Baunach startet perfekt in die zweite Runde – Klatsche für Breitengüßbach

Nichts entgegenzusetzen hatten die Breitengüßbacher Basketballer beim Spiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Und auch Rattelsdorf verlor knapp das Derby gegen TTL Bamberg. Freude dagegen in Baunach: Der Start in die zweite Runde der Play-Offs ist geglückt, am Sonntag, 6. April, steht nun das nächste Heimspiel im Kalender.

Schon wieder Baunacher Auswärtssieg in den Play-Offs

Durch eine deutliche Leistungssteigerung im Schlussviertel gelang es der jungen Baunacher Truppe im ersten Viertelfinale der Play-Offs den ersten Sieg einzufahren. Mit 73:60 gewann man am Ende noch deutlich beim RSV Eintracht Stahnsdorf. Das Spiel verlief aber über weite Strecken auf Augenhöhe, erst durch eine Dreierserie in den letzten fünf Minuten kippte die Begegnung zu Gunsten der Oberfranken.

Ohne Daniel Schmidt, der mit den Brose Baskets beim Pokal-Final-Four in Ulm war, dafür aber wieder mit Antonio Stabler im Aufgebot, fand die Pavic-Truppe gut in die Partie. Vor allem Center Johannes Thiemann war in den Anfangsminuten dafür verantwortlich, dass seine Farben mit 10:6 in Führung gehen konnten. Mit einem knappen 20:18 für das BCM-Team ging es dann in das 2. Viertel. Jetzt war es der starke Marcos Knight, der den Vorsprung auf 30:23 ausbaute. Doch man gestattete den Gastgebern zu viele Offensivrebounds (11 bis zur Pause), so dass sie durch den in der ersten Hälfte kaum zu stoppenden Williams (19 Punkte) mit einem 35:34-Vorsprung in die Pause gehen konnten.

Bis zur 23. Spielminute konnte sich kein Team weiter absetzen. Dann aber traf man im Angriff einige unglückliche Entscheidungen und war in der Abwehr nicht wachsam genug. Die Stahnsdorfer konnten sich so bis auf 44:38 absetzen. Doch wie schon oft in dieser Saison gaben sich die jungen Baunacher nicht auch und glaubten weiterhin an ihre Siegchance. Durch gute Verteidigungsarbeit und konnte man sich wieder herankämpfen und sogar mit einem 50:49 Vorsprung in die letzten 10 Minuten gehen. Diese begannen optimal für die Pavic-Truppe. Durch zwei schnelle Korbleger nach Ballgewinnen von Antonio Stabler konnte man sich sofort etwas absetzen. Dieser Vorsprung hielt bis zum 57:51, ehe die Gastgeber durch fünf Punkte in Folge wieder auf 57:56 verkürzen konnten. Jetzt kam aber die Zeit der Distanzschützen auf Baunacher Seite. Erst konnte Andi Obst einen Dreier zum 60:56 verwandeln und als dann Alex Engel, der diesmal fast 36 Minuten lang schuften musste, einen weiteren zum 65:58 nachlegte, wurde es still in der Halle. Obwohl der US-Amerikaner Thomas für Stahnsdorf noch auf 65:60 verkürzen konnte, behielt einer der jüngsten im Baunacher Team die Nerven. Andi Obst verwandelte nacheinander seine Dreier Nummer drei und vier zum vor entscheidenden 71:60. Die Gäste versuchten es dann erfolglos mit Verzweiflungsdreiern, so dass der Jubel im Lager von Bike-Cafe Messingschlager Baunach nach dem 73:60 Auswärtssieg keine Grenzen mehr kannte.

Trainer Ivan Pavic bilanzierte dann auch zufrieden in der Pressekonferenz: „Wir haben drei Viertel durchschnittlichen Basketball gespielt. Als es darauf ankam, waren wir aber hellwach. Es war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Steffen Walde war heute gesundheitlich angeschlagen, dafür konnte Toni Stabler wieder wichtige Impulse geben und hat uns mit seinen zwei Ballgewinnen im letzten Viertel auf die Siegerstraße gebracht. Andi Obst hat nie an sich gezweifelt und nervenstark drei Dreier im letzten Viertel verwandelt.“ Dass aber noch nichts gewonnen ist, weiß der Baunacher Trainer natürlich, der seine Truppe nun akribisch auf die zweite Partie am kommenden Sonntag (15:15 Uhr, Graf Stauffenberg Schule) vorbereiten wird, damit man nicht wieder so schnell wie im Achtelfinale den Heimvorteil aus der Hand gibt.

RSV Eintracht Stahnsdorf: Williams 22, Thomas 12, Schoeps 12, Modersitzki 8, Schuhmann 3, Jorch 3, Mixich, Haucke, Hasenkampf

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Obst 16, Knight 15, Thiemann 14,Stabler 11, Engel 10, Dippold 3, McDuffie 2, Walde 2, Kratzer, Dizdarevic.

Schiedsrichter: Kotlyar/ Schneider

Zuschauer: 365

2. Basketball-Bundesliga ProB Play-off Viertelfinale

RSV Eintracht Stahnsdorf – Bike-Cafe Messingschlager Baunach    60:73

 

Auswärts setzte es eine Klatsche

Erneut kamen die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer von einem Auswärtsspiel mit einer deftigen Packung nach Hause. Entsprechend negativ fiel auch das Fazit von Coach Mirko Petrick aus, der sagte, dass man einmal eine Leistung wie vor zwei Wochen in Treuchtlingen akzeptiert, nicht aber ein zweites Mal. Er erwarte von seinen Jungs, dass sie sich für die beiden letzten Spiele motivieren und diese auch gewinnen.

