Bamberger Literaturfestival: Jetzt Karten sichern!

Im Rahmen des 7 . Bamberger Literaturfestivals werden vom 5. Mai bis 3. Juni 2022 mehr als 30 Veranstaltungen in der Stadt und den Gemeinden des Landkreises Bamberg stattfinden. Das erlesene Programm umfasst, wie schon in den letzten Jahren, Lesungen von virtuosen Autorinnen und Autoren und spannende und einzigartige Führungen und Spaziergänge, die in diesem Jahr anlässlich des 200. Todestags von E.T.A. Hoffmann ein besonderes Augenmerk auf seine Spuren in Bamberg legen.

Wie gewohnt werden auch in diesem Jahr die Kinderveranstaltungen einen besonderen Stellenwert haben, um auch den kleinen Literaturfreunden ein kunterbuntes und gleichermaßen informatives wie abwechslungsreiches Programm zu bieten.

Alle Besucher dürfen sich auf herausragende Veranstaltungen freuen, die im Rahmen der gültigen Hygieneregelungen professionell und mit viel Fingerspitzengefühl konzeptioniert wurden. Hierbei wurde sich an der aktuell gängigen 2G+-Regelung orientiert.

Im Auftrag des Landkreises Bamberg als Veranstalter verantwortet die Bamberger Literaturfestival UG (bestehend aus dem Stadtmarketing Bamberg, dem Veranstaltungsservice Bamberg sowie der Buchhandlung Osiander) in Kooperation mit dem St. Michaelsbund Bamberg die Planung und Durchführung der Lesungen.

Tickets gibt es ab seit 2. Februar 2022 an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, telefonisch unter der Hotline 0951 – 23837 oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

Weitere Infos zum Programm gibt es unter www.bamlit.de.


Das Programm 2022

Dirk Steffens: Projekt Zukunft
Donnerstag, 5. Mai 2022, 20 Uhr, Kulturboden Hallstadt

Dirk Steffens, der bekannte Terra-X-Moderator und Naturschützer, befasst sich in seinem neuen Buch mit Themen aus den Bereichen Natur, Umwelt, Technik und Wissenschaft, die uns auf den Nägeln brennen. Gemeinsam mit einer Reihe kluger Köpfe wie Harald Lesch, Antje Boëtius oder Mojib Latif diskutiert er die Auswirkungen des Artensterbens, Nutzen und Schaden der Landwirtschaft, den Zustand der Meere, die künftige Beschaffenheit unserer Wälder, die Zukunft der menschlichen Intelligenz, die Klimakrise und die Auswirkungen unseres Konsums. Er stellt Zusammenhänge her, wägt Pro und Contra, vermeidet einfache Antworten und hinterfragt scheinbare Gewissheiten. »Kann Atomkraft den Klimawandel aufhalten?« ist nur eine dieser spannenden Fragen, die uns alle betreffen, weil sie mit darüber entscheiden, wie unsere Zukunft aussieht.

Tanja Kinkel & Gäste: War Kater Murr mit dem Hund Berganza befreundet?
Donnerstag, 12. Mai 2022, 20 Uhr, Kulturboden Hallstadt

Erfahren Sie unter anderem, wie E.T.A. Hoffmann eine Whistleblowerin erfolgreich gegen die preußische Armee verteidigte, wie man Serapionsbruder wird, wer bei einem Kampf Nußknacker gegen Sandmann gewinnen würde, und warum man die Elixiere des Teufels besser nicht trinkt.

Antje Rávik Strubel: Blaue Frau
Freitag, 13. Mai 2022, 20 Uhr, E-Werk Bamberg

Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in die Ferne. Mit ihr greift Antje Rávik Strubel eine Figur aus ihrem frühen Roman »Unter Schnee« wieder auf. Nun ist Adina 20 Jahre alt und lernt bei einem Sprachkurs in Berlin die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Unsichtbar gemacht von einem sexuellen Übergriff, den keiner ernst nimmt, strandet Adina nach einer Irrfahrt in Helsinki. Im Hotel, in dem sie schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil. »Blaue Frau« erzählt aufwühlend von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen.

Literarische Schätze von E.T.A. Hoffmann: Führung durch die Staatsbibliothek
Samstag, 14. Mai 2022, 13 und 15 Uhr, Staatsbibliothek Bamberg

Die Staatsbibliothek Bamberg verwahrt eine der größten Sammlungen zu E.T.A. Hoffmann in Deutschland. Neben Originalhandschriften des romantischen Schriftstellers, Komponisten und Zeichners umfasst der Bestand auch zahlreiche moderne illustrierte Ausgaben von Werken Hoffmanns. Eine Auswahl wird bei der Präsentation im Lesesaal der Staatsbibliothek vorgestellt.

