Schwester Lumen feierte ihren 90. Geburtstag

Veröffentlicht am 6. März 2019 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz


Viele Jahre lang war Schwester Lumen in der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten für die Landwirtschaft zuständig. Mit Begeisterung erzählt sie heute noch von ihrer Arbeit auf dem Feld – und später im Garten der Abtei. Am 3. März 2019 konnte sie ihren 90. Geburtstag feiern.

Geboren wurde Schwester Lumen (Adela Farre) am 3. März 1929 auf den Philippinen. Die Eltern waren mit elf Kindern gesegnet, von denen allerdings nur fünf die Kinderjahre überlebten. Wenige Wochen nach der Geburt wurde Adela protestantisch getauft – ihre Eltern gehörten unterschiedlichen heimischen Religionen an. Nachdem die Nachbarskinder in eine katholische Schule gingen, folgte Adela ihnen, konvertierte und ging zur Kommunion. Später arbeitete sie als Lehrerin an einer Grundschule, konnte sich damit aber nicht ihren Lebensunterhalt verdienen. Und so half sie in der Pfarrei als Sekretärin und in der Sakristei mit.

Die Arbeit dort mit den Missionsschwestern bestärkte ihren Wunsch, dem von Äbtissin Edeltraud Danner gegründeten Benediktinerinnen-Orden vom Eucharistischen König beizutreten. Am 24. April 1957 trat sie in den Orden ein und wollte der Gründerin des Klosters nach Deutschland folgen. Dazu kam es dann bereits 1958. Sie gehörte damit zu den Pionierinnen der schwesterlichen Gemeinschaft, die damals aus drei deutschen Benediktinerinnen und 14 jungen philippinischen Schwestern bestand. Aus dem verfallenen Schlösschen in Kirchschletten wurde das heutige Kloster.


Äbtissin Mechthild Thürmer gratuliert Schwester Lumen zum Geburtstag. Oben im Bild: das Porträt von Gründerin Edeltraud Danner.

Zuständig für die Landwirtschaft

Ohne Maschinen – es wurde von Hand gemäht, gepflügt, gedroschen – war die Arbeit in der Landwirtschaft mühsam. Vieles brachten sich die Schwestern, auch Sr. Lumen, im Selbststudium und mit Versuchen bei. Noch heute erzählt sie stolz von ihren morgendlichen Fahrten mit dem Traktor aufs Feld. In späteren Jahren kümmerte sie sich um den Klostergarten und die vielen Blumen, nachdem mit 65 Jahren eine Operation ihre Beweglichkeit einschränkte. Den Traum, einmal ihre Heimat zu besuchen, hatte sie nicht, wie sie erzählt. Vielmehr sei doch ihr Lebenswunsch, nach Deutschland zu gehen, bereits erfüllt worden. Einmal besuchte Lumen aber dann doch Mitglieder ihrer Familie in den USA.

Am 9. März wird Sr. Lumens Geburtstag nachträglich noch groß gefeiert. Nach der Mittagshore (12.00 Uhr) gibt es Mittagessen und ab 15.00 Uhr Kaffee und Kuchen.

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.
Indem Sie auf "Kommentar absenden" klicken, erlauben Sie uns, Ihre Daten (Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse und Kommentar) digital zu speichern und zu verarbeiten und Sie ggf. zu kontaktieren.
Zur Vermeidung von Spam-Kommentaren nutzt diese Webseite die Funktionen von Akismet. Mehr dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung unter dem Stichpunkt "Kommentare".