Je 100 neu gepflanzte Streuobstbäume in allen 36 Bamberger Gemeinden – das ist das Ziel der gemeinsamen Initiative „100 für 36“ von Landratsamt, Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) sowie Landschaftspflegeverband Bamberg.
Je 100 neu gepflanzte Streuobstbäume in allen 36 Bamberger Gemeinden – das ist das Ziel der gemeinsamen Initiative „100 für 36“ von Landratsamt, Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) sowie Landschaftspflegeverband Bamberg.
Am Freitag, 10. Oktober 2025, lädt der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg alle großen und kleinen Streuobst-Fans zu einem Obstwiesenfest ein. Auf der idyllisch gelegenen Streuobstwiese am Ortsrand von Lauf bei Zapfendorf erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm rund um das Thema Obst, Natur und regionale Tradition.
Streuobstwiesen sind wahre Bio-Schätze. Sie stellen wichtige Biotopverbundelemente und Rückzugsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, gehören zur traditionellen fränkischen Kulturlandschaft und laden zum Entspannen ein. Am 13. September 2025 bietet sich die Gelegenheit, diesen besonderen Ort im Rahmen eines gemeinsamen Bioerlebnistages näher kennenzulernen.
Der Herbst bringt eine reiche Ernte an Äpfeln und Birnen. Doch wohin mit der Fülle, wenn der eigene Garten mehr Früchte trägt, als man essen kann? Im Landkreis Bamberg gibt es zwei einfache Wege: Saft aus dem eigenen Obst pressen oder die Ernte an regionale Keltereien abgeben.
Streuobstwiesen als Hotspots der Artenvielfalt sind derzeit die Stars im „grünen“ Bereich. Die in unserer Heimat einst beliebte Art der Landnutzung, wurde ab den 50er Jahren durch immer größer werdende Maschinen und mit dem Ziel maximale Erträge zu erwirtschaften, unbequem und ineffizient. Und so verschwanden die Streuobstwiesen vielerorts aus unserer Landschaft.
Für über 23.000 hochstämmige Obstbäume hat das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken seit Oktober 2022 im Rahmen der Initiative des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus eine Förderzusage in einer Gesamthöhe von fast 485.000 Euro gegeben. Und die Erfolgsgeschichte des Bayerischen Streuobstpakts dauert an.
Im Bamberger Land leisten Streuobstwiesen einen wertvollen Beitrag zur regionalen Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln und zur Förderung der Biodiversität. Um den Streuobstbesitzern neue Möglichkeiten zur Wertsteigerung zu bieten, organisiert die Öko-Modellregion Bamberger Land die Teilnahme an einer Bio-Sammelzertifizierung.
Wer ein Apfelbäumchen pflanzt, setzt ein Zeichen der Hoffnung für die Zukunft. Im Obstparadies Bamberger Land ist das nicht nur als symbolischer Akt zu verstehen. Wer sich intensiver mit der Streuobstkultur in Oberfranken beschäftigt, erlebt eine Welt voller Genuss, Geschichte und nicht zuletzt ökologischer Vielfalt.
Im Bamberger Land gibt es viele Streuobstbestände, die einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung mit guten Lebensmitteln und zur Biodiversität leisten. Viele Obstbäume werden gepflegt, was durch eine höhere Ernte belohnt wird. Der Streuobstpakt Bayern und die Öko-Modellregion Bamberger Land organisieren die Möglichkeit einer Bio-Sammelzertifizierung.
Das Förderprogramm „Streuobst für alle“ förderte über die Ämter für Ländliche Entwicklung den Erwerb von hochstämmigen Streuobstbäumen zur Pflanzung mit bis zu 45 Euro je Baum. Jeder Einwohner aus der VG Baunach konnte sich bis zum Juli 2023 bei der VG Baunach melden und einen Baum bestellen.
Auch in diesem Jahr führt der Landkreis Bamberg seine erfolgreiche Aktion zur Vermarktung von regionalem Obst aus traditionell bewirtschafteten Streuobstwiesen weiter: In der Broschüre „Streuobstbörse“ finden interessierte Kunden zahlreiche Anbieter, die im kleinen Hofladen oder auch zum Selbstpflücken erntefrisches, unbehandeltes Obst aus der Region verkaufen.
Die Bamberger Streuobstbörse nimmt wieder Anbieter auf. Es ist das zentrale Nachschlagewerk für alle, die leckeres und unbehandeltes Obst im Landkreis suchen.
Den Tieren und Pflanzen am Kraiberg bei Baunach bot sich am 2. Mai 2023 ein ungewohntes Bild: Biertischgarnituren mitten auf der Streuobstwiese und eine Ansammlung von Menschen. Sie alle hatten sich dort zu der Auftaktveranstaltung des Streuobst-Großprojekts „Landkreis Bamberg – Streuobst hat hier Tradition“ des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Bamberg eingefunden.
Blühende Obstbäume, knorrige Baumgestalten, Höhlen für Vogelbrut, bunte Wiesen mit Schmetterlingen und Insekten, all das bieten Streuobstbestände. Streuobstwiesen und -äcker verfügen über einen enormen Artenreichtum und beherbergen bis zu 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Sie gehören zur traditionellen fränkischen Kulturlandschaft, gliedern und prägen die Feldflur und stellen wichtige Rückzugsräume und Biotopverbundelemente dar.