Breitengüßbachs Schulden sinken weiter

Veröffentlicht am 20. Juli 2018 von Johannes Michel

Viele Sanierungs- und Baumaßnahmen beschäftigten aktuell die Gemeinde Breitengüßbach. Das spiegelt sich auch im gerade verabschiedeten Haushalt wider. Allein 1,6 Millionen Euro will Breitengüßbach für die städtebauliche Entwicklung ausgeben. Im Finanzplan nähern sich weitere Großprojekte – von der Erweiterung der Kindertagesstätte bis zur Kläranlage.

Kämmerer Christoph Hetzel war zufrieden. Bis zum Ende des laufenden Jahres könnte die Verschuldung der Gemeinde Breitengüßbach auf unter 300 Euro pro Einwohner sinken. Damit läge Breitengüßbach dann unter dem Landkreisschnitt und hätte mehr Rücklagen als Schulden. Zum 31.12.2017 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung noch 395 Euro, insgesamt 1,8 Millionen Euro. Aber: Durch diverse Großprojekte wird die Verschuldung bis zum Jahr 2021 wieder zunehmen. Hetzel rechnet dann mit Gesamtschulden von rund 4,1 Millionen Euro, pro Einwohner wären das 890 Euro.

Denn in den kommenden Jahren – der Finanzplan reicht aktuell bis ins Jahr 2021 – wird in Breitengüßbach viel gebaut und investiert: 650.000 Euro in die Feuerwehren, 785.000 Euro in die Sanierung des Schulgeländes inklusive der Schulsportanlage, mehr als 1,2 Millionen Euro in die Erweiterung des Kindertageseinrichtung der Gemeinde, 340.000 Euro kostet die Sanierung des Hans-Jung-Halle und über vier Millionen Euro will Breitengüßbach in die städtebauliche Entwicklung stecken. Ein großer Posten wird auch die Sanierung von Abwassernetz und Kläranlage sein, rund vier Millionen Euro sind hierfür eingeplant.

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Haushaltsvolumen sinkt leicht

Schon im Jahr 2018 werden erste Maßnahmen aus der genannten Finanzplanung umgesetzt, auf 4,1 Millionen Euro summieren sich die Investitionen im Vermögenshaushalt. Dazu gehören erste Baukosten für die Kindertagesstätte (150.000 Euro), Maßnahmen rund um den Städtebau (1,6 Millionen Euro), der Ausbau der Breitbandversorgung (360.000 Euro), Straßenausbaukosten (227.000 Euro) und Investitionen rund um das Thema Wasser und Abwasser (345.000 Euro).

Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Kosten der Gemeinde wiedergibt, ist rund zehn Millionen Euro schwer. Damit ergibt sich ein Haushalts-Gesamtvolumen von 14,1 Millionen Euro, etwas weniger als im Vorjahr (14,4 Millionen Euro). Die größten Einnahmen sind die Gewerbesteuer (1,7 Millionen Euro), die Grundsteuern (433.000 Euro), der Einkommenssteueranteil (2,6 Millionen Euro) und die Schlüsselzuweisungen (917.000 Euro). Auf der Ausgabenseite schlägt die Kreisumlage an den Landkreis Bamberg mit 1,9 Millionen Euro zu Buche – sie steigt aufgrund der Finanzkraft der Gemeinde Breitengüßbach weiter, obwohl der Umlagesatz gesenkt wurde. Für sein Personal (Rathaus, Bauhof, Kindertageseinrichtung) gibt die Gemeinde im Jahr 2018 rund 2,2 Millionen Euro aus. Aufgrund der guten Finanzlage kann Breitengüßbach erneut Schulden tilgen, 475.000 Euro werden es 2018 sein. Neue Schulden werden 2018 nicht aufgenommen.

Die Haushaltssatzung und der Investitionsplan wurden vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder hatte zuvor zum aktuellen Stand wichtiger Projekte informiert, für den Herbst rechnet sie beispielsweise mit Informationen seitens der Deutschen Bahn, ob die Gemeinde Grundstücke und Gebäude am ehemaligen Bahnhofsbereich erwerben kann.

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