Kläranlagen-Sanierung: Welche Kosten auf die Breitengüßbacher zukommen

Gleich neben dem Wertstoffhof und der Autobahnauffahrt befindet sich die Breitengüßbacher Kläranlage. Momentan wird dort gebaut, Kräne sind zu sehen, Baustellenverkehr. Hintergrund: Die Kläranlage wird saniert – sie entspricht nicht mehr den Regeln der Technik – und wird um ein Belebungsbecken ergänzt. Wie sollen die Einwohner an den umlagefähigen Kosten von fast 3,7 Millionen Euro beteiligt werden? Damit beschäftigte sich nun der Gemeinderat. Thema am 1. Dezember war zudem die Jugendarbeit.

Breitengüßbachs Motto: Jetzt packen wir es an!

Schon im vergangenen Jahr gab es bei der Haushaltssitzung des Gemeinderats Breitengüßbach den Ausblick: 2020 wird es losgehen. Nun verdoppelt sich der Vermögenshaushalt, der die Investitionen der Gemeinde widerspiegelt. Das bedeutet aber auch: Die Zeit neuer Kreditaufnahmen beginnt – erstmals seit zehn Jahren muss Breitengüßbach wieder Schulden machen. Dafür wird viel passieren …

Maschinentechnik muss komplett raus

Es ist ein echtes Megaprojekt, welches die Gemeinde Breitengüßbach da zu stemmen hat. Nicht nur, dass ein Abschalten der Einrichtung nicht in Frage kommt und daher die Erneuerung im laufenden Betrieb erfolgen muss – auch die Kosten sind enorm. Mitte kommenden Jahres soll die Sanierung der Kläranlage beginnen, und nach anderthalb Jahren abgeschlossen sein. Im Gemeinderat ging es außerdem um die Nahversorgung.

Kläranlagen-Sanierung: Breitengüßbach hat sich umentschieden

Bei einer Investition sind nicht nur die direkt entstehenden Kosten wichtig, sondern auch jene, die über die Jahre anfallen. Bei einer Kläranlage können dies Wartungs- und Personalkosten sein. Daher hatte sich die Gemeinde Breitengüßbach eigentlich schon für eine Sanierungsvariante entschieden, nun wurde der Beschluss revidiert. Das hat aber noch andere Gründe.

Breitengüßbachs Schulden sinken weiter

Viele Sanierungs- und Baumaßnahmen beschäftigten aktuell die Gemeinde Breitengüßbach. Das spiegelt sich auch im gerade verabschiedeten Haushalt wider. Allein 1,6 Millionen Euro will Breitengüßbach für die städtebauliche Entwicklung ausgeben. Im Finanzplan nähern sich weitere Großprojekte – von der Erweiterung der Kindertagesstätte bis zur Kläranlage.

Sanierungskonzept für die Kläranlage

Schon seit einigen Jahren steht die Frage im Raum, wie es mit der bald 30 Jahre alten Kläranlage in Breitengüßbach weitergehen soll. Es wurden verschiedene Möglichkeiten herausgearbeitet, wie eine Sanierung aussehen könnte, in der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden einige erneut aufgegriffen. Nun fiel auch die Entscheidung für eines dieser Sanierungskonzepte.

Landwirtschaftliche oder doch lieber thermische Verwertung?

Breitengüßbach ist zurzeit in aller Munde – große Themen wie die ICE-Baustelle und das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) beschäftigen die Gemeinde. Doch trotz alledem darf die dringend notwendige Sanierung der Kläranlage nicht außer Acht gelassen werden. Christian Brückner vom Ingenieurbüro Gaul stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Sachverstand zur Sanierungsplanung und die zur Auswahl stehenden Varianten vor.

Wohin mit dem Abwasser? Und: Derbe Abfuhr!

Weiterhin eine eigene Kläranlage betreiben und die bestehende sanieren? Oder eine Abwasserleitung nach Bamberg bauen und an die Kläranlage der Stadt anschließen? Eine endgültige Entscheidung fiel in der Breitengüßbacher Gemeinderatssitzung am 8. Juli 2014 nicht, die Tendenz zeichnet sich aber ab. Außerdem ging es auch um eine Straßenbrücke über die Bahn am Kreisverkehr und eine mögliche Ostumfahrung von Breitengüßbach.

Hätte, wäre, wenn …

Trotz Mehreinnahmen von rund einer Million Euro wird die Gemeinde Breitengüßbach im Haushaltsjahr 2014 fast ihre gesamten Rücklagen aufbrauchen. Im Mittelpunkt stehen laut Bürgermeisterin der Werterhalt sowie Weichenstellungen. Klar ist: Die großen Aufgaben kommen mit ICE und Modernisierung der Kläranlage dann ab 2015. Die Finanzpolitik der vergangenen Jahre sorgte für Kritik im Gemeinderat.