Baunach hofft auf entscheidendes Spiel 3

Veröffentlicht am 14. April 2014 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Nun sind die Baunacher Basketballer wie noch nie auf die Unterstützung des heimischen Publikums angewiesen. Beim Heimspiel am Samstag geht es um alles, nachdem das erste Playoff-Halbfinale in Schwelm verloren ging. Der TSV Tröster Breitengüßbach beendete die Saison ebenfalls mit einer Niederlage.

Erste Baunacher Auswärtsniederlage in den Playoffs

Im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie der 2. Bundesliga ProB musste sich die Mannschaft von Bike-Cafe Messingschlager Baunach nach hartem Kampf über 40 Minuten mit 75:66 in Schwelm geschlagen geben. Man hat aber am Ostersamstag die Chance, Zuhause die Serie auszugleichen und ein entscheidendes Spiel 3 dann am Ostermontag in Schwelm zu erzwingen.

Die Gäste aus Baunach fanden gut ins Spiel und ein Dreier von Spielmacher Alex Engel brachte eine 5:2-Führung nach drei Minuten. Es war schon zu Beginn zu erkennen, dass sich ein Kampf auf Biegen und Brechen entwickeln würde und um jeden Punkt hart gekämpft werden musste. Im 1. Viertel hatten die jungen Oberfranken noch ein sicheres Händchen aus der Distanz, so dass sie dieses knapp mit 15:13 für sich entscheiden konnten. In den zweiten zehn Minuten war es dann zuerst Jörg Dippold, der mit zwei sicher verwandelten Freiwürfen seine Farben mit 19:15 in Führung warf.  Baskets-Trainer Raphael Wilder übernahm nun mit seiner  hervorragend eingestellten Truppe das Kommando. Mit einem 13:0-Lauf eroberten sie die Führung zurück und so ging es mit 35:24 in die Halbzeitpause. Den Gästen waren in diesem Viertel lediglich neun Punkte gelungen.

Doch aufgeben ist bekanntlich nicht eine Baunacher Tugend. Coach Ivan Pavic schaffte es, sein junges Team wieder aufzurichten und neu motiviert in die 2. Halbzeit zu schicken. Punkt um Punkt kämpfte man sich an die Baskets heran und in der 28. Minute war beim Stand von 46:44 das Spiel wieder völlig offen. Trainerfuchs Wilder stoppte den Baunacher Run mit einer Auszeit. Diese Maßnahme zeigte umgehend Erfolg, denn mit sicher verwandelten Dreipunktwürfen der starken Hicks und Fiorentino konnten sich die Gastgeber wieder auf 56:47 absetzen. Überhaupt hatte Dario Fiorentino, der bisher einen Schnitt von nicht einmal sieben Punkten aufzuweisen hatte und erst einen Dreier in der gesamten Saison getroffen hatte, einen Sahnetag erwischt und den Gästen große Probleme bereitet.

Ein Dreier von Andi Obst gleich zu Beginn des Schlussabschnitts brachte Baunach zwar noch einmal auf 56:50 heran, doch der überragende David Hicks war es fast im Alleingang, der für sein Team immer wieder sicher vollstrecken konnte. Die Baunacher versuchten in der Folge alles um das Spiel zu kippen, aber die reboundstarken Gastgeber (42:27) erwiesen sich an diesem Tage als zu souverän um das Spiel noch aus der Hand zu geben. So konnten sie unter dem Jubel ihrer Fans, die für eine tolle Playoff-Atmosphäre in der engen, ausverkauften Sporthalle West sorgten, den ersten Sieg dieser Serie einfahren. Coach Raphael Wilder zollte dem jungen Baunacher Team Respekt in der anschließenden Pressekonferenz: „Ich hatte nie das Gefühl, dass die Begegnung entschieden ist. Baunach blieb immer gefährlich und mein Trainerkollege Ivan kann stolz auf die Leistung seiner jungen Truppe sein, die einen attraktiven Basketball spielt“.

