Starautor ist ein (Halb-)Bamberger

Starautor Tommy Jaud (53) liest am Dienstag, 6. Februar, um 20 Uhr im Rahmen von Bamlit im Hallstadter Kulturboden und verriet im Vorgespräch, dass ihn enge Kontakte mit Bamberg verbinden.

„Das wird ein lustiger und witziger Abend und keine steife Lesung, Gute-Laune-Stories halt. Da können die Leute den ganzen Quatsch, der uns aktuell umgibt, für einige Stunden vergessen. Ich war damit schon fünf Abende unterwegs, gestern erst in Darmstadt und da haben mich sogar zwei Bambergerinnen angesprochen, dass es total witzig gewesen ist“, verriet Jaud schon mal vorab.

Der Mann ist ein Tausendsassa, dessen Werke schon zum erfolgreichsten Roman in Deutschland und Platz 1 der Spiegel-Literatur-Hitparade avancierten und verfilmt wurden. Er hat den fränkischen Schalk im Nacken und pendelt nach eigener Aussage zwischen den Bierstädten Köln und Bamberg. „Ich hatte in Bamberg ein Haus und eine Mietwohnung, aber das hat mit meiner Haupttätigkeit in Köln nicht richtig funktioniert, also bin ich jetzt hauptsächlich Hotelgast, wenn ich meinen kleinen Bekanntenkreis besuche. Hauptsächlich Gastwirte.“

Ob das aus der Studienzeit herrührt? Nach seinem Abitur am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt (Abi-Note: 2,4) begann der Unterfranke ein („erfolgreich abgebrochenes“ – O-Ton) Germanistikstudium in Bamberg. Das begleitet wurde von Nebenjobs. Moderator bei Radio Primaton in Schweinfurt, dann bei Antenne Thüringen in Weimar. „Da bin ich jedes Wochenende hingefahren.“ Ein Kollege aus der Goethe-/Schiller-Stadt knüpfte denn auch die Kontakte in die Medienstadt Köln, wo Jaud ein Praktikum bei der Produktionsfirma der Sat1-Wochenshow absolvierte.

Anzeige
MKB Kemmern

Es folgte die Zusammenarbeit mit Harald Schmidt, den Redaktionen der Sat1-Wochenshow, der Comedyserie Ladykracher mit Anke Engelke, mit Ingolf Lück oder der „heute show“ mit Oliver Welke im ZDF. „Für Harald Schmidt war ich als Außenautor tätig. Da kam am Morgen ein Fax wegen eines Gags und ich bin der Amalienstraße zum Bäcker nebenan und habe mir eine Bild-Zeitung gekauft, um mir eine Inspiration zu holen. Mein Skript habe ich als Fax zurückgeschickt und am Abend ich geschaut, ob’s gesendet wurde.“   

Diese Spannung braucht es nun nicht mehr. Mit seinen eigenen Büchern und deren Verfilmungen gilt Tommy Jaud als einer der erfolgreichsten, zeitgenössischen Autoren, der Loriot und Ephraim Kishon, als Vorbilder nennt. Deren Satire findet sich auch in seinen Werken wieder, wie auch Bamberger Begebenheiten – so aus dem Hainbad oder dem Einhornskeller, die er im Kulturboden erzählen wird.

Mehr Infos zu Abend gibt es auch auf www.bamberger-literaturfestival.de.

Ralf Kestel

Artikel drucken Artikel drucken

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.