DSDS-Sieger mit Metallica-Songs im Kulturboden

Dass seine Stimme sein Kapital ist, steht spätestens seit 2006 fest: Unter 14.000 Bewerbern hat sich Tobias Regner bei der dritten Auflage der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar (DSDS)“ als Sieger durchgesetzt. Am Samstag, 10. Februar, steht er im Kulturboden auf der Bühne – als Sänger und Gitarrist der Metallica-Tribute-Band „Sacarium“.

Seine Mitstreiter sind alle Kumpels, die 2001 die Band hobbymäßig gegründet haben. „Seit dem DSDS-Erfolg wurde das aber auf eine ganze andere Ebene gehoben und wir haben uns deutschlandweit eine solide Fanbasis aufgebaut“, erzählt der 41-jährige Oberbayer, der mittlerweile mit Familie in Österreich lebt.

Die Metall-Rocker aus den Staaten haben Regner von Jugendtagen an fasziniert, live hat er „Metallica“ sechsmal im Konzert erlebt, erstmals bei Rock im Park in Nürnberg. „Mit 16 Jahren bin ich den Keller und habe versucht, die Metallica-Songs nachzuspielen. Ich wollte aussehen wie James Hetfield, singen wie Hetfield, ahmte dessen Gestik und Mimik nach und als die ersten Bartstoppeln sprießten, habe ich mich auch so rasiert.“

Vom Keller auf die Bühne. Sein Bruder jammte mit einem Leadgitarristen auch im Keller, als ein Jugendheim in Freilassing 2001 für ein Bierzelt eine Band suchte und er beim Bruder als Sänger einstieg. „Das war ein großer Erfolg, die Leute haben uns abgefeiert. Es war eine große Party.“ – „Sacarium“ war geboren und hat bis zum heutigen Tag Bestand.

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Der Name ist ein reiner Fantasiebegriff, den ein befreundeter Musiker vorgeschlagen hatte, als er mit der Band spaßeshalber mal jammte. „Keiner von uns weiß, was er bedeuten soll.“

Zur DSDS-Bewerbung kam Tobias Regner auch durch den Bruder. „Der ist mit dem Anmeldeformular durchs Elternhaus gelaufen und ich hab’s gemacht.“  Und danach ging’s los. „Ich habe meinen Lebensunterhalt mit Musik verdient und war viel unterwegs. Aber mit 40 Jahren und Familie habe ich mir die Frage gestellt, ob ich mir noch die Nächte um die Ohren schlagen muss? Ich wurde gelobt wegen meiner Stimmte, weswegen eine Ausbildung als Sprecher für Hörbücher etc. absolvierte.“

Die produziert er neben vielen anderen Audios im eigenen Studio. Wo fühlt er sich wohler – im Studio oder auf der Bühne? „Beides ist reizvoll, und wenn ich auf der Bühne drei Tage lang die Sau rauslassen kann, bin im Studio wieder gut aufgehoben.“

Ralf Kestel. Foto: Tobias Regner Presse

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