkte waren der jährliche Sternla-Fasching sowie die Vereinsjubiläen mit den Italienischen und Mediterranen Nächten. Auch im Jubiläumsjahr 2000, der Feier „1200 Jahre Ebing“, zeigte der Stammtisch u. a. beim Höfefest seine Leistungsfähigkeit.
Großzügige Spenden
Mit einem stattlichen Betrag beteiligte man sich bei der Anschaffung des OKR-eigenen Festzeltes und spendete zur Anschaffung von Weihnachtskrippenfiguren in der Kirche, an die Pfarrbücherei und an den Kath. Kindergarten Ebing. Das gesamte Vereinsvermögen von ca. 1600 Euro geht an den Kirchenförder¬verein St. Jakobus Ebing zur Restaurierung des Kirchenturmes.
„Alles Erreichte in diesen 51 Jahren war nur durch die Mithilfe und das Engagement der Mitglieder möglich, so der Vors. Hans Schnapp, und schloss trotz wunderschönbleibender Erinnerungen mit dem Satz: Der Stammtisch Sternla ist nun Geschichte.