Günther Koch & Jörg Roth: Wir rufen Güko
Samstag, 14. Mai 2022, 20 Uhr, Bürgerhaus Lechner-Bräu Baunach

Günther Kochs Radioreportagen von Champions-League-Spielen und seine Einsätze in der ARD-Bundesligaschlusskonferenz sind legendär. Selbst Köln-, HSV- und Hertha-Fans erkennen seine Stimme sofort. »Hallo, hier ist Nürnberg! Wir melden uns vom Abgrund!«: Diese zwei Sätze vom letzten Spieltag der Bundesligasaison 1998/99 sind ins kollektive Fußballgedächtnis eingegangen, genauso wie Kochs Reportage vom ersten Bundesliga-Geisterspiel 2004 zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg.
Jürgen Roth kennt Günther Koch seit mehr als zwanzig Jahren, er hat für dieses Buch intensive Gespräche mit ihm geführt, ihn zum Training des FCN und zu Stadionführungen begleitet. Und er hat auch die Stimmen der sogenannten normalen Fans und von vielen prominenten Weggefährten eingefangen.

So zeichnet »Wir melden uns vom Abgrund« das Leben eines Besessenen und Seiteneinsteigers des Fußballbetriebs nach und ist gleichzeitig ein Kaleidoskop unterschiedlicher Haltungen zu diesem Sport: ein Mosaik aus Lebensgeschichte, Reportage, Oral History und Medienhistorie, das ein plastisches Bild von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart vermittelt und ein für die Geschichte der Bundesrepublik exemplarisches Leben für den Fußball erzählt.

Thomas Kraft: Zeit der Narben
Samstag, 14. Mai 2022, 20 Uhr, OSIANDER Bamberg

Ein Filmprojekt führt zwei Journalisten nach Ghana zu den berüchtigten Sklavenforts an der Goldküste. Dort stoßen sie auf die Geschichte von Hanna Reitsch, »Hitlers Fliegerin«, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges den Einsatz von Selbstmordpiloten vorangetrieben hatte und in den 1960er Jahren für den umstrittenen Präsidenten Kwame Nkrumah in Ghana eine Segelflugschule errichtete. Ein Anschlag auf die beiden Journalisten in einer Hotelanlage macht deutlich: diese Recherchen sollen verhindert werden. Thomas Kraft erzählt in seinem neuen Roman (Conte Verlag) von der weitgehend unbekannten deutschen Kolonialgeschichte in Ghana, von Kriegsopfern und Kriegstraumata und von den Strategien der Neuen Rechten, die geschickt an vergangene Zeiten anzuknüpfen suchen.

E.T.A. Hoffmann-Nachmittag: Mit Nevfel Cumart & Orchester
Sonntag, 15. Mai 2022, 15 Uhr, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Komponist und einer der bekanntesten Autoren der Romantik, kam 1808 als Kapellmeister nach Bamberg und verbrachte hier zwei Jahre seines Lebens. Zum 200. Todestag veranstaltet das Bamberger Literaturfestival in Kooperation mit dem E.T.A. Hoffmann Gymnasium einen Nachmittag mit Auszügen aus den Werken Hoffmanns und musikalischer Begleitung. Für die Besucher wird es spannend: Nevfel Cumart wird mit packenden Texten des Dichters einen Einblick in das literarische Schaffen Hoffmanns geben. Die Nachwuchsmusiker des gleichnamigen Gymnasiums wollen mit effektvollen Intermezzi die Textpassagen kommentieren und so die Gestalten der Erzählungen zum Leben erwecken. Wir laden Sie herzlich ein zu einer gemeinsamen literarisch-musikalischen Zeitreise ins 19. Jahrhundert!

Stefan Aust: Zeitreise
Sonntag, 15. Mai 2022, 19 Uhr, Kulturboden Hallstadt

„Es wurde mir von Tag zu Tag deutlicher bewusst, welches Privileg es war, als ›so eine Art Journalist‹, wie ich immer gern gesagt hatte, am Straßenrand der Geschichte zu stehen.“

Wenige Menschen waren bei den großen zeitgeschichtlichen Ereignissen der letzten Jahrzehnte so oft mittendrin wie Stefan Aust. Seine Autobiografie ist auch ein Rückblick auf seine journalistische Arbeit, hier folgt man nicht nur den Stationen eines ereignisreichen Lebens, sondern erhält auch tiefere Einblicke in seine Recherchen. So entsteht ein Panorama bundesdeutscher und internationaler Politik; es ist zugleich Zeitzeugnis, Hintergrundbericht und die Abenteuergeschichte eines hoch spannenden Lebens.

Anne Gesthuysen: Wir sind schließlich wer
Montag, 16. Mai 2022, 20 Uhr, Bücherwelt ERTL Hallstadt

Von einer jungen Pastorin am Niederrhein, die ihre Gemeinde aufmischt, vom Aufwachsen zweier ungleicher Schwestern in Adelskreisen und vom Mut, den es braucht, ein Leben selbst zu gestalten, wenn alles vorherbestimmt scheint. Die Bürger der Gemeinde Alpen sind skeptisch, als Anna von Betteray die Vertretung des erkrankten Pastors übernimmt. Schließlich ist sie geschieden, blaublütig, mit Mitte dreißig viel zu jung für den Posten und eine Frau. Der einzige Mann an ihrer Seite: ihr Hund Freddy. Während Anna versucht, ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit zu bewältigen und die Gemeinde behutsam zu modernisieren, gerät das Leben ihrer Schwester Maria komplett aus den Fugen. Ihr Mann wird verhaftet, kurz darauf verschwindet auch noch ihr Sohn. Ausgerechnet sie, die in den Augen der standesbewussten Mutter die Vorzeigetochter war, die auf Schützenfesten zur Königin gekrönt wurde und einen Grafen heiratete, während Anna mit schmutzigen Hosen im Stall spielte und sich in die falschen Männer verliebte. Erst in der Not überwinden die Schwestern ihre Gegensätze – und erhalten Unterstützung von überraschender Seite. Denn wenn es darum geht, einen kleinen Jungen zu finden, halten die Alpener fest zusammen. Und allen voran: Ottilie Oymann aus dem Seniorenstift Burg Winnenthal!

Edgar Selge: Hast du uns endlich gefunden
Dienstag, 17. Mai 2022, 20 Uhr, Konzerthalle Bamberg

Das literarische Debüt von Edgar Selge: Ein Zwölfjähriger erzählt seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Exemplarisch und radikal persönlich.

Eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen. Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Phantasie. Dieser Junge, den der Autor als fernen Bruder seiner selbst betrachtet, erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt. Wenn sich der dreiundsiebzigjährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein.

Edgar Selges Erzählton ist atemlos, körperlich, risikoreich. Voller Witz und Musikalität. Ob Bach oder Beethoven, Schubert oder Dvořák, Marschmusik oder Gospel: Wie eine zweite Erzählung legt sich die Musik über die Geschichte und begleitet den unbeirrbaren Drang nach Freiheit.

Sarah Straub: Wie meine Großmutter ihr Ich verlor
Mittwoch, 18. Mai 2022, 20 Uhr, Dr. Robert Pfleger Bamberg

Sarah Straub zeigt mit ihrem ersten Buch „Wie meine Großmutter ihr Ich verlor“ in vielen Beispielen, was es bedeutet, wenn aus Vergesslichkeit Demenz wird, welche Aufgaben, aber auch Hilfsmöglichkeiten mit dieser Diagnose verbunden sind. Sie schreibt, wie der Lebensalltag mit einem Demenz-Erkrankten geregelt und das Endstadium dieser Erkrankung würdevoll gestaltet werden kann: „Ich lernte, dass die Menschen oft monate- oder sogar jahrelange Odysseen von Arzt zu Arzt hinter sich haben, bis sie beim richtigen Spezialisten vorstellig werden. Ich lernte, dass unser Gesundheitssystem nicht dafür ausgelegt ist, Betroffenen in jedem Fall ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Ich lernte, dass diese Erkrankung dramatische Folgen für ganze Familien hat.“ Einfühlsam und konkret beschreibt sie, wie der Lebensalltag mit Demenzerkrankten geregelt werden kann, wenn beispielsweise das Autofahren zur Gefahr wird, wenn die Körperhygiene nachlässt oder sich Stürze häufen.

Sarah Straub gewährt auch einen Blick hinter die Fassaden der Kliniken und erklärt, warum es für die Forschung im Moment noch so schwierig ist, ein Heilmittel zu finden. Und so ist „Wie meine Großmutter ihr Ich verlor“ auch eine feinfühlig verfasste Orientierungshilfe, die hilft, den Verlauf, aber auch das Endstadium dieser Erkrankung für Patienten wie Angehörige würdevoll zu gestalten.

Max Goldt: Liest
Donnerstag, 19. Mai 2022, Dr. Robert Pfleger Bamberg

Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet. – Daniel Kehlmann

Auf die Unklarheiten in der Systematik der Dinge hinzuweisen ist nur eine der ehrenwerten Aufgaben, denen sich der deutsche Kolumnist Max Goldt verschrieben hat. Kaum einer versteht es so wie Goldt, die vermeintlichen Nebenschauplätze des Lebens ins Auge des Betrachters zu schieben und den heutigen Alltag auf seine Widersprüche und Kuriositäten hin abzutasten. – Regula Fuchs, Der Bund, Bern (CH)

Heike Mallad & Kapitän Holz: „Steig ein!“
Donnerstag, 19. Mai 2022, 20 Uhr, Club Kaulberg Bamberg

Insgesamt zwölf Songs und zwölf Kapitel erzählen die Geschichte von Hansi, der schon als Bub ein großer Volksfestfan ist und die bunten Lichter und Farben auf dem Rummel bewundert. Mit dem Opa, der selber Schausteller war, sammelt er die ersten wahren Glücksmomente am Karussell und Süßigkeitenstand seines Vaters: Neidisch aber voller Freude auf das Erwachsenwerden saugt er die Festplatzluft auf und die Gerüche von Mandeln und Nebelmaschinen entführen sein Herz in eine Traumwelt, die ihn in den Folgejahren nicht mehr los lässt. Seine Eltern, die ihm einen stabileren Beruf als den des Schaustellers ermöglichen wollen, und sein Talent am Ball lenken seinen Weg in ein Fußballinternat, wo er fernab der Heimat die andere Seite der Kindheit kennenlernt.

Ein Jubiläums-Volksfestturnier führt Hansi als jungen Erwachsenen zurück in die ersehnte Heimat. Nach seinem fulminanten Siegtortreffer im Finale wird der in Vergessenheit geratene Junge von der Besuchermenge gefeiert. Hansi hat sein Ding gemacht und ist schlichtweg „Der Ding“! Er wird zur lebenden Legende und es bahnt sich ein schicksalhafter Abend im stimmungsvollen Festzelt an.

Roland Jankowsky: Wenn Overbeck kommt …
Freitag, 20. Mai 2022, 20 Uhr, Michael-Arneth-Schule Gundelsheim

In der beliebten ZDF-Krimiserie Wilsberg spielt er seit über 23 Jahren den etwas schrägen Kommissar Overbeck. In dieser Rolle tritt er gerne in so manches Fettnäpfchen, agiert auch oftmals ungezügelt und am Rande der Legalität, was ihm den Beinamen „Dirty Harry von Münster“ eingebracht hat. Roland Jankowsky verfügt über viele Talente. Ob als Schauspieler im TV, oder im Theater, Sänger oder Hörbuchsprecher – sein komödiantisches Potential ist unverkennbar sein Markenzeichen.

Roland Jankowsky wurde von den Zuschauern zum „Coolsten TV-Kommissar Deutschlands 2018“ gewählt. Seit gut zehn Jahren tourt Jankowsky mit seinen Krimilesungen durch Deutschland. 2016 erhielt er dafür bei den Eifelkulturtagen den Publikumspreis „Goldenen Berta“.

Für die Lesung wechselt Jankowsky alias Kommissar Overbeck die Seiten. In den gelesenen Shortstories geht es um Killer und die Tücken, denen sich dieser Berufsstand stellen muss. Nicht jede Kugel die trifft, trifft auch den Richtigen. Der Kölner Schauspieler ist ein exzellenter Vorleser und seine Lesekunst verspricht allerbeste Unterhaltung.

Sönke Wortmann: Es gilt das gesprochene Wort
Sonntag, 22. Mai 2022, 19 Uhr, Kulturboden Hallstadt

Ist Schweigen wirklich Silber und Reden Gold? Wir schreiben das Jahr 2019 Franz Josef Klenke arbeitet als Redenschreiber für den deutschen Außenminister Hans Behring und begleitet ihn regelmäßig auf seinen Auslandsreisen. Er ist überzeugter Sozialdemokrat und tut alles, um den integren Mann gut dastehen zu lassen, wozu auch gehört, dass man in Reden zwar nicht unbedingt die Unwahrheit sagt, aber manche Wahrheit auch nicht ausspricht. Doch ausgerechnet Klenke, ein Mann des Wortes, liebt Maria, die nicht sprechen kann. Und das sorgt immer wieder für Probleme. Als die Delegation zu einer Reise nach Marokko aufbricht, um über ein Rücknahmeabkommen für illegale Flüchtlinge zu verhandeln, erwartet sie dort der Diplomat Cornelius von Schröder. Dieser sympathisiert jedoch in letzter Zeit zunehmend mit der erstarkenden Rechten, denn seine CDU erkennt er nicht wieder. Sein Ziel die Migration aus afrikanischen Ländern nach Deutschland zu verhindern. Von Schröder radikalisiert sich immer mehr und hat eine Agenda, von der niemand etwas ahnt.

E.T.A. Hoffmann-Spaziergang: Mit Martin Neubauer
Sonntag, 22. Mai 2022, 10.45 Uhr, E.T.A. Hoffmann-Haus Bamberg

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, einer der bekanntesten Autoren der Romantik, Jurist, Zeichner und Komponist, kam 1808 als Kapellmeister nach Bamberg. Seine Spuren sind noch heute allgegenwärtig und erzählen spannende Geschichten von großen Erwartungen, Erfolgen, Misserfolgen und einer großen Liebe. Martin Neubauer entführt Sie mit szenisch belebten Dichtungen in das Bamberg und die Welt E.T.A. Hoffmanns.

Vielleicht begegnen Sie ja nicht nur dem sprechenden Hund Berganza, sondern auch „sonderbaren Arten des Wahnsinns“, einem magischen Sauschwanz, raunzigen Franken, platzenden Säulen oder einem  schimpfenden Türknauf? 

Martin Neubauer, geboren in Bamberg, erhielt seine Ausbildung an der »Neuen Münchner Schauspielschule«, Abschluss mit Bühnenreifeprüfung. Nach Rundfunk- und Fernseherfahrungen verlegte Neubauer seinen Schwerpunkt auf die Rezitation: im Mittelpunkt das gesprochene Wort.  Seither tritt er mit literarisch-musikalischen Programmen bundesweit auf (Passauer Festwochen, Stiftung Weimarer Klassik, Goethehaus Frankfurt u.v.a.). Einen besonderen Schwerpunkt in Neubauers Arbeit bildet die Verbindung von Wort und Musik. So kam es zu Auftritten mit dem Kölner Rundfunkorchester, den Thüringer Symphonikern und den Bamberger Symphonikern, Bayrische Staatsphilharmonie und dem Berganza-Quartett. 

Neubauer erhielt den Kulturförderpreis der Stadt Bamberg und den Berganza-Preis des Bamberger Kunstvereins. Als Rezitator erarbeitet er ständig neue Programme mit einer ausgeprägten Vorliebe für die Dichtung der Romantik. 

Rüdiger Safranski: E.T.A Hoffmann – Das Leben eines skeptischen Phantasten
Montag, 23. Mai 2022, 20 Uhr, Harmoniesäle Bamberg

Eigentlich wollte E. T. A. Hoffmann Musiker werden, und als Komponist und Kapellmeister hat er es zu einigen Erfolgen gebracht. Zur Sicherheit studierte er Jura, aber dann begann er aus einer Laune heraus Erzählungen und Romane zu schreiben, die bis heute lebendig geblieben sind: „Lebens-Ansichten des Katers Murr“, „Die Elixiere des Teufels“, „Die Serapionsbrüder“. Rüdiger Safranski hat ihm 1984 seine erste Biografie gewidmet, nun erscheint sie neu zum 200. Todestag, erweitert um ein Nachwort. Man findet in ihr alles Wissenswerte über Leben und Werk, aber sie weckt vor allem die Lust, in die wilden Geschichten des E. T. A. Hoffmann einzutauchen.

Helmut Vorndran: Natternsteine
Mittwoch, 25. Mai 2022, 20 Uhr, Örtelscheune Heiligenstadt

Franken Krimi. Humorvoll-skurril und sauspannend.

In der Fränkischen Alb endet eine Bergtour tödlich: Statt ins Gestein greift ein Kletterer nach einem Toten, der ihn mit sich in die Tiefe reißt. Die Identität des Mannes ist nicht zu bestimmen – denn ihm fehlt der Kopf. Als in alten unterfränkischen Polizeiakten weitere kopflose Tote entdeckt werden und auch noch ein skrupelloser Unbekannter auf den Plan tritt, liegen alle Hoffnungen auf Kommissar Lagerfeld und seinem neuen talentierten Ermittlerferkel.

Christof Leim: 101 Rock Stories
Mittwoch, 25. Mai 2022, 20 Uhr, Zehntscheune Schlüsselfeld

Musikjournalist Christof Leim erzählt die besten Krach- und Lachgeschichten aus 100 Jahren Rock’n’Roll. Es geht um große Stars und große Songs, um Unfälle und Todesfälle, um Drogen, Sex und Superlative. Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? Die Musikhistorie steckt voll solcher Sonderbarkeiten: Mötley Crüe schlagen sich mit einem traurigen Doppelgänger rum, Lemmy hat den cleversten Heimweg, und Ozzy Osbourne dreht sowieso meistens durch. Oder die Nacht, in der The-Who-Drummer Keith Moon versehentlich seinen Chauffeur überfährt… Daneben erzählt Christof Leim von seinen eigenen Erlebnissen als Journalist, etwa einem folgenreichen Frühstücksbier mit Zakk Wylde und einer S-Bahn-Jagd mit Rudolf Schenker. Die Zuhörer erfahren Skurriles und Hintergründiges, Abgefahrenes und Überraschendes, fachkundig erklärt und vorgetragen mit Musik. Die Rock Stories gastierten seit 2018 schon in unzähligen Theatern, Clubs & Kneipen in ganz Deutschland, außerdem auf der Full Metal Cruise, dem Rock Hard Festival und den Hamburg Metal Dayz. Man darf sich eine Rock-Stories-Show vorstellen wie ein Tresengespräch unter Musikfreaks, bei dem einer vorne sitzt und begleitet von Bildchen, Songs und Videos Geschichten erzählt, über die wir uns beim Bierchen sowieso unterhalten würden.

Best of Poetry Slam: Bamberg ist Slamberg
Freitag, 27. Mai 2022, 20 Uhr, StartUp Factory Bamberg

Vier Lesungen in einer und am Ende steht ein/e Sieger/in … Mit konventionellen Lesungen hat ein Poetry Slam tatsächlich nicht viel gemein. Kein Lesetisch mit Wasserglas, nur ein Mikro auf Stativ, mehr braucht es nicht. Die Texte werden vom Blatt gelesen, frei vorgetragen, mit vollem Körpereinsatz performt. Keine Hilfsmittel, keine Verkleidungen, nur das gesprochene Wort zählt. Keine Fachjury, sondern das Publikum stimmt darüber ab, was am besten gefällt. Vier der besten Poet:innen aus dem deutschsprachigen Raum sind geladen und zeigen, was sie am Mikrofon können. Moderiert wird von Slam-Zampano Christian Ritter. Bamberg ist wieder Slamberg. Nähere Informationen zum Line-Up finden Sie auf den Social-Media-Kanälen des Poetry Slam Bamberg.

Juliane Stadtler: Krone des Himmels
Freitag, 27. Mai 2022, 20 Uhr, Club Kaulberg Bamberg

Nach verheerenden Schlachten fällt Ende des 12. Jahrhunderts der größte Teil des Königreichs Jerusalem zurück an die Sarazenen. Barbarossa und Löwenherz führen ihre Heere daraufhin gen Akkon, das Tor zum Heiligen Land. In der Hoffnung, von einer schweren Sünde losgesprochen zu werden, begibt sich auch die junge Aveline auf den dritten Kreuzzug. Die Umstände zwingen sie, sich als Bogenschütze Avery auszugeben und sich unerkannt dem Heer Barbarossas anzuschließen. Nachdem sie im Gefecht verletzt wird, vertraut sie sich dem Wundarzt Étienne an, der wie sie eine schwere Bürde trägt und um Gerechtigkeit und Anerkennung ringt. Zusammen finden sie Trost, aber schon bald müssen sie erkennen, dass ihr schlimmster Feind nicht unter den Sarazenen, sondern in den eigenen Reihen lauert…

Ewald Arenz: Der große Sommer
Samstag, 28. Mai 2022, 20 Uhr, OSIANDER Bamberg

Der Rückblick eines Mannes auf den Sommer, der sein Leben für immer verändert.

Es sieht ganz danach aus, als würde der 16-jährige Friedrich die Versetzung in die nächste Klasse nicht schaffen. Seine einzige Chance sind die Nachprüfungen, und das heißt, kein Urlaub mit der Familie, kein Sommer. Als sei das nicht schon schlimm genug, verdonnert ihn seine Mutter zum Lernen mit dem Großvater. Frieder ist entsetzt: ausgerechnet mit dem Großvater, den er bis vor ein paar Jahren noch siezen musste! Sein einziger Trost ist Nana, seine Großmutter. Und Beate, das Mädchen in dem flaschengrünen Badeanzug, das er an einem der letzten Tage vor den Ferien im Schwimmbad kennengelernt hat. Allen schrecklichen Ahnungen zum Trotz lernt er seinen Großvater in den darauffolgenden Wochen mit neuen Augen zu sehen, erfährt von der Liebesgeschichte der Großeltern und erlebt selbst die erste große Liebe. Ein perfekter Sommer, wäre da nicht sein bester Freund Johann, meist souverän und cool, tatsächlich aber ein komplizierter Mensch.

Ein Roman, der jeden sich erinnern lässt: an die erste, vielleicht einzige große Liebe, an das Glück der Freundschaft und an die verdammte Arbeit, die Erwachsenwerden heißt Ewald Arenz‘ neuer Roman ist witzig, hellsichtig, berührend, klug, manchmal sehr traurig, aber immer beglückend.

Bob Cremer: Die Geheimsprache des Blues – Die wahre Bedeutung der Songtexte
Sonntag, 29. Mai 2022, 19 Uhr, Bauernmuseum Frensdorf

Die Kombination von doppeldeutigen Songtexten und vorgetragenen Delta-Blues-Liedern verspricht dem Publikum einen richtigen Blues-Krimi-Abend. Dort wird man entdecken, was scheinbar harmlose Wörter aus dem Alltag wie „Tee“, „Bratpfanne“ und sogar der „Weihnachtsmann“ ganz andere Bedeutungen haben.

In den 1960ern verfiel Bob Cremer dem Blues. Jetzt hat der Wahl-Bamberger (aufgewachsen in Chicago) dem Blues und seiner Sprache ein 700 Seiten dickes Buch gewidmet. Sydney Ellis, eine führende Stimme in der heutigen Bluesszene, kommentierte: „Robert Cremer, ein moderner Alan Lomax, hat die gesprochene Sprache des Blues durch jahrzehntelange persönliche Interviews zusammengetragen. Die Geheimsprache des Blues übersetzt die Feinheiten, Anspielungen und den Geschmack der afroamerikanischen Sprache, die in der Blues-Musik verwendet wird, und macht ein tiefes Verständnis der Blues-Texte für alle Blues-Fans zugänglich.“

Es erwartet die Zuhörer ein abwechslungsreicher Abend mit vielen neuen Informationen über den Blues und viel authentischer Live-Musik.         

Alois Prinz: Das Leben der Simone de Beauvoir
Montag, 30. Mai 2022, 20 Uhr, Bistumshaus Bamberg

Simone de Beauvoir kämpfte ihr Leben lang gegen Mythen, Vorurteile, Gewohnheiten. Dass man nicht als Frau zur Welt kommt, sondern dazu gemacht wird, ist der Satz, der sie berühmt gemacht hat. Doch Beauvoir ist selbst zum Mythos geworden: zur Ikone des Feminismus, zum Vorbild der modernen, emanzipierten Frau, zur Königin des Existentialismus, zur selbstbewussten Partnerin an der Seite Jean-Paul Sartres. Dabei wollte sie in ihrem Leben nichts verklären. Ihrer Überzeugung folgend, dass man nichts verheimlichen darf, alles offenlegen muss, hat sie sich nicht davor gescheut, auch Enttäuschungen und die dunklen Seiten ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Simone de Beauvoir wollte vom Leben alles, Luxus und Entsagung, Stetigkeit und Wandel. Sie glaubte, dass wir Menschen an Hoffnungen und Versprechen festhalten müssen, die letztendlich unerfüllbar sind. Alois Prinz erzählt ihr Leben zwischen dem Verlangen nach Glück und der Treue zu einer Wirklichkeit, die keine Flucht erlaubt.

Marc Raabe: Violas Versteck
Dienstag, 31. Mai 2022, 20 Uhr, Bücherwelt ERTL Hallstadt

LKA-Ermittler Tom Babylon ist auf der Suche nach seiner kleinen Schwester „Vi“, die 1998 spurlos verschwand. Jetzt gibt es endlich einen Hinweis: Ein aktuelles Foto von Viola, versteckt im Keller seines Vaters. Bei einem mysteriösen Überfall in der Berliner UBahn wenig später kommt sein Vater ums Leben. Babylon ist sich sicher, auch der Täter ist auf der Suche nach Viola. Und er glaubt zu wissen, wer dahintersteckt: sein früherer Mentor Dr. Walter Bruckmann, der geschworen hat, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Doch wie kann ein Mann, der seit seiner Verurteilung in einer Psychiatrischen Anstalt in den Alpen einsitzt, in Berlin einen Mord verüben?

Wolfgang Schorlau: Kreuzberg Blues
Mittwoch, 1. Juni 2022, 20 Uhr, OSIANDER Bamberg

Von Stuttgart nach Berlin-Kreuzberg: Denglers zehnter Fall führt ins Herz des gegenwärtigen Kampfs um das Recht auf Wohnen. Hochaktuell und spannend. Georg Dengler fühlt sich in Stuttgart so wohl wie schon lange nicht mehr, und auch mit Olga läuft es besser denn je. Trotz der aufziehenden Coronapandemie lässt er sich von ihr überreden, in Berlin zu ermitteln. Dort scheint ein Immobilienhai seine Mieter mit kriminellen Methoden rauszuekeln. Doch Dengler muss erkennen, dass die Sache größer ist, viel größer. Das gibt es nirgendwo sonst auf der Welt: In einem Radius von wenigen hundert Metern vereinen sich in Kreuzberg Plattenbauten, schicke Townhouses, die türkische Community und der Schwarze Block. Ausgerechnet hier will der Bauunternehmer zwei Häuser »entmieten«. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die Mieter*innen wehren sich. Eine von ihnen bittet ihre Freundin Olga um Hilfe. Plötzlich stehen sie und Georg Dengler mitten im modernen Berliner Häuserkampf um das Recht auf Wohnen. Dann wird ein Mann vom Dach eines der umkämpften Häuser gestoßen – und die Lage eskaliert.

Johannes Krause & Thomas Trappe: Hybris
Donnerstag, 2. Juni 2022, 20 Uhr, KUFA Bamberg

In atemberaubendem Tempo haben die Menschen den Planeten ihren Bedürfnissen unterworfen. Im 21. Jahrhundert stehen sie vor den Scherben ihres Tuns: Die natürlichen Ressourcen erschöpft, die Klimaerwärmung eine tödliche Bedrohung, globale Pandemien eine akute Gefahr. Werden wir auch diese Krise meistern? Evolutionär betrachtet, gleicht die Entstehung der modernen Menschen einem Wimpernschlag. In dieser kurzen Epoche eroberten wir Kontinente, bereisten Arktis und Wüste, machten uns Flora und Fauna untertan, überwanden Grenzen. War diese unaufhaltsame Expansion nur ein Ritt in Richtung Abgrund? Johannes Krause und Thomas Trappe erzählen von der unglaublichen Reise der Menschheit, von tödlichen Rückschlägen und Siegeszügen einiger weniger Populationen. Sie zeigen, was wir aus der Vergangenheit für unser Überleben lernen können – und welche Gefahren in der zügellosen Kraft des Menschen liegen.

Jo Lendle: Eine Art Familie
Freitag, 3. Juni 2022, 20 Uhr, Bistumshaus Bamberg

»Es ist die Geschichte einer deutschen Familie. Zufällig meiner eigenen.« – Jo Lendle

Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus und die junge DDR bis in die Bundesrepublik der Nachkriegszeit führt Jo Lendles raffiniert erzählter Roman über das Zerbrechen einer Familie, über Schuld, über Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Welt und die feinen Unterschiede zwischen Schlaf, Narkose und Tod.

Man sucht sich die Zeiten nicht aus, in die man gerät und die einen prägen. So wie Lud und Alma. Lud, 1899 geboren, und sein Bruder Wilhelm verehren Bach und Hölderlin und teilen dieselben unerreichbaren Ideale. Wilhelm, der früh in die nationalsozialistische Partei eintritt, misst andere daran, Lud sich selbst, was ihn ein Leben lang mit sich hadern lässt. Alma hat ihre Eltern schon als Kind verloren. Ihr Patenonkel Lud, wenig älter als sie selbst, und seine Haushälterin werden ihr eine Art Familie werden. Als Professor für Pharmakologie erforscht Lud den Schlaf und die Frage, wie man ihn erzeugen kann. Während er die Tage an der Universität verbringt, kann Alma zu Hause nicht aufhören, an ihn zu denken. Als er beginnt, Giftgas zu erforschen, erzählt er ihr nichts davon. Sein Ringen mit den hehren Idealen wird verzweifelter. Denn da ist auch noch Gerhard, an dessen Seite er im Ersten Weltkrieg kämpfte, den er nicht aus seinem Kopf bekommt.

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