Viele Mitglieder folgten der Einladung der Vorstandschaft des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Oberleiterbach und kamen erwartungsvoll am 21. Februar 2026 ins Gemeinschaftshaus Oberleiterbach. Teilte die Einladung doch bereits mit, dass an diesem Abend ein Ehrengast anwesend sein wird: Robert Fischer, der Schirmherr des 100-jährigen Jubiläums des SKV Oberleiterbach.
Die anwesenden 34 Mitglieder wurden nicht enttäuscht. 1. Vorsitzender Gerhard Senger begrüßte alle Anwesenden und führte durch die Tagesordnung. Besonders begrüßte er den Ehrenvorstand und die Ehrenmitglieder und stellte dann den Ehrengast vor: Schirmherr Robert Fischer, der seit 2007 der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes der deutschen Kriegsgräberfürsorge e. V. ist. Dieser begrüßte die Mitglieder ebenfalls herzlich.
Gerhard Senger konnte in seinem Jahresrück- und -Ausblick viele Aktivitäten des SKV schildern. Der Verein steht finanziell gut da und blickt im Jahr 2026 auf sein 100-jähriges Bestehen zurück. Der Punkt „Neuwahlen“ konnte rasch abgehandelt werden, da alle Mitglieder aufgrund des 100-jährigen Jubiläums und der damit verbundenen Festvorbereitungen dafür stimmten, die Wahl auf nächstes Jahr zu verschieben und die aktuelle Vorstandschaft beizubehalten.
Im Tagesordnungspunkt „100-jähriges Jubiläum“ teilte Vorsitzender Senger mit, was der Festausschuss bisher geplant hat. Am 6. Juni wird eine Kranzniederlegung am Ehrenmal stattfinden und im Anschluss findet im Gemeinschaftshaus der Festkommers mit Ehrungen statt. Die Festtage finden am 20. und 21. Juni 2026 statt. Am Samstag unterhalten „die Stadelhofner“ bei freiem Eintritt ab 20 Uhr. Der Sonntag beginnt um 8:30 Uhr mit einer Fahnenparade zum Festzelt, wo Pfarrer Janek um 9:00 Uhr einen Festgottesdienst abhalten wird. Musikalisch begleiten wird hier die „Lädderbocher Blosmusik“, welche auch am anschließenden Weißwurstfrühschoppen aufspielen wird. Um 13:30 Uhr wird ein Festumzug durch Oberleiterbach stattfinden. Im Zelt wird nach den Festreden und Ansprachen der Musikverein Zapfendorf mit der Bayern- sowie der Nationalhymne den offiziellen Teil beenden. Ab ca. 18.00 Uhr übernehmen die „Maascheißer“ aus Ebensfeld die musikalische Unterhaltung.
Nachdem Gerhard Senger mit seinen Ausführungen geendet hatte, hielt Robert Fischer einen Vortrag über die Tätigkeit des Volksbundes „Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.“ und gab den Anwesenden einen Einblick in dieses wichtige Wirken. Der Verein finanziert sich zu 60 Prozent aus Spenden, 40 Prozent der Kosten werden vom Staat eingebracht. Die Kriegsgräberfürsorge betreut 832 Friedhöfe, davon mit 2,8 Millionen Gräbern im Ausland. Fischer erläutert, dass bisher 200.000 Gräber exhumiert, die Inliegenden identifiziert, registriert und umgebettet wurden. Die Datenbank umfasst mittlerweile 4,5 Millionen Vermisste und Kriegsgefallene.
„Im Tod sind alle gleich. Egal welcher Herkunft, welches Glaubens oder Dienstgrades“, teilt Fischer den Anwesenden mit. Er beschreibt das Gefühl für die Hinterbliebenen sehr deutlich. Er konnte beispielsweise einem Sohn eines gefallenen Soldaten aus Burgkunstadt kurz vor Weihnachten mitteilen, dass sein Vater nach Jahren der Ungewissheit gefunden wurde. Die große Dankbarkeit des Sohnes, der durch das Suchen durch Kriegsgräber e. V. dazu führte, endlich zu erfahren, wo sich sein Vater befindet, ging Fischer sehr nahe.
In Zusammenarbeit mit dem BSB und BKV konnte auch im vergangenen Jahr die Trauerfeier in Unterbrunn am Gedenkstein der vier hingerichteten Unterbrunner gegen Kriegsende organisiert und gestaltet werden. „Ich brauche die Soldatenkameradschaften, auf euch kann ich zählen“, sagte Fischer. Er bedankte sich herzlich für die Unterstützung, auch bei der Friedenswallfahrt Vierzehnheiligen.
Er äußerte sich bewegt, dass es ihm eine große Freude und Ehre ist, der Schirmherr zum 100-jährigen Jubiläum des SKV Oberleiterbach zu sein und freut sich schon sehr auf die Festtage.
Nach Beenden der Jahreshauptversammlung durch den 1. Vorstand hielten sich die Mitglieder noch lange beim Blättern durch die Vereinschronik und Fotoalben des SKV im Gemeinschaftshaus auf und schwelgten noch in so mancher Erinnerung.
Gerhard Senger





