Musiker machen Lebensmut

Fünf Stunden Musik, um einem schwerkranken Vierjährigen eine Therapie zu ermöglichen und Hoffnung zu geben. Dies ist die Zielsetzung des „Konzertes für Charlie“, das am Sonntag, 26. April, ab 17 Uhr im Kulturboden stattfindet. Dabei geht es um eine Benefizaktion, die ein Helferkreis um Michael Lorey für Mutter Astrid zusammen mit dem Veranstaltungsservice Bamberg, dem Kulturboden-Team, dem Wirtschaftsclub Bamberg, Gastronom Sebastian Linz sowie Bands und Künstlern aus der Region in einer einzigartigen Konstellation anbieten.

Ende November ereilte Mutter Astrid die erschütternde Diagnose: Ihr Kleiner leidet an einer seltenen, neuro-degenerativen Stoffwechsel-Erkrankung, die dazu führt, dass sich Kinder schon in jungen Jahren wieder zurückentwickeln, Fähigkeiten, die sie zuvor erlernt haben, wie Laufen, Sprechen, Spielen wieder verlieren. Laut der Einschätzung der Ärzte liegt die Lebenserwartung zwischen zehn und 20 Jahren.“  Sie solle die verbleibende, kurze Zeit mit ihrem Sohn genießen, lautete der Rat der Mediziner an die Mutter.

Damit wollte sich Mama Astrid nicht zufriedengeben. Sie konsultierte Experten weltweit, stellte eigene Recherchen an und stieß dabei auf eine Gen-Therapie in den USA, die aber viel Geld kostet. Und sie stieß auf Michael Lorey, dessen Tochter zusammen mit Charlie den Kindergarten besucht und der spontan eine Hilfsaktion initiierte, Plakate klebte, eine Instagram-Seite („bambaid“) ins Leben rief.  Und über Benji Schmitt, dem Frontmann von „Lucky and the heartbreakers“, auch mit Wolfgang Heyder vom Veranstaltungsservice in Kontakt kam. Der wiederum veranstaltet seit sechs Jahren Benefizaktionen im Kulturboden, wie er bei einer Pressekonferenz sagte. Dabei hatte er sicher auch die erfolgreiche Hilfsaktion für einen leukämiekranken Sechsjährigen aus Rentweinsdorf  vor einigen Jahren im Hinterkopf.

Lorey und Heyder ließen ihre Netzwerke spielen und die Drähte glühten, so dass eine einzigartige Veranstaltung mit unterschiedlichen Gruppen und Musikrichtungen zustande kam. Dazu eine Tombola mit 1000 Preisen.

Darüber freut sich auch Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder (CSU): „Es ist schön, wenn Schwächere in unserer Gesellschaft nicht vergessen werden und ich unterstütze die Intiative mit vollem Herzen.“ Söders Dank galt allen Künstlern, Bands und Mitwirkenden.

Ein Dank, den auch Wolfgang Heyder aufgriff. „Alle, die an diesem Sonntag mitwirken oder mithelfen, machen dies unentgeltlch und stellen sich in den Dienst der guten Sache. Ebenso wie die vielen Sponsoren.“ Dabei freute sich Heyder, dass einige der Künstler schon mehrfach bei Benefizkonzerten auftraten, wie Jonas „Bambägga“ Ochs, Lucky and the heartbreakers, die Big Band Baunach (Triple BBB) und David Saam. Neu dabei sind diesmal „Slam Elephant“, „1516“ und die Sandkerwa-Combo „Endlich Kerwa Band“, die sogar ein Benefiz-Lied für Charlie aufgenommen hat.

Dass die Musiker gerne ihren Beitrag zur Benefizaktion leisten, versicherten Harald „Lucky“ Leithner („Wenn wir als alte Rocker helfen können, ist das keine Frage“) und Jonas Bambägga („Wenn wir mit unserer Musik Menschen durch schwere Zeiten begleiten, ist das wunderbar“).

Und sogar eine zweite Benefiz-Veranstaltungen findet demnächst im Kulturboden statt: Das musikalische Märchen „Der Stern in dir“, wie Saskia Steck, die Initiatorin und Co-Autorin erläuterte. Der Erlös geht komplett ans Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt Bamberg. In die Geschichte des Mädchens, das nach einem Stern, der lange über ihrem Dorf stand, sucht, wurden auch bekannte Songs von deutschsprachigen Künstlern eingebaut und die Besucher können jeder ihren eigenen Stern entdecken.  Termin für die emotionale Märchenreise ist Samstag, 16. Mai, um 19.30 Uhr im Kulturboden.

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Veranstaltungsservice Bamberg

Karten gibt es für beide Benefiz-Veranstaltungen im Kartenkiosk in der Brose-Arena (Tel. 0951/23837) oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de (auch zum schnellen Selbstausdruck).

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