Das Spiel in München begann mit einem Dreier von Ivan Derman noch vielversprechend , doch anschließend dominierte der Tabellenzweite zunehmend die Partie. Als man dann beim Stand von 12:23 auch noch drei technische Fouls in Serie kassierte, zogen die Münchner schnell auf und davon und lagen bald mit 20 Zählern vorne. Zur Pause lag man 33:53 im Rückstand und lief diesem Vorsprung der Bayern unverändert auch in der zweiten Halbzeit hinterher. Zwar wuchs dieser zunächst nicht mehr weiter an, doch ernsthaft gefährden konnten die Güßbacher um Kapitän Mark Völkl, der alle seine Würfe an diesem Abend traf und damit zu den Lichtblicken bei den Oberfranken zählte, die Bayern ebenfalls nicht. So plätscherte das Spiel bis zum Ende ohne größere Spannungsmomente dahin, ärgerlich für den TSV Tröster, dass man am Ende nicht mal den Hunderter der Gastgeber verhindern könnte.

Petrick sagte zur Partie in München weiterhin : „Wir haben nicht die Waffen wie die Bayern. Um diese zu gefährden, müssen wir aber an unsere eigenen Waffen Glauben und zu hundert Prozent darum kämpfen. Diese Bereitschaft habe ich heute vermisst.“

Regionalliga Südost Herren

FC Bayern München II – TSV Tröster Breitengüßbach: 100:66

TSV Tröster Breitengüßbach: Derman (24), Völkl (11), Wolf (10),  Zinn (9), Kohn (5), Dippold (3), Taras (2), Wagner (2), Leonhardt, Jefferson, Keppeler, Wimmer.

FC Bayern München II: Zipser (28), Marin (20), Korndoerfer (14), Edigin (13), Hasbargen (13), Schmitt (6), Lachmann (2), Speber (3), Jallow, Kägler, Markovic.

 

Rattelsdorfer verspielen Vorsprung und verlieren knapp

Am letzten Spieltag der Saison 2013/2014 entwickelte sich im  Derby des TTL Basketball Bamberg gegen die Rattelsdorf Independents das erwartete heiße Duell. Besser ins Spiel starteten die Gastgeber aus Bamberg und verpassten den Independents gleich einen 9-Punkte-Rückstand (14 zu 23) nach dem ersten Viertel.

Im zweiten Spielabschnitt konnten sich die Gäste aus dem Itzgrund immer wieder durchsetzen und somit den Rückstand verkürzen. Angetrieben durch Jason Boucher, der immer wieder das Tempo forcierte, konnten die Independents das Spiel zur Halbzeit offen gestalten. Mit einem 39 zu 43 für den TTL ging es in die Kabine. Der dritte Spielabschnitt brachte genau die Wende in diesem Spiel. Angetrieben durch Kampf in der Verteidigung, besonders durch Wudi, Thiem und Endres drehte sich das Spiel hin zu einer 58-zu-56-Führung. Also war es wie immer und die letzten zehn Minuten mussten die Entscheidung bringen.

Mit der richtigen Einstellung starteten die Gäste eine Lauf zu Beginn des Viertels. Über ein 69 zu 67 für die Itzgrunder Farben, gelang es den Jungs um Yannick Wudi und  Jason Boucher durch einen 12-zu-0-Lauf den Vorsprung auszubauen. Boucher traff aus Allen Lagen und in der Verteidigung gelang fast in jeder Sequenz der Stopp. Noch vier Minuten zu spielen und eine 14-Punkte-Führung für die Rattelsdorfer. Durch mehr Druck in der Verteidigung und schnellem Angriffsspiel gelang es den Bambergern, den Rückstand zu reduzieren. Jetzt kippte das Momentum unerklärlich Richtung TTL. Drei folgenschwere Ballverluste der Independents im Angriff bestraften die Gastgeber direkt durch Punkte von Krauß und Feistkorn. 40 Sekunden vor Ende des Spiels roch es nach Verlängerung. Die letzten 20 Sekunden brachten den Independents noch einmal zwei sichere Freiwürfe für Boucher und somit den Ausgleich im Spiel, bevor Matze Krauß auf Grund von Abstimmungsproblemen in der Verteidigung völlig frei zur 2-Punkt-Führung einnetzten konnte. Die restlichen fünf Sekunden Spielzeit brachten keinen erfolgreichen Abschluss mehr für die Gäste.

„Was da heute passiert ist, kann ich mir nicht erklären. Wir verspielen durch haarsträubende Fehler einen 14-Punkte-Vorsprung innerhalb von drei Minuten, um dann wieder zu wackeln. Lassen in den entscheidenden Phasen den Kopf hängen und verstecken uns teilweise auf dem Spielfeld, wenn man als Team aggieren sollte. Glückwunsch an den TTL für das Kämpferherz und den Sieg in diesem Derby. Phil Hofmann, Matze Krauß und Louis Feistkorn haben immer wieder die Big Points gemacht und wir haben es nicht geschafft, in den entscheidenden Minuten die Intensität auf allen Positionen zu entwickeln, die man braucht, um gewinnen zu wollen. Schade, jetzt müssen wir hoffen und bangen, das wir eventuell mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Danke an meine Jungs und an unserer Fans für diese Saison“, so Andy Sippach

Punkteverteilung Rattelsdorf: Boucher, J. 48 Pkt / 9 Dr; Bondar, A. 24/6; Schreiner, A. 6; Wudi, Y. 4; Slabu, S. 3; Stretz, T. 2; Endres, C. 1; Thiem, M. 1; Seemüller, A.; Tomaszek, M.

Joachim Hirmke. Astrid Madinger, Andy Sippach

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