12.000 Tonnen Grundschotter für viergleisigen Ausbauabschnitt Hallstadt

Veröffentlicht am 2. Oktober 2019 von Redaktion

Ab 10. Oktober bis Mitte November werden in den Bahn-Bauabschnitt Hallstadt schwere Lkws einfahren und den so genannten Grundschotter für die neuen Gleise anliefern. Insgesamt sind das 12.000 Tonnen. Die Lieferungen kommen aus dem Hartsteinwerk Ludwigstadt über die Autobahn A73, Autobahnabfahrt Kemmern/Breitengüßbach Süd und fahren dann über die Wirtschaftswegbrücke Kemmern in den Bauabschnitt ein.

Die Rückfahrt der leeren LKW führt wieder über die Wirtschaftswegbrücke Kemmern oder alternativ über den Berliner Ring zur Autobahnabfahrt Kemmern/Breitengüßbach Süd. Es fahren drei LKW pro Stunde, 20 LKW pro Tag. Die Transporte erfolgen tagsüber von 8.00 Uhr-17.00 Uhr. Der Schotter wird zwischengelagert und vom Lager aus sofort eingebaut. Dabei sind Radlader, Gräter, Bagger, Traktoren und LKW im Einsatz. Der Einbau und Verteilung dauern bis Dezember.

Im Oktober erfolgen Gründungsarbeiten für die Oberleitungsmasten zwischen Kemmern und Hallstadt. Damit der Zugverkehr so wenig wie möglich beeinträchtigt wird, finden die Arbeiten während einer Sperrung der Bahnstrecke in der Nacht statt. In dieser Zeit fahren keine Züge. Die Sperrung gilt jeweils von 22:55 bis 06:10 Uhr in den Nächten von Samstag auf Sonntag und von 23:00 bis 4:20 in den Nächten von Sonntag auf Montag: Am 19./20.10.19 und 20./21.10.2019 sowie am 26/27.10.19 und 27/28.10.2019. Für die unvermeidlichen Lärmbelästigungen bitten wir um Entschuldigung.


Bei einer Baustellenbesichtigung im Frühjahr wurden die Arbeiten zwischen Breitengüßbach und Hallstadt detailliert vorgestellt. Mittlerweile sind sie bereits deutlich fortgeschritten.

Erdbauarbeiten werden, angrenzend an Hallstadt, auch in der freien Strecke ausgeführt. In Vorbereitungen für die Sperrpausen kann es hier zu geringen Eingriffen innerorts kommen. Für die Erweiterung der Eisenbahnüberführung des Leitenbaches wird außerdem die Erstellung des Bauwerkes fortgeführt. Ebenso werden die archäologischen Untersuchungen fortgesetzt.

Der Abschnitt Hallstadt ist Teil der Schnellfahrstrecke München-Berlin. Sie war mit Fertigstellung der etwa 230 Kilometer langen Neubaustrecken Ebensfeld-Erfurt-Leipzig/Halle (Saale) im VDE 8 Ende 2017 eröffnet worden. Derzeit folgt abschnittsweise der viergleisige Ausbau zwischen Nürnberg und Ebensfeld. Die Geschwindigkeit ab Ebensfeld in Richtung Süden wird durch den Ausbau auf bis zu 230 km/h für die Fernbahngleise erhöht, die Kapazität vergrößert.

Deutsche Bahn, Frank Kniestedt. Fotos: Johannes Michel

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  1. Dütsch Reinmund 2. Oktober 2019 at 13:50 - Antworten

    Da haben die Sektkorken geknallt

    Sicherlich haben bei der Bahn die Sektkorken geknallt, als die Entscheidung der Gemeinde Kemmern für den Bau der Wirtschaftsbrücke bekannt wurde.
    Man bekam fast kostenlos eine Infrastruktur zum Trassenbau für die neue Bahnverbindung hingestellt.
    Und es kam noch besser. Auch die Folgeschäden, die unweigerlich durch die Nutzung der schweren Lkw‘s mit Ihrer tonnenschweren Beladung entstehen werden, übernimmt großzügig die Gemeinde Kemmern . Denn für Sanierungsmaßnahmen ist die Gemeinde Kostenträger.
    Wie behauptete Herr Gerst auf Anfrage bei der Bürgerversammlung „ die Bürger haben es gewollt“.
    Ich behaupte, dass kein Bürger dieses Bauwerk in dieser Art gewollt hat, sondern nur eine vernünftige Möglichkeit in das Areal um die Muna zu gelangen.
    Die Zeche müssen sie jetzt trotzdem bezahlen.

  2. Hans Ramer 2. Oktober 2019 at 14:51 - Antworten

    Lieber Herr Dütsch, diese Brücke ist eigentlich überflüssig wie ein Kropf. Sie verschandelt nur die Landschaft!

  3. Jochen Gottwald 2. Oktober 2019 at 15:23 - Antworten

    Ein kleiner Link um das von Herrn Dütsch gesagte zu untermauern

    https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/39816/

    Zitat:

    „Besonders starke Auswirkungen haben die von schweren Lkw ausgehenden Schwingungen. Diese gelten als Hauptverursacher für eine beschleunigte Abnutzung von Fahrbahndecken, denn die Straßenabnutzung steigt mit der vierten Potenz der Achslast. Ein Lastwagen mit 10 Tonnen Achslast beansprucht die Verkehrswege damit pro Entfernungseinheit 160.000-mal stärker als ein Pkw mit einer Achslast von 0,5 Tonnen [EcWi00]. Damit ist der Lkw-Verkehr der entscheidende Faktor für die Beanspruchung des Straßenkörpers“

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