Säulenäpfel entlang der Lärmschutzwände

„Es muss ein Mehrwert für die Bürger entstehen“, hatte Projektmanagerin Edith Obrusnik, die für Breitengüßbach die Umsetzung konkreter Maßnahmen aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) begleitet, bei ihrer Vorstellung im Herbst 2017 angekündigt. Und es passiert auch was in Breitengüßbach – zuletzt etwa eine Pflanzaktion, an der sich auch viele Bürger beteiligten.

Skaterplatz: Was wünschen sich die Jugendlichen?

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept hat Breitengüßbach lange beschäftigt. Nun geht es um die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Auch die Jugendlichen haben da ihre Ideen, und wünschen sich zum Beispiel eine Skaterbahn (im Bild der Skaterplatz in Zapfendorf). Gut wäre ein schnelle Umsetzung, damit die aktuellen Jugendlichen auch noch profitieren können.

Erneut viele Breitengüßbacher dabei

Fast genau zwei Jahre, nachdem in Breitengüßbach die Bürgerwerkstatt zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) viele Bürger angelockt hatte, begrüßte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder mit Edith Obrusnik eine Stadtplanerin, die sich nun um die konkrete Umsetzung von Projekten kümmern soll. Und auch diesmal war die Beteiligung der Breitengüßbacher vorbildlich.

Gemeinsam gestalten wir Breitengüßbach

Die Bürgerschaft und die Fachplaner haben in Breitengüßbach in den letzten Monaten viel erarbeitet und die Richtung vorgegeben: Mit der Aufstellung des ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) sind räumliche Schwerpunkte, Themen und Projekte vorgegeben, die umgesetzt werden sollen, damit Breitengüßbach zukunftsorientiert und attraktiv gestaltet wird. Seit August haben wir auch eine Projektmanagerin.

Rekordhaushalt auch in Breitengüßbach

Wenn aktuell in den Stadt- und Gemeinderäten die Haushalte verabschiedet werden, ist häufig von Rekordhaushalten die Rede. So auch in Breitengüßbach. Das Gesamtvolumen steigt von 12,5 (2016) auf 14,4 Millionen Euro, davon sind alleine 4,8 Millionen Euro Investitionen. Besonders die notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte der Gemeinde, der Bahnausbau, die Erneuerung der Kläranlage und der Städtebau spiegeln im Haushalt und der Finanzplanung wieder.

Noch wirkt der Bahnhofsbereich „verwüstet“

Das Areal rund um den Bahnhofsbereich sowie die angrenzenden Gebiete beschäftigen die Gemeinde Breitengüßbach auch über das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) hinaus. Was lässt dort sich umsetzen? Dazu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Der aktuelle Stand wurde nun in einer Sondersitzung des Gemeinderats präsentiert.

Gemeinwohl vs. Einzelinteressen

Eines ist klar: Nach Abschluss der Bahnbaustelle und wenn die Behelfsbrücke im Süden wieder verschwindet, rollen durch die Ortsmitte von Breitengüßbach wieder bis zu 20.000 Fahrzeuge pro Tag. Eine Entlastung ist seit Jahren geplant, das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) liefert dazu erste Ansätze. Anwohner auf der anderen Seite der Bahn befürchten aber, die Leidtragenden zu sein.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung

„Mit Maßnahmen wie der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt hinsichtlich der Verkehrsreduzierung oder indem wir unsere Freiflächen innerorts erlebbar machen, ein Netz aus bürgerschaftlichem Engagement knüpfen und Räume der Begegnung schaffen, können wir unseren Kernort stärken und aufwerten“, sagte Bürgermeister Sigrid Reinfelder in der Jahresabschluss-Sitzung des Gemeinderats Breitengüßbach. Größtes Thema 2016 war aber die Bahnbaustelle.

„Verkehrsberuhigung“: Breitengüßbach müsste viele Millionen investieren

Im April wurde zuletzt über die Verkehrsbelastung in Breitengüßbach diskutiert – in Auftrag gegeben wurde eine Verkehrszählung. Deren Ergebnisse liegen nur vor und wurden in einer Gemeinderatssitzung präsentiert. Daraus ergeben sich gleich mehrere Handlungsschwerpunkte. Da nicht alles gleichzeitig finanzierbar ist, muss Breitengüßbach eine Prioritätenliste erstellen.