Wenn Seelsorgerinnen und Seelsorger ihre Talare gegen Fußballtrikots tauschen, steht nicht nur der sportliche Einsatz, sondern vor allem der gute Zweck im Mittelpunkt. So auch beim Benefizspiel der bayerischen Seelsorgeauswahl „Gotteself“ in Baunach.
Gegen eine Baunach-Auswahl ging es auf dem Fußballplatz um Tore – und abseits des Platzes um eine möglichst große Spendensumme für ein Brunnenprojekt in Togo, welches die Gotteself seit Jahren unterstützt.
Organisiert wurde die Begegnung von Christian Storath, Pastoralreferent der Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus Baunach und dem Kapitän und Manager der Gotteself Roland Kusche. Beide hatten die Idee für das Benefizspiel und brachten die beiden Mannschaften zusammen. Die Gotteself reiste mit einem klaren Auftrag an: Fußball spielen, Gemeinschaft erleben und dabei Gutes tun.
Für die passende sportliche Leitung sorgte Schiedsrichter Siegmar Weißenberger, der die Partie souverän leitete. Nach dem Spiel zeigte er sich offenbar so angetan vom Einsatz der Gotteself, dass er gleich seine weitere Unterstützung anbot: Sollte die Gotteself für eines ihrer nächsten Spiele noch einen Schiedsrichter benötigen, stehe er gerne wieder zur Verfügung. Ein Angebot, das die Mannschaft sicherlich nicht ausschlagen wird.
Auch organisatorisch zeigte sich Baunach von seiner großzügigen Seite. Volker Dumsky, Vorstand des 1. FC Baunach und zugleich als Fotograf im Einsatz, hielt das Geschehen rund um die Partie in Bildern fest. Der Sportverein übernahm zudem sämtliche Kosten für Essen und Getränke – sodass die Einnahmen vollständig dem guten Zweck zugutekommen konnten.
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1.016,40 Euro kamen nach derzeitigem Stand insgesamt an Spenden zusammen. Damit wurde aus einem Fußballspiel eine beachtliche Unterstützung für den guten Zweck. Möglich wurde die Benefizveranstaltung auch durch die Unterstützung der Großsponsoren: die Stadt Baunach, Finanzservice Albrecht & Fekerl GmbH & Co. KG sowie die KFZ-Werkstatt Peter Winkler trugen wesentlich zum Gelingen der Aktion bei.
Sportlich wurde natürlich ebenfalls alles gegeben. Mit dabei auf Seiten der Gotteself war auch Christina Gäcklein, die spontan aushalf und gemeinsam mit ihren Mitspielern dafür sorgte, dass auf dem Platz keineswegs der Eindruck entstand, hier sei lediglich eine gemütliche Seelsorger-Runde zum Fußballschauen zusammengekommen. Außerdem spielte der 1. Bürgermeister von Baunach, Tobias Roppelt mit, der auch die Partie für die Auswahl aus Baunach anstieß. Das Ergebnis von 9:5 für die Baunachauswahl war dann am Ende eher zweitrangig, denn am Ende blieb ein gelungenes Benefizspiel mit einem erfreulichen Spendenergebnis. Die Gotteself bedankt sich bei allen, die das Benefizspiel möglich gemacht, unterstützt und besucht haben. Baunach hat damit eindrucksvoll gezeigt: Wenn Fußball, Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft zusammenspielen, kann am Ende tatsächlich jeder gewinnen.
Roland Kusche

