Austausch, Historische Einblicke und starke Netzwerke

Im Titelbild: Gruppenbild bei den „Hölzernen Männern“ in der Zehntscheune Baunach. (Quelle: Landratsamt Bamberg/Schulz-Mayr)

Über 20 ehrenamtliche Jugendbeauftragte aus dem Landkreis Bamberg sind zur diesjährigen Frühjahrsklausur in Baunach zusammengekommen. Viele von ihnen engagieren sich zugleich als Stadt- und Gemeinderäte und bringen damit wichtige Perspektiven aus der kommunalen Praxis in die Jugendarbeit ein.

Zum Auftakt begrüßte Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt die Teilnehmenden an der neuen Mehrzweckturnhalle. In einer anschaulichen Baustellenführung erläuterte er die Planungsprozesse und Herausforderungen, die mit dem Neubau verbunden sind. Dabei wurde deutlich, welche zentrale Rolle moderne und ausreichend große Hallen in den Gemeinden spielen. Auch im Landkreis Bamberg stehen viele Vereine vor der Herausforderung, geeignete Räume für ihre Aktivitäten zu finden. Ob Sport, Brauchtumspflege oder musikalische Nachwuchsarbeit – etwa in Blasorchestern und Jugendkapellen – der Bedarf an geeigneten Proben- und Veranstaltungsorten ist hoch.

Im Anschluss an die Führung nutzten die Jugendbeauftragten die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Spaziergang durch Baunach, der sie bis zu den historischen Felsenkellern führte. Dort fand ein fränkisches Abendessen statt, das Raum für intensiven Austausch und neue Kontakte bot. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Vorstellung des neuen Ferienportals für den Landkreis Bamberg. Dieses digitale Anmeldesystem soll künftig die Organisation und Buchung von Ferienprogrammen in den Gemeinden deutlich vereinfachen und modernisieren.

Auch die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements wurde im Rahmen der Klausur besonders hervorgehoben. Kreisjugendamtsleiter Tobias Dusold bedankte sich bei den Jugendbeauftragten für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig würdigte er diejenigen, die ihr Amt künftig nicht weiterführen werden – unter anderem, weil sie neue Aufgaben als Bürgermeisterinnen übernehmen. Für die kommende Amtsperiode wünschte er den weiterhin aktiven Jugendbeauftragten viel Erfolg und Motivation.

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Ein besonderes Highlight des Tages bildete die anschließende Nachtwächterführung durch die historische Altstadt von Baunach. Nachtwächter Reinhold Schweda vermittelte dabei auf unterhaltsame Weise spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt. Themen wie die „Hölzernen Männer“ ein Torwächter-Paar aus dem Jahr 1710, die örtliche Kirche mit dem „Heiligen Grab“ aus dem 1800 Jahrhundert, sowie die zahlreichen Felsenkeller sorgten für großes Interesse bei den Jugendbeauftragten.

Die Frühjahrsklausur wurde von den Beteiligten als „richtig schön und sehr interessant, bewertet. Neben fachlichen Impulsen standen vor allem der persönliche Austausch und die Vernetzung im Mittelpunkt. „Solche Treffen sind enorm wichtig, um voneinander zu lernen, neue Ideen mitzunehmen und die Jugendarbeit im Landkreis gemeinsam weiterzuentwickeln“, betont Kreisjugendpfleger und Organisator Oliver Schulz-Mayr.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, welchen hohen Stellenwert die Jugendarbeit im Landkreis Bamberg hat – getragen von engagierten Ehrenamtlichen, unterstützt durch die Kommunen und gestärkt durch ein wachsendes Netzwerk.

Landratsamt Bamberg

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