Die Bike-Cafe-Messingschlager-Truppe wird jetzt in der laufenden Trainingswoche das Spiel genau analysieren, um so gut vorbereitet in das wichtige zweite Spiel am Ostersamstag (19:30 Uhr) zu gehen. Nur mit einem Sieg bleibt man weiter im Rennen um den Finaleinzug. Dabei hofft man wieder auf eine voll besetzte Graf-Stauffenberg-Halle, denn vor den heimischen Fans, die gerade in den Playoffs bisher für eine überragende Atmosphäre gesorgt haben, kann die Pavic-Truppe eventuell das Wunder schaffen und ein entscheidendes Spiel 3 erzwingen.

Schwelmer Baskets: Hicks 25 Punkte/ 4 Dreier, Fiorentino 18/2, Kramer 9/1, Hogg 8, F. Engel 6, Agyapong 6, Schröter 3, Anastasov.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight 14, Thiemann 13/1, A. Engel 9/1, Schmidt 6/2, Stabler 6, McDuffie 5/1, Dippold 4, Obst 3/1, Walde 3, Kratzer 2, Dizdarevic 1.

Schiedsrichter: Oruzgani/Kaveh

Zuschauer: 600

2. Basketball-Bundesliga ProB Play-off Halbfinale

Schwelmer Baskets – Bike-Cafe Messingschlager Baunach    75:66

Anzeige
Nachrichten am Ort

 

Saison endet mit einer Niederlage

Mit einer Niederlage in Dachau ging die Regionalliga Saison des TSV Tröster Breitengüßbach am Samstagabend zu Ende. Den 7. Tabellenplatz und den Ausgleich des Punktekontos haben die Breitengüßbacher damit verpasst, mit 12 Siegen bei 14 Niederlagen kam das Team von Mirko Petrick, der den TSV Tröster verlassen wird, auf dem 8. Tabellenplatz an.

Es war ein verkorkstes erstes Viertel, das die Breitengüßbacher bereis ihrer Siegchancen beraubte. Bis zum 8:8 verlief noch alles nach Plan, doch plötzlich riss der Faden vollends und man kassierte bis zur ersten Viertelpause einen 19:3-Lauf der Dachauer, die in dieser Phase jeden Angriff erfolgreich abschlossen und von den Fehlern des TSV profitierten. Diese fingen sich zwar im zweiten Abschnitt und verkürzten den Rückstand angetrieben vom stark spielenden Chris Dippold bis zur Pause auf 36:46.

Die Güßbacher kämpften nun verbissen um ihre Siegchance, doch man lief unverändert einem Rückstand hinterher. Nach einem Korbleger von Youngster Daniel Keppeler und wenig später nach einem Dreier des gleichaltrigen Tibor Taras waren die Güßbacher jeweils bis auf vier Zähler dran, doch zu einer Führung reichte es für die Oberfranken nicht. Bei Dachau übernahm immer wieder der überragende Omari Knox (39 Punkte) die Verantwortung und hielt die Güßbacher auf Distanz. Hinzu kam mit Wafula ein weiterer überragender Mann bei den Spurs (22 Punkte, 16 Rebounds), so dass die Güßbacher letztlich das Parkett als Verlierer verließen, da man diese beiden Protagonisten der Oberbayern sowie den ebenfalls starken Benzio (21) nie unter Kontrolle brachte. Routinier Ivan Derman brachte es in seinem vorerst letzten Spiel für den TSV Tröster auf 14 Zähler und 9 Rebounds.

TSV Tröster Breitengüßbach: Dippold (21), Derman (14), Taras (12), Zinn (9), Wagner (7), Keppeler (6), Jefferson (4), Wimmer (2), Leonhardt (2), Kohn (2), Sperke.

Dachau Spurs: Knox (39), Wafula (22), Bonzio (21), Hörl (7), Scheurich (2), Prediger (1), Haberland, Firek, Schwarz, Syrrakos, Fraas.

Regionalliga Südost Herren

Dachau Spurs – TSV Tröster Breitengüßbach : 92:79

Joachim Hirmke, Astrid Madinger

Infos, soziale Netzwerke, eventuell ähnliche Beiträge und mehr:

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.
Indem Sie auf "Kommentar absenden" klicken, erlauben Sie uns, Ihre Daten (Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse und Kommentar) digital zu speichern und zu verarbeiten und Sie ggf. zu kontaktieren.