Polizeibericht 5. Mai 2022

Nachrichten-am-Ort-Region

Geschockter Rentner übergibt tausende Euro

BREITENGÜßBACH. Bislang unbekannte Betrüger erbeuteten nach einem Schockanruf Bargeld im niedrigen fünftstelligen Bereich von einem 84-Jährigen. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen übernommen und warnt die Bevölkerung.

Am Mittwochvormittag, gegen 10 Uhr, meldete sich ein unbekannter Mann am Festnetztelefon des arglosen Rentners und gab sich hier als dessen Sohn aus. Der Unbekannte berichtete ihm dann, dass er einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Um eine vermeintliche Haftstrafe abzuwenden, forderte der Betrüger eine hohe Geldsumme. Durch das fortwährende Telefonat unter Druck gesetzt, hob der Senior schließlich mehrere tausend Euro von der Bank ab. Das Bargeld übergab der Geschädigte gegen 12.30 Uhr in der Weißenburgstraße in Bamberg an eine bislang unbekannte Frau. Diese entfernte sich dann mit ihrer Beute rasch in unbekannte Richtung.

Kurz vor der Übergabe fiel dem Rentner zuvor in der Weißenburgstraße ein Taxi auf, welches die Geldabholerin benutzt haben könnte. Eine Beschreibung der Frau konnte er nicht abgeben, diese trug aber eine weiße Corona-Schutzmaske.

Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zu dem Betrugsfall aufgenommen und überprüft auch einen Zusammenhang zwischen der Geldübergabe und dem Taxi. Zeugen, die Hinweise auf die beschriebene Geldabholerin oder das vom Geschädigten benannte Taxi geben können, werden gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 0951/9129-491 bei der Kriminalpolizei Bamberg zu melden.

Die oberfränkische Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor derartigen Betrügern:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich eine Person am Telefon als Verwandter, Bekannter oder Amtsträger ausgibt und von Ihnen Geld fordert.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Sprechen Sie bei einem Anruf mit Geldforderungen immer mit Ihren Angehörigen oder Bekannten.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Haben Sie Zweifel oder kommt Ihnen etwas verdächtig vor? Wählen Sie den Notruf 110 und informieren Sie die Polizei.

Weitere Tipps und Informationen erhalten Sie bei Ihrer Polizeidienststelle oder im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/telefonbetrug-durch-schockanrufe/

HALLSTADT. Auf dem Parkplatz des ERTL wurden seit längerer Zeit immer wieder erhebliche Reifenspuren festgestellt, die mutwillig durch unbekannte Täter mit ihren Fahrzeugen verursacht wurden. Bei den Unbekannten handelt es sich wohl um einen Teil der Tuningszene. Wer hat Beobachtungen gemacht? Hinweise nimmt die Polizei Bamberg-Land, Tel. 0951/9129-310 entgegen. 

RATTELSDORF. Am späten Mittwochabend befuhren ein Pedelec-Fahrer sowie eine Pkw-Fahrerin die K BA 39 von Daschendorf kommend in Richtung Höfen. Auf der langen Geraden überholte die Ford-Fahrerin den Radler. Währenddessen machte dieser einen Schlenker nach links. Dabei stieß er gegen die rechte Fahrzeugseite des überholenden Pkw. In der Folge wurde das Vorderrad vom S-Pedelec überrollt und der 31-Jährige abgeworfen. Er erlitt schwere Verletzungen, unter anderem im Bereich des Kopfes. Am S-Pedelec waren außerdem keine Versicherungskennzeichen angebracht. Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich auf etwa 600 Euro.

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Karin Eminger

Landkreis Bamberg

Sattelzug rammt Pkw

Strullendorf      Im Rückstauende vor der Brückenbaustelle auf der B 505 übersah am Mittwochmittag der 52jährige Fahrer eines Sattelzuges einen vor ihm abbremsenden Skoda und fuhr dem Pkw nahezu ungebremst ins Heck. Die 42jährige Fahrerin im Skoda wurde durch den massiven Aufprall erheblich verletzt und musste, ebenso wie der leicht verletzte Unfallverursacher, ins Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen summiert sich auf rund 40000 Euro.

Führerschein negativ – Haftbefehl positiv

Scheßlitz    Bei der Kontrolle eines Renault mit tschechischer Zulassung auf der A 70, im Bereich der AS Scheßlitz ergab am Mittwochnachmittag die Überprüfung durch Schleierfahnder der Autobahnpolizei, dass der 38jährige Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Gegen ihn liegt zudem ein Haftbefehl vor. Er wurde festgenommen und wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis kommt hinzu.

Titelfoto: Polizei Bayern